Lebensdaten
1614 - 1705
Geburtsort
Miesbach
Sterbeort
München
Beruf/Funktion
Bildhauer
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 129100021 | OGND | VIAF: 28140949
Namensvarianten
  • Abendleyttner, Balthasar
  • Ableithner, Balthasar
  • Abendleyttner, Balthasar
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Zitierweise

Ableithner, Balthasar, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd129100021.html [18.06.2021].

CC0

  • Genealogie

    V wahrscheinlich Hans Ableithner, Zimmermann, Stammhof Ableiten bei Irschenberg (Kreis Miesbach), wo die Ableithner von ca. 1550 bis 1883 ansässig waren;
    10.5.1644 Barbara, T des fürstlichen Mundkochs Hans Steinmair;
    3 S, u. a. Johann Blasius Ableithner. (* 3.12.1650, 17.12.1717), Bildhauer, Franz Ableithner (getauft 10.10.1652, 17.2.1728), Bildhauer; 4 T.

  • Leben

    Durch Herzog Albrecht Siegmund, Koadjutor zu Freising, wurde A. 1627-33 bei dem herzoglichen Hofbildhauer Ch. Angermair in München in die Lehre gegeben. 1635-42 weilte er zu einem Studienaufenthalt in Rom. Am 16.3.1644 wurde er Hofbildhauer Herzog Albrechts und arbeitete auch für Herzog Maximilian Philipp, den zweiten Sohn Kurfürst Maximilians I. von Bayern. Das Viereramt in der Münchener Bildhauerzunft hatte A. 1676-80 und ein zweites Mal 1686 inne. - Der außerordentlich produktive Künstler schlägt eine Brücke von dem mehr handwerklichen Niveau einheimischer Schnitzerwerkstätten, in denen sehr häufig noch eine ununterbrochene Verbindung zur Gotik bestand, zu den bedeutenden Leistungen der bayerischen Spätbarockplastik. Trotz des langjährigen Aufenthaltes in Italien sind unmittelbare künstlerische Einwirkungen des römischen Hochbarock bei A. noch kaum spürbar. Von den vielen (urkundlich gesicherten) Werken A.s als kurbayerischer Hofbildhauer hat sich nur wenig erhalten. Seine bedeutendste Leistung auf diesem Gebiet waren die vergoldeten Ziraden auss lindtenholz in der Münchener Residenz (Päpstliche Zimmer, 1666–67, jetzt zum Teil im Bayerischen National-Museum München). A. war auch als Elfenbeinschnitzer tätig. Religiöse Arbeiten sind erst ab 1655 nachweisbar. Sein bekanntestes Werk ist die plastische Ausschmückung der Münchener Theatinerkirche (mit seinen Söhnen Johann Blasius und Franz).

  • Literatur

    A. E. Brinkmann, Barockskulptur II, in: Hdb. d. Kunstgewerbes, 1919, S. 354;
    A. Feulner, Münchner Barockskulptur, 1922, S. 1;
    H. Stern, Münchner Barockplastik v. 1660-1720, in: Münchner Jb. d. Bildenden Kunst, NF 9, 1932, S. 162-210;
    A. Ableitner u. K. Busch, Neues archival. Material üb. d. Künstlerfamilie A., ebenda, NF 11, 1934/36, H. 3/4, S. 3-10;
    A. Ableitner, Der Hofbildhauer B. A., in: Bayer. Heimat, Beil. z. Münchner Ztg., 1938, Nr. 19;
    ThB.

  • Autor/in

    Gerhard Woeckel
  • Empfohlene Zitierweise

    Woeckel, Gerhard, "Ableithner, Balthasar" in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 20 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd129100021.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA