Lebensdaten
1760 - 1823
Geburtsort
Schneidheim bei Nördlingen
Sterbeort
Augsburg
Beruf/Funktion
Komponist ; Musikschriftsteller ; Benediktiner
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 119038293 | OGND | VIAF: 71657317
Namensvarianten
  • Gregorius (als Pater)
  • Pater Gregorius
  • Bühler, Franz Gregor
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Porträt(nachweise)

Orte

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Zitierweise

Bühler, Franz, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd119038293.html [18.06.2021].

CC0

  • Leben

    B. erhielt die erste musikalische Ausbildung bei seinem Vater, einem Lehrer. 1770 kam er als Chorknabe in die Abtei Neresheim, 1775 widmete er sich in Augsburg philosophischen, theologischen und musikalischen Studien. Während seiner Novizenzeit im Benediktinerkloster zum Heiligen Kreuz in Donauwörth (Eintritt 1778) erteilte ihm Antonio Rosetti weiteren Kompositionsunterricht. 1784 zum Priester geweiht, trat er 1794 aus dem Kloster aus, um die Stiftsorganistenstelle in Bozen anzunehmen. B. wurde 1801 zum Domkapellmeister in Augsburg berufen. Er hat eine große Anzahl geistlicher und weltlicher Werke aller Gattungen hinterlassen. Sein Schaffen als Komponist und Musikschriftsteller steht ganz unter dem Aspekt der aufklärerischen und rationalistischen Bestrebungen der Kirchenmusik der damaligen Zeit. B. - der sog. „peripheren Richtung“ angehörend - schrieb seine Musik für einfache ländliche Verhältnisse, immer bestrebt um möglichste Eingänglichkeit. Eine oft reichlich primitive Musik war die Folge. Ihr kommt trotzdem eine nicht unerhebliche musikgeschichtliche Bedeutung zu: Die Weckung des Interesses in den ländlichen Gemeinden, die eine richtige dörfische Musikkultur herausbildete. Diese verhinderte in diesen Gebieten die Verbreitung der völlig aufklärerischen Richtung, die die liturgischen Elemente aus der Kirchenmusik verbannte („Liedmesse“). Die später einsetzende Restaurationsbewegung für den Choral war daher durch ein Schaffen wie B.s nicht unwesentlich erleichtert.

  • Werke

    Jesus, d. göttl. Erlöser, Oratorium;
    Die falschen Verdachte, Oper;
    Etwas üb. d. Musik. 1811;
    vollst. Verz. in: Eitner.

  • Literatur

    ADB III (W);
    O. Ursprung, Die kath. Kirchenmusik, 1931, S. 254 ff.;
    E. L. Gerber, Neues Tonkünstler-Lex., 1813;
    Fétis;
    U. Kornmüller, Lex. d. kirchl. Tonkunst, 1870;
    Riemann.

  • Autor/in

    Günther Schmidt
  • Empfohlene Zitierweise

    Schmidt, Günther, "Bühler, Franz" in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 726 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd119038293.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

  • Leben

    Bühler: Franz Gregor B., Componist und Musikschriftsteller, geb. am 12. April 1760 zu Schneidheim bei Nördlingen, trat 1778 beim heil. Kreuz zu Donauwörth in den Benedictinerorden, war seit 1794 Organist an der Pfarr- und Collegiatskirche zu Botzen, seit 1801 Domcapellmeister in Ausgsburg und starb daselbst am 4. Februar 1824. Unter seinen zum Theil bei André in Offenbach und Lotter in Augsburg gedruckten Compositionen befinden sich: „Messen“ op. 1, 3, 4, 8 etc.; „Hymni vespertini,“ op. 2; „Traueramt"; 6 „Requiem“ und 3 „Libera“, op. 5; „Vesperandacht"; 2 Hefte Orgelstücke, Claviersonaten, Lieder, Clavierstücke. Ferner hat er zwei Schriften veröffentlicht: „Etwas über Musik, Orgel etc.“ 1815; „Partiturregeln in kurzem Auszug“ 1793, fernere vermehrte Auflagen 1814, 1817, 1827. Sein Nekrolog in der Cäcilia I, 80.

  • Autor/in

    v. Dommer.
  • Empfohlene Zitierweise

    Dommer, Arrey von, "Bühler, Franz" in: Allgemeine Deutsche Biographie 3 (1876), S. 510 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd119038293.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA