Lebensdaten
1798 bis 1854
Beruf/Funktion
Professor der Pharmazie und Chemie in Jena
Konfession
evangelisch?
Normdaten
GND: 117086169 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Wackenroder, Heinrich Wilhelm Ferdinand
  • Wackenroder, Ferdinand
  • Wackenroder, Heinrich Wilhelm Ferdinand

Verknüpfungen

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Zitierweise

Wackenroder, Ferdinand, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd117086169.html [22.01.2019].

CC0

  • Leben

    Wackenroder: Heinrich Wilhelm Ferdinand W., Dr. Phil., bedeutender Pharmaceut um die Mitte dieses Jahrhunderts, geboren am 8. März 1798 zu Burgdorf im Königr. Hannover. Er studirte 1825—26 in Göttingen; später, nach seiner in Erlangen erfolgten Promotion, war er als Pharmaceut in Celle beschäftigt. Im J. 1828 finden wir ihn als Privatdocent in Göttingen, von wo er noch in demselben Jahre als außerordentlicher Professor nach Jena berufen wurde, das von da bis zu seinem Tode die Stätte seiner Thätigkeit blieb. Er gründete in Jena ein pharmaceutisches Institut, dessen Director er wurde. Daneben bekleidete er seit 1836 eine ordentliche Professur. Außerdem war er Inspector der Apotheken des Großherzogthums Sachsen. Er starb zu Jena am 4. September 1854. Von seinen Schriften sind zu nennen: „Commentatio de anthelminticis regni vegetabilis praemio regio ornata“ (Götting. 1826); „Chemische Tabellen zur Analyse der anorganischen Verbindungen und ausführliche Charakteristik der anorg. Salze, Basen und Säuren" (1829, 5. Aufl. 1843); „Anleitung zur qualitativen chemischen Analyse" (1836); „Ausführliche Charakteristik der stickstofffreien organischen Säuren nebst Anleitung zur qualitativen chemischen Analyse“ (1841); „Kleine analytisch-chemische Tabellen etc.“ (1847); „Commentatio de cerevisiae vera mixtione et indole chemica etc.“ (1850); „Chemische Classification der einfachen und zusammengesetzten Körper“ (1851). Ferner gab er das „Archiv der Pharmacie“ heraus und zwar zuerst mit R. Brandes (Bd. XV—XXIV), dann mit Brandes und Bley (Bd. XXV bis XXXII), dann mit Bley allein bis zu seinem Tode. Außerdem schrieb er zahlreiche Aufsätze chemischen und pharmaceutischen Inhalts in einer Reihe vor Zeitschriften, z. B. in Kastner's Archiv, Erdmann's Journ. f. pr. Ch., Liebig's|Annalen, Trommsdorff's Neues Journal, Göttinger gel. Anzeigen, Froriep's Notizen etc. Sein Nachfolger im Amte war sein Schüler Hermann.

    • Literatur

      Vgl. Poggendorff, Biogr.-litter. Handwörterbuch. — J. Günther, Lebensskizzen der Professoren d. Univ. Jena von 1558—1858.

  • Autor/in

    Carl Oppenheimer.
  • Empfohlene Zitierweise

    Oppenheimer, Carl, "Wackenroder, Ferdinand" in: Allgemeine Deutsche Biographie 40 (1896), S. 443-444 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd117086169.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA