Lebensdaten
1793 bis 1873
Geburtsort
Sulzbach (Oberpfalz)
Sterbeort
Augsburg
Beruf/Funktion
katholischer Theologe
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 119101564 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Allioli, Joseph Franz von
  • Allioli, Franz J. von
  • Allioli, Franz Joseph von
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Zitierweise

Allioli, Joseph Franz von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd119101564.html [13.11.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Joseph Allioli, Handelsmann in Sulzbach;
    M Anna Barbara, T des Bäckers Ruebenbauer in Sulzbach;
    Gvv 1689 aus Cannobio (Novara) eingewandert.

  • Leben

    A. war in Landshut Sailerschüler, wurde 1816 Priester und studierte in Wien, Rom und Paris orientalische Sprachen. 1823 wurde er außerordentlicher, 1824 ordentlicher Professor der orientalischen Sprachen und des Bibelstudiums in Landshut (seit 1826 in München) und 1835 Domkapitular in Regensburg, 1838 Dompropst in Augsburg. A. entsagte wegen eines Halsleidens der akademischen Laufbahn; er war Mitglied der Akademie der Wissenschaften in München und stand bei Ludwig I. in großer Gunst. Seine von zahlreichen Bischöfen empfohlene, mit päpstlicher Druckerlaubnis versehene Bibelübersetzung (6 Bände, 1830–37, letzte Ausgabe 1920) ist nach der Vulgata in verständliches Deutsch übertragen, nimmt aber in den theologisch gehaltvollen Anmerkungen auf das Hebräische und Griechische Rücksicht.

  • Werke

    Weitere W Hdb. d. bibl. Altertumskde., 1844 (mit L. C. Gratz u. D. B. Haneberg), 21848; Die Bronzetür d. Doms z. Augsburg, 1853; s. a. Dictionnaire d’Histoire et de Géographie Ecclésiastiques II, 1914, Sp. 617 f.

  • Literatur

    ADB I;
    Schematismus d. Geistlichkeit d. Bistums Augsburg f. d. J. 1874, S. 235-37;
    F. Vigouroux, Dict. de la Bible I, 1895, S. 388;
    Hurter V;
    B. Bastgen, Bayern u. d. Hl. Stuhl in d. 1. Hälfte d. 19. Jh.s II, 1940, S. 712-19, 723-30;
    J. Zinkel, Magnus Jocham, 1950, S. 46 u. ö.;
    PRE;
    RGG;
    LThK.

  • Portraits

    Lithogr. v. G. Widenbauer (s. A. Maillinger, Bilderchronik v. München IV, 1886, Nr. 861).

  • Autor/in

    Martin Grabmann
  • Empfohlene Zitierweise

    Grabmann, Martin, "Allioli, Joseph Franz von" in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 203 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd119101564.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

  • Leben

    Allioli: Dr. Joseph Franz v. A., Theologe, geb. 10. Aug. 1793 zu Sulzbach in der baierischen Oberpfalz als Sohn eines Handelsmannes, 22. Mai 1873. Er studirte Theologie in Landshut unter J. M. Sailer und empfing 11. Aug. 1816 in Regensburg die Priesterweihe. Nach zweijährigem Wirken in der Seelsorge begab sich A., um für das Universitäts-Lehramt der biblisch-orientalischen Fächer sich auszubilden, von der baierischen Staatsregieunterstützt zu weiterem Studium nach Wien, Rom und Paris; dasselbe brachte ihn in Verbindung mit Hammer, Ang. Mai und besonders mit Silv. de Sacy. Nach der Rückkehr in sein Vaterland begann er im J. 1821 das akademische Lehramt als Privatdocent an der Universität Landshut, wurde daselbst im J. 1824 ordentlicher Professor der Theologie in den Fächern der orientalischen Sprachen, der biblischen Archäologie und Exegese, und wanderte im J. 1826 mit der Universität von Landshut nach München. Nachdem er im J. 1829 einen Ruf an die Universität Freiburg abgelehnt hatte, erfolgte 1830 seine Aufnahme als Mitglied der Akademie der Wissenschaften in München. Durch ein bedenkliche Halsleiden im Lehrberufe gehemmt, trat A. im J. 1835 als Capitular in das Domcapitel zu Regensburg; im J. 1838 aber ernannte ihn der Papst zum Dompropste in Augsburg, wo er auch nach langem, thätigem Wirken für Amt und Wissenschaft sein Leben beschloß. Allioli's Hauptwerk ist die Uebersetzung und Erläuterung der heil. Schrift alten und neuen Testamentes, welche er, von J. M. Sailer angeregt, vom J. 1830 an herausgab. Das Werk erhielt die Approbation des römischen Stuhles, ist in zahllosen Exemplaren verschiedener Formen und vielen Ausgaben in Deutschland und Amerika verbreitet und wurde seinem erläuternden Theile nach in fremde Sprachen übersetzt. Außer einem unter Mitwirkung von Gratz und Haneberg bearbeiteten Handbuche der biblischen Alterthumskunde (1844) erschienen von A. auch ein Bändchen Predigten und viele kleinere Schriften theologischen, archäologischen und ascetischen Inhalts. — (Vgl. auch Sitzungsberichte der philol., philos. u. hist. Classe der k. bairischen Akademie der Wissenschaften zu München, 1874, S. 162 f.)

  • Autor/in

    Steichele.
  • Empfohlene Zitierweise

    Steichele, "Allioli, Joseph Franz von" in: Allgemeine Deutsche Biographie 1 (1875), S. 350 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd119101564.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA