Lebensdaten
1906 bis 1979
Geburtsort
Baden (Schweiz)
Sterbeort
Darmstadt
Beruf/Funktion
Professor für Mechanik
Konfession
katholisch,evangelisch
Normdaten
GND: 128961708 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Marguerre, Karl
  • Marguerre, K.
  • Marguerre, Carl

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Zitierweise

Marguerre, Karl, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd128961708.html [21.11.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Friedrich (1878–1964), Dipl.-Ing., Gen.dir. d. Großkraftwerk AG in Mannheim (s. L), aus Belgien, u. d. N. N. Kufferath;
    M N. N. Schmalhausen;
    Ur-Groß-Ov Joh. Hermann Kufferath ( 1864), Dirigent, Komponist (s. NDB 13);
    - Karlsruhe 1932 Renate (* 1912), T d. Wilhelm Spannhake (1881–1959), Prof. d. Hydrodynamik in Karlsruhe, u. d. Emmy Schmidt;
    1 S, 4 T.

  • Leben

    M. studierte 1924-29 zunächst Chemie und anschließend Mathematik in Karlsruhe und Göttingen. Während eines Studienaufenthalts in Brüssel entstand seine Dissertation, mit der er 1932 bei Th. Pöschl und K. v. Sanden promovierte. Nach Habilitation in Karlsruhe (1935) trat er in das Institut für Festigkeitslehre der Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt (DVL) in Berlin ein und wurde 1944 zum Professor im Reichsdienst ernannt. Nach Kriegsende ging er zur franz. Luftfahrtforschung (ONERA) nach Paris und wurde 1947 als o. Professor für Mechanik an die TH Darmstadt berufen. Dieser blieb er trotz ehrenvoller Rufe bis zu seinem Lebensende treu verbunden.

    Seine Forschungsarbeiten erstrecken sich über einen weiten Bereich der Elastomechanik und der klassischen Schwingungslehre. Zusammen mit anderen namhaften Wissenschaftlern wie W. Flügge und H. Ebner hat M. mit seinen Arbeiten bei der DVL den Flugzeugbau und darüber hinaus den modernen Leichtbau entscheidend beeinflußt. Er wandte sich dabei besonders drei Schwerpunkten zu: Stabilitätsproblemen, Energiemethoden und Ermittlung von Spannungsfunktionen. International fanden seine neuen Erkenntnisse über die „mittragende Breite“ und die Grundgleichungen für die Platte großer Durchbiegung besonderes Interesse. Letztere werden in der Fachliteratur häufig als „Marguerresche Gleichungen“ zitiert. Während seiner Darmstädter Zeit setzte er die Arbeiten auf diesen Gebieten fort. Besondere Verdienste erwarb er sich hier bei beginnendem Einsatz von EDV-Anlagen um die Methode der Übertragungsmatrizen. Mit großem Engagement bemühte er sich um den wissenschaftlichen Nachwuchs. Aus seiner Schule ist eine Reihe von Hochschullehrern hervorgegangen. Dreimal war er Dekan der Fakultät für Mathematik und Physik. In schwierigen Jahren leitete er die Hochschule als Rektor. Neben seiner Tätigkeit als Lehrer und Forscher war M. Gründer und Dirigent von Hochschulorchester und -chor. In einer Vielzahl von öffentlichen Konzerten hat er sich einen Namen in der Darmstädter Musikwelt erworben.|

  • Auszeichnungen

    Dr.-Ing. E.h.; Mitgl. d. Leopoldina.

  • Werke

    u. a. Die mittragende Breite d. gedrückten Platte, in: Luftfahrtforschung 14, 1937, S. 121-28;
    Zur Theorie d. gekrümmten Platte großer Formänderung, in: Proc. 5th Internat. Congress of Applied Mechanics, 1938, S. 93-101;
    Matrices of Transmission in Beam Problems, in: Progress in Solid Mechanics 1, 1960, S. 61-82;
    Techn. Mechanik, 3 Bde., 1968-73;
    Elastic Plates, 1969;
    Techn. Schwingungslehre, 1979.

  • Literatur

    E. Giencke, in: Zs. f. Flugwiss. 24, 1976, S. 162 f.;
    W. Schnell, in: Jb. 1979 d. DGLR, Btr. 17, S. 59-61;
    Pogg. VII. - Zu V Friedrich: H. Reschke, in: Mannheimer Hh. 1964, Nr. 3 (P).

  • Autor/in

    Walter Schnell
  • Empfohlene Zitierweise

    Schnell, Walter, "Marguerre, Karl" in: Neue Deutsche Biographie 16 (1990), S. 171 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd128961708.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA