Lebensdaten
1620 bis 1674
Geburtsort
Langewiesen
Sterbeort
Kiel
Beruf/Funktion
evangelischer Theologe
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 117187968 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Musäus, Peter
  • Musaeus, Peter
  • Musäus, Peter
  • mehr

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Verknüpfungen auf die Person andernorts

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Musaeus, Peter, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd117187968.html [12.12.2019].

CC0

  • Leben

    Musaeus: Peter M., gelehrter Theolog, war am 7. Febr. 1620 geboren zu Langewiesen in Thüringen, studierte in Jena und ward 1640 daselbst Magister. Er setzte hierauf noch seine Studien in Helmstädt fort, wo ihn der berühmte Georg Calixt in sein Haus aufnahm. Er ward dessen eifriger Schüler und Anhänger. 1648 ward er Professor der Logik und Metaphysik in Rinteln, dann Extraordinarius der Theologie und 1653 Ordinarius und Dr. theol. 1663 zum zweiten Mal berufen, nachdem er das erste Mal abgelehnt, ging er in derselben Eigenschaft nach Helmstädt. Bei Errichtung der Kieler Universität 1665 wurde er als professor primarius theologiae dahin berufen und er folgte denn auch diesem Rufe, ward auch als erster Decan der theol. Facultät und als Prorector der Universität installirt. Hier verblieb er bis an sein Ende, er starb am 20. December 1674. M. als Schüler Calixt's vertrat den Synkretismus,|wurde darüber von Calov heftig angegriffen und vertheidigte sich gegen diese Angriffe wiederum tapfer. Unter seinen Schriften heben wir, neben einer Reihe disputationes hervor: „Παιδεια seu introductio in theologiam“, Rinteln 1649. „Institutiones metaphysicae“, 1663; ed. 2. 1686. Ein älterer Bruder von ihm war der Professor und Dr. Johann Musaeus in Jena 1681.

    • Literatur

      Moller, Cimbria litt. II, 565. Jöcher, III, 770. Schwarze, Nachr. v. Kiel 1775, 318. Bouginé, II, 466. Strieder, hess. Schriftstellerlex. IX. s. v. Thieß, Gelehrtengesch. I, 3. Carstens, Gesch. der theol. Facultät, Kiel 1875, S. 9. G. Frank, Gesch. d. prot. Theol. 1865, II, 11.

  • Autor/in

    Carstens.
  • Empfohlene Zitierweise

    Carstens, Carsten Erich, "Musaeus, Peter" in: Allgemeine Deutsche Biographie 23 (1886), S. 90-91 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd117187968.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA