Lebensdaten
1840 bis 1926
Geburtsort
Callenberg bei Waldenburg (Sachsen)
Sterbeort
Dresden
Beruf/Funktion
Fabrikant
Konfession
evangelische Familie
Normdaten
GND: 138341370 | OGND | VIAF: 89896031
Namensvarianten
  • Meurer, Gottlob Siegfried

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Zitierweise

Meurer, Gottlob Siegfried, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd138341370.html [03.12.2020].

CC0

  • Genealogie

    V Moritz (s. Gen. 1);
    M N. N. Petzolt ( 1848);
    Stief-M (seit 1852) Auguste Hartenstein;
    Ov Friedrich (s. 1);
    B Moritz (1839–1916). Maler (s. L), Gottlob Coelestin, Fabr., Teilhaber M.s;
    N. N.;
    S Conrad (* 1872). Fabr., Nachf. M.s. (s. Wenzel).

  • Leben

    M. besuchte die Gewerbeschule in Chemnitz, danach war er dort als Maschineningenieur bei der Firma Richard Hartmann sowie als Textilingenieur in Glauchau tätig. Mit bescheidenen Mitteln gründete er 1871 in Pirna eine kleine Gelbgießerei, in der vor allem Gewichte hergestellt wurden. 1873 übersiedelte die Firma „G. Meurer“ nach Dresden, wo zunächst von M. entwickelte Spirituskocher und Kunstgegenstände aus vernickeltem Gußeisen produziert wurden. M. leitete das Unternehmen anfangs gemeinsam mit seinem Bruder Gottlob Coelestin, seit 1891 mit seinem Sohn Conrad. 1901 wurde der expandierende Betrieb nach Cossebaude bei Dresden verlegt. Der wachsende Absatz seiner neuen Gasöfen und -herde ermöglichte M. 1911 die Gründung der „Eisenwerke G. Meurer GmbH“ in Tetschen/Elbe zur Belieferung des österr. Marktes. In Budapest und Barcelona wurden Montagefilialen errichtet. Noch vor dem 1. Weltkrieg erfolgten der Zusammenschluß der Eisenwerke mit der Exportfirma „Haller-Werke AG“ in Hamburg und der Ausbau eines großen Emaillierwerkes in Königsbrück bei Dresden. Das Gesamtunternehmen hatte zu dieser Zeit rund 2500 Beschäftigte.

    M. zählte zu jenen schöpferischen Unternehmerpersönlichkeiten in Sachsen, die kleine Firmen mit Tatkraft und Geschick zu Großbetrieben von überregionaler Bedeutung ausbauten und so einen wichtigen Beitrag zum wirtschaftlichen Aufschwung des Landes leisteten. Dabei kamen M. seine besonderen technischen Kenntnisse und Fähigkeiten zugute. Viele seiner Ideen zu technischen Verbesserungen und neuen Verfahren wurden in seinem Unternehmen industriell verwertet und erfolgreich vermarktet. Auch international bekannt wurden die von ihm hergestellten „Prometheus“-Gasöfen. M. schied 1911 aus der Unternehmensleitung aus, stand seinem Sohn aber weiterhin beratend zur Seite. Der Stammbetrieb der M.schen Eisenwerke wurde nach dem 2. Weltkrieg verstaatlicht und bestand als VEB Wärmegerätewerk Cossebaude fort.|

  • Auszeichnungen

    KR (1908).

  • Literatur

    W. Fischer, G. S. M., e. sächs. Großindustrieller, in: Sächs. Heimat, 1972, S. 96 f. (P).Zu Moritz ( 1916): Dasgeistige Dtld. am Ende d. 19. Jh., 1898;
    Wi. 1912;
    DBJ Überleitungsbd. I, Tl. 1916;
    ThB.

  • Autor/in

    Andreas Kieselbach
  • Empfohlene Zitierweise

    Kieselbach, Andreas, "Meurer, Gottlob Siegfried" in: Neue Deutsche Biographie 17 (1994), S. 267 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd138341370.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA