Lebensdaten
1889 – 1970
Geburtsort
Neubeschenowa (Banat)
Sterbeort
Freiburg (Breisgau)
Beruf/Funktion
katholischer Theologe ; Pädagoge ; Theologe ; Pädagoge
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 122835530 | OGND | VIAF: 59975596
Namensvarianten
  • Nischbach, Josef
  • Nischbach, Joseph

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Zitierweise

Nischbach, Josef, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd122835530.html [16.06.2024].

CC0

  • Genealogie

    V Josef, Kleinhäusler;
    M Margarethe Feth; Vorfahre Matthias (1716–86), aus Niederkeil b. Landscheid (Kr. Wittlich), dann in N., Kolonistenwerber (s. L).

  • Biographie

    N. besuchte 1900-08 das ungar. Piaristengymnasium in Temeswar, studierte ebenda kath. Theologie und war bis 1919 Kaplan in verschiedenen Banater Ortschaften (Orawitza, Glogowatz, Rudolfsgnad, Hatzfeld). Während des 1. Weltkriegs Militärseelsorger, trat er 1919 in den Schuldienst ein. Er war zunächst in Hatzfeld, seit 1920 an der neugegründeten Katholisch-Deutschen Lehrerbildungsanstalt in Temeswar tätig. Als deren stellvertretender Rektor und Internatsleiter bemühte er sich um die Fortentwicklung dieser Einrichtung. Nachdem 1926 das deutsche Schulzentrum der „Banatia“ erbaut worden war, blieb N. bis 1941 Leiter des Deutschen Schülerheims und Rektor der Lehrerbildungsanstalt. Im Banater deutschen Kulturverein war er, zeitweise als stellvertretender Vorsitzender, sehr aktiv. Gemeinsam mit dem späteren Schulrat Hans Weresch (1902–86) gab N. 1928-33 die Zeitschrift „Der Jugendfreund“ heraus. Gleichzeitig war er Initiator und erster Leiter des Bundes der Deutschen Kath. Jugendvereine im Banat. 1941 mußte N. auf Anordnung der gleichgeschalteten Deutschen Volksgruppe seine Schulämter abgeben. Als Domherr erteilte er bis 1944 weiterhin Religionsunterricht an der kath. Mädchenschule. Nach 1945 half N. den Kindern der nach Rußland Deportierten. Die Kirchenfeindlichkeit des kommunistischen Staates führte zu einem langjährigen Zuchthausaufenthalt (1951–59) und schließlich zur Abschiebung in die Bundesrepublik Deutschland. In Freiburg verbrachte N. seinen Lebensabend Er betätigte sich beim Caritas-Verband, leitete das Südostdeutsche Priesterwerk und rief den Freiburger Bücherdienst, der deutsche Lehrer und Priester in Südosteuropa mit deutschen Büchern und Lehrwerken ausstattete, ins Leben. – N. setzte sich für eine breitgefächerte Volksbildung ein, um auf diesem Wege das Gemeinschaftsgefühl der Banater Schwaben im Vielvölkerstaat Rumänien zu stärken. Der Ausbau des deutschen Schulwesens im Banat war sein Lebenswerk.|

  • Auszeichnungen

    Päpstl. Hausprälat (1960).

  • Werke

    u. a. Dt. Lesebuch f. d. Banater Volksschulen, hg. v. M. Philips, 1924 (f. d. 1.-2., 3.-4. u. 5., 6., 7. Kl.);
    Der Deutsche im Banat, Für d. Jugend zus.gestellt, 1928;
    Kirchl. Leben d. Deutschen im Banat, Schulwesen, Hochschulwesen, Erwachsenenbildung, in: Hdwb. d. Grenz- u. Auslandsdt.tums I, 1933, S. 253-59, 274-77.

  • Literatur

    Der Donauschwabe u. sein geistiges Profil, Weg u. Schicksal, Festgabe f. Prälat J. N., bearb. v. M. Lehmann, 1969 (W, L, P);
    Banatia, Erlebnisse u. Erinnerungen, hg. v. H. Weresch, 1976;
    N. Engelmann, in: Banatica 6, 1989, H. 3, S. 5-14;
    Biogr. Lex. Banat (auch f. Matthias).

  • Autor/in

    Horst Fassel
  • Zitierweise

    Fassel, Horst, "Nischbach, Josef" in: Neue Deutsche Biographie 19 (1999), S. 285-286 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd122835530.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA