Lebensdaten
1813 bis 1879
Geburtsort
Halberstadt
Sterbeort
Braunschweig
Beruf/Funktion
Mühlenbauer
Konfession
evangelische Familie
Normdaten
GND: 137892489 | OGND | VIAF

Verknüpfungen

Verknüpfungen auf die Person andernorts

Weitere Erwähnungen in der NDB/ADB

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Zitierweise

Luther, Gottlieb, Indexeintrag in: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/gnd137892489.html [06.12.2016].

CC0

Luther, Gottlieb

* 6.3.1813 Halberstadt, 23.4.1879 Braunschweig.

  • Genealogie

    V Joh. Gottlieb (1778–1805), Müller in Aspenstedt u. H., Hofbes. in Dingelstedt, S d. Müllers Joh. Konrad (1736–96) in H. u. d. Margarethe Elisabeth Borchert aus Burgstedt; M Dorothea Henriette Dohmeyer; Königslutter 1846 Sophie Dorothea (1823–91), T d. Ölmühlenbes. Heinrich Wilhelm Schaper in Königslutter; 3 S, 2 T, u. a. Hugo (s. 2).

  • Leben

    L. lernte in Rüningen das Müllerhandwerk und wurde 1835 Meister der Braunschweiger Müllergilde. Danach arbeitete er einige Jahre in der Ölmühle seines späteren Schwiegervaters in Königslutter. Früh erkannte L. die Bedeutung neuer technischer Verfahren und der Dampfkraft, die erstmals in Deutschland 1822 in Berlin für den Antrieb einer Mühle eingesetzt worden war. 1845 baute er in Clausthal noch eine Holländer-Windmühle. 1846 zog er nach Wolfenbüttel und gründete dort eine Werkstatt, in der er Reparaturen ausführte und einfache Müllereimaschinen und hydraulische Pressen herstellte, wozu er die größeren Teile aus den staatlichen Eisengießereien im Harz bezog. Mit den Geldmitteln seines Partners Peters erweiterte er den Betrieb 1852 zur ersten Dampfmühlenbau-|Anstalt im Herzogtum Braunschweig. Aus ihr entwickelte sich die erste deutsche Spezialfabrik für Mühlenbau. 1869 vergrößerte er sie um eine Eisengießerei und eine Sägemühle und baute nun Ölmühlen, Wasserräder, Francis-Turbinen und Dampfmaschinen. Bald gab es im südlichen Niedersachsen keine Mühle, die L. nicht gebaut oder umgebaut hatte. 1875 trennte er sich von seinem Teilhaber und verkaufte den Betrieb in Wolfenbüttel an Max Ehrhardt, der ihn als Maschinenfabrik weiterführte. Zusammen mit seinem Sohn Hugo gründete L. 1875 in Braunschweig die „Maschinenfabrik und Mühlenbauanstalt G. Luther“. 1877/78 erweiterte er die Fabrik um ein neues Werk. Das Unternehmen gehörte bald zu den bekanntesten Mühlenbauanstalten im Deutschen Reich. 1878 kaufte L. noch die Rüninger Mühle, seine frühere Lehrstätte, und verbrachte dort sein letztes Lebensjahr.

  • Autor

    Hans Christoph Graf von Seherr-Thoß
  • Empfohlene Zitierweise

    Seherr-Thoß, Hans Christoph Graf von, "Luther, Gottlieb" in: Neue Deutsche Biographie 15 (1987), S. 542 f. [Onlinefassung]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/gnd137892489.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

Artikel noch nicht erschlossen.