Lebensdaten
1794 - 1822
Geburtsort
Dresden
Beruf/Funktion
Maler ; Landschaftsmaler ; Künstler
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 123348404 | OGND | VIAF: 42743411
Namensvarianten
  • Heinrich, Johann August
  • Heinrich, August
  • Heinrich, Johann August

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Zitierweise

Heinrich, August, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd123348404.html [17.09.2021].

CC0

  • Genealogie

    V Georg ( 1810), (aus Maasdorf b. Köthen) Schneider in D.;
    M Caroline Dor. ( 1829), T d. Georg Bauer, Oberältester d. Schneider in D. u. d. Joh. Sophie Gebauer;
    Stief-V (seit 1811) George Frdr. Wiedemann, Schneider in D.; - ledig.

  • Leben

    H. besuchte seit 1810 die Dresdener Akademie, ging 1812 nach Wien, wo er bis 1817 Schüler der Landschaftsschule der Akademie war. 1814 erhielt er den 2. und 1815 den 1. Preis der Klasse für Landschaftszeichnung, gleichzeitig arbeitete er für seinen ehemaligen Mitschüler an der Dresdener Akademie, den Glasmaler Gottlob Samuel Mohn (seit 1811 in Wien). Er kam frühzeitig in Berührung mit der in Wien ansässigen Romantikerkolonie, den Brüdern Olivier, Schnorr, Reinhold und anderen und dem Kreis um Friedrich von Schlegel. Der schwer lungenkranke H., der sich der freundschaftlichen Fürsorge der Buchhändler-Familie Carl Gerold erfreute, kehrte Mai 1818 nach Dresden zurück, wo er sich unter der Pflege seiner Schwester erholte. Bis Sommer 1820 war er Schüler der Dresdener Akademie und C. D. Friedrichs, der ihn auf seinem Gemälde „2 Männer den Mond betrachtend“ (1819, Dresden, Galerie), von hinten gesehen, darstellte.

    Juli 1820 kehrte H. nach Österreich zurück und besuchte Salzburg. Anfangs 1822 ging er wieder nach Dresden. Einem Gesuch an den König von Sachsen, der ihm bereits eine Unterstützung für eine Reise nach Italien gewährt hatte, legte er ein Salzburger Gemälde bei. Von Salzburg brach er am 21.9.1822 nach Italien auf, doch starb er in Innsbruck an „Lungensucht“.

    In H.s Kunst verbindet sich gleichsam die durch C. D. Friedrichs überragende Erscheinung verkörperte norddeutsche Romantik mit der religiös-romantischen Landschaftsauffassung der deutschen Maler-Kolonie Wiens, wo das Erbe des Frühverstorbenen im malerischen Realismus F. G. Waldmüllers seine Fortsetzung fand. – Das Fragment seines Werkes besteht vornehmlich aus Zeichnungen, die ebenso wie seine wenigen Gemälde über die archaisierenden und literarischen Assoziationen der „geistigen Landschaft“ (F. von Schlegel) der Brüder Olivier und Schnorr hinausgehend, sich durch die einzigartige Schärfe der Beobachtung und Wiedergabe auszeichnen.

    Seine seit 1817 entstandenen Ölgemälde (1 in Wien, Galerie des 19. Jahrhunderts, 2 ebenda, Privatbesitz, 1 Schweinfurt, Sammlung Schäfer) und seine Zeichnungen erregten die höchste Bewunderung seiner Zeitgenossen und Freunde: C. D. Friedrich, Peter Cornelius, die Brüder Olivier und Schnorr, Ludwig Richter, und die seines norwegischen Mitschülers an der Dresdener Akademie Dahl. Friedrichs Gemälde „Der Watzmann“ (Berlin, Nationalgalerie) beruht auf einem Aquarell H.s (Oslo).

  • Werke

    Zeichnungen mit Motiven aus d. Umgebung Dresdens, Wiens u. Salzburgs befinden sich u. a. in Oslo (36), Dresden (15), Weimar (10), Karlsruhe (Kunsthalle), München (Graph. Slg. u. Privatbes.), Timmendorferstrand (Privatbesitz W. Schöne), Wien (Albertina u. Ak.);
    Tagebuch-Fragment, Oslo;
    - Ak.-Ausstellung Dresden 1818, 1819 (2 Ölgem.), 1820, 1823 (5 W aus H.s Nachlaß).

  • Literatur

    A. Aubert, in: Kunst u. Künstler 6, 1908, S. 319 ff., 381 ff.;
    H. Schwarz, Salzburg u. d. Salzkammergut …, 31958;
    ders., A. H. u. d. geistigen Voraussetzungen s. Malerei, in: Mitt. d. Österr. Gal., 1960, No. 6, = erweiterter Abdr. aus Amicis, Jb. d. Österr. Gal., 1927;
    M. Bang, Two Alpine Landscapes by C. D. Friedrich, in: Burlington Mgz., London, Nov. 1965;
    G. Krämer, Blick üb. Salzburg vom Kapuzinerberg, 1820, in: Der frühe Realismus 1800–50, Kat., German. Nat.-mus. Nürnberg, 1967;
    ders., Der Maler u. Zeichner A. H., Diss. Hamburg 1968;
    ThB.

  • Autor/in

    Heinrich Schwarz
  • Empfohlene Zitierweise

    Schwarz, Heinrich, "Heinrich, August" in: Neue Deutsche Biographie 8 (1969), S. 431-432 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd123348404.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA