Lebensdaten
1804 bis 1837
Beruf/Funktion
Lithograph
Konfession
reformiert?
Normdaten
GND: 116216301 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Bodmer, Gottlieb

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Zitierweise

Bodmer, Gottlieb, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116216301.html [11.12.2018].

CC0

  • Leben

    Bodmer: Gottlieb B., Lithograph, geb. in München 1804, gest. ebendaselbst 1837, gehörte zu den ausgezeichnetsten Künstlern seines Faches in Deutschland. Nachdem er sich erst an der Münchner Akademie der Malerei gewidmet und unter Stieler's Einwirkung bereits mehrere Jahre Portraite gemalt hatte, ging er erst 1829 unter Winterhalter's Leitung zur Lithographie über, der er durch seine Behandlung eine bis dahin ungekannte Wendung gab. Allerdings gereichte ihr dieselbe auf die Länge nicht eben zum Vortheile, da er sie durch eine mühselige Technik zur directen Rivalin des Kupferstiches machte, anstatt ihr, wie man bisher unter Piloty's Vorgang gethan, mehr den Charakter einer freien Handzeichnung zu lassen. Durch einen Aufenthalt in Paris 1831 bildete er sein technisches System noch weiter aus, das wenigstens er selber mit unbestreitbar bestechlichem Geschick und nicht ohne malerischen Sinn handhabte. Außer zahlreichen Copien nach Kupferstichen widmete er sich besonders der Reproduction der Gemälde der Münchner Schule jener Zeit. Die bedeutendsten Blätter dieser Art sind die seinerzeit weit verbreiteten von König Otto's Abschied nach F. Foltz und König Ludwig I. in seinem Familienkreise, comp. von Monten. Ferner viele Blätter nach Foltz, Dietz, Lindenschmit u. A. m. Als seine besten Leistungen können vielleicht seine zahlreichen unmittelbar nach der Natur auf Stein gezeichneten Portraite gelten. Er hinterließ eine große Lithographenschule, deren hölzerne Handhabung seiner Technik nicht wenig dazu beitrug, die Lithographie in München, wo sie doch erfunden ward, früher als sonst wo zu ruiniren.

  • Autor/in

    F. Pecht.
  • Empfohlene Zitierweise

    Pecht, Friedrich, "Bodmer, Gottlieb" in: Allgemeine Deutsche Biographie 3 (1876), S. 18 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116216301.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA