Lebensdaten
1902 bis 1967
Geburtsort
Dresden
Sterbeort
Leipzig
Beruf/Funktion
Chemiker
Konfession
evangelische Eltern
Normdaten
GND: 138371733 | OGND | VIAF: 89922117
Namensvarianten
  • Meyer, Walter
  • Meyer, Walther

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Zitierweise

Meyer, Walter, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd138371733.html [03.08.2020].

CC0

  • Genealogie

    V Gustav Adolf ( 1902, ev.), Kaufm.;
    M Elfrieda Lina Ansorge (ev.);
    Stief-V Franz O'Stückenberg|(* 1857), Maler (s. ThB): – Leipzig 1934 Margarethe Emma (* 1903), T d. Mechanikers Willibald Gustav Walther aus Großzschocher b. L. u. d. Rosamunde Emma Lässig;
    2 S.

  • Leben

    In seiner Vaterstadt besuchte M. das Annen-Realgymnasium und absolvierte nach dem Abitur eine pharmazeutische Lehre in der Hirsch-Apotheke zu Schellerten. Anschließend studierte er an der TH Dresden Chemie, Lebensmittelchemie und besonders Technologie bei A. R. Heiduschka und W. König. Durch die Inflationszeit wurde sein Studium unterbrochen. Nach einer kurzen Assistentenzeit in einem öffentlichen Chemischen Laboratorium in Dresden begann M. 1926 seine Tätigkeit als Betriebs- und Produktionsleiter sowie als Chefchemiker in der Industrie. Er war 1926/27 als Laboratoriumsvorstand und Betriebsleiter bei der Firma Th. Teichgräber AG in Leipzig tätig. Zwischendurch studierte M. 1927/28 an der Univ. Leipzig bei E. Jacobi Sozial- und Arbeitsrecht. Seine Tätigkeit als pharmazeutischer Chemiker bei dem Mitteldeutschen Biologischen Laboratorium Schwerdtfeger in Leipzig endete 1940 infolge des Krieges. Während des 2. Weltkrieges war M. in verschiedenen Lazaretten, Sanitätsparks und Heeres-Untersuchungsstellen beschäftigt. Nach seiner Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft ging er 1946 zunächst wieder in die Industrie und wurde 1947 unter O. Keller an der Univ. Jena zum Dr. rer. nat. promoviert. Seit 1950 wirkte er in Leipzig als Produktions- und Forschungsleiter besonders auf dem Gebiet der zahnärztlichen Arznei- und Hilfsmittel. In einem Buch (1958) faßte er sein umfangreiches Wissen auf diesem Gebiet zusammen. Von der Industrie- und Handelskammer Sachsen wurde er zum vereidigten Sachverständigen für technische und kosmetische Chemie bestellt. 1952 wurde er in Leipzig Leiter einer eigenen naturwissenschaftlich-technischen Forschungs- und Entwicklungsstelle. Dort entwickelte und produzierte er eine Reihe chemischpharmazeutischer Präparate. M. trat auch als Fachjournalist hervor; er war seit 1928 Berichterstatter für die Leipziger Messe. In ca. 50 verschiedenen Fachzeitschriften veröffentlichte er eine beträchtliche Anzahl größerer und kleinerer Arbeiten, darunter auch die Beantwortung von Leserbriefanfragen in „Fragekästen“, die er mit „My“ signierte. Viele seiner Arbeiten gingen in F. Gstirners „Handbuch der galenischen Pharmazie“ (1936) ein, andere wurden im Ergänzungsbuch zum Deutschen Arzneibuch ausgewertet. Seinen Namen findet man in zahlreichen Manualen und Reagentienverzeichnissen. Er übersetzte A. P. Wilsons „Precipitated Chalk, History, Manufacture and Standardization“ (1935). M. war Mitglied des Reichsverbandes Deutscher Schriftsteller, Mitarbeiter im Gutachterausschuß „Nahrungsmittel“ der „Kammer der Technik“ des Deutschen Amtes für Material- und Warenprüfung der DDR.

  • Werke

    Der Gifthandel, 1951;
    Zahnärztl. Arznei- u. Hilfsmittel, 1958.

  • Literatur

    Dt. Drogisten-Ztg. 7, 1952, S. 587 (P);
    Chemiker-Ztg. 76, 1952, S. 822 (P);
    Der Morgen v. 20.10.1956 (P);
    Dt. Apotheker-Ztg. 102, 1962, S. 1624 (P);
    Brauwelt 92, 1962, S. 1260 (P);
    Pogg. VI, VII a.

  • Autor/in

    Holm-Dietmar Schwarz
  • Empfohlene Zitierweise

    Schwarz, Holm-Dietmar, "Meyer, Walter" in: Neue Deutsche Biographie 17 (1994), S. 375 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd138371733.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA