Lebensdaten
1872 bis 1951
Geburtsort
Danzig
Sterbeort
Berlin
Beruf/Funktion
Physiker ; Erfinder
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 135647487 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Bronk, Otto von

Porträt(nachweise)

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Bronk, Otto von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd135647487.html [14.12.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Franz (1823–80), S des Peter, beide Grundbesitzer in Podjass (Westpreußen), und der Elisabeth Kozyizkowska;
    M Modesta, T des Stanislaus von Kalkstein, Gutsbesitzer, und der Wilhelmine Neufeld (evangelisch);
    Berlin 1904 Helene (evangelisch), T des Friedrich Püschel, Zimmermeister, und der Caroline Seker; 1 S.

  • Leben

    B. wandte sich schon in jungen Jahren der Elektrophysik zu und beschäftigte sich in einem zusammen mit F. Clausen gegründeten Laboratorium mit Versuchen und Vorträgen über die drahtlose Telegraphie und die Röntgenstrahlentechnik und mit der Herstellung von Selenzellen. Die Beschäftigung mit den letzteren regte ihn schon früh zu Erfindungen auf dem Gebiet des Fernsehens an. In einem Patent von 1902 gibt er z. B. bereits eine Lösung für das Farbfernsehen mit den damals zur Verfügung stehenden Mitteln an. - 1911 trat B. bei Telefunken ein und übernahm die Leitung der Patentabteilung, die dann ein Vierteljahrhundert in seiner Hand lag. Aus seiner ersten Zeit bei Telefunken stammt die grundlegende Erfindung der Hochfrequenzverstärkung sowie die der Reflexschaltung. Seine Arbeit als patentrechtlicher Betreuer des großen Unternehmens bewies großen Weitblick. Es gelang ihm, einen Besitzstand an deutschen und ausländischen Patenten aufzubauen, die nach dem 1. Weltkrieg seiner Gesellschaft eine sehr starke Position bei den Verhandlungen über Patentaustausch-Abkommen mit führenden ausländischen Gesellschaften sicherten. Eine großzügige Lizenzpolitik der Telefunken GmbH sorgte dafür, daß die Früchte seiner Arbeit auch den anderen Unternehmungen der aufblühenden deutschen Rundfunkindustrie zugute kamen.

  • Werke

    Die hist. Entwicklung d. Elektronenröhren in d. drahtlosen Telegr., in: Telefunken-Ztg. 6, Nr. 32/33, Sept. 1923, S. 7-19;
    Telefunkens Patentbesitz, in: Festschr. 25 J. Telefunken, 1928, S. 103 bis 113.

  • Literatur

    F. Schröter, O. v. B. (25 J. b. Telefunken), in: Telefunken-Ztg. 17, Nr. 73, Juli 1936, S. 84;
    H. Lux, ebenda, 24, Nr. 92, Okt. 1951, S. 128.

  • Autor/in

    Robert Piloty
  • Empfohlene Zitierweise

    Piloty, Robert, "Bronk, Otto von" in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 633 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd135647487.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA