Lebensdaten
1831 bis 1895
Geburtsort
Leipzig
Sterbeort
Paris
Beruf/Funktion
Bibliograph ; Buchhändler
Konfession
französisch-reformiert
Normdaten
GND: 137872291 | OGND | VIAF: 100278782
Namensvarianten
  • Lorenz, Otto

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Zitierweise

Lorenz, Otto, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd137872291.html [22.09.2020].

CC0

  • Genealogie

    V Christian Augustin (1783–1854), Kramermeister in L., S d. Domvikars Joh. Gottfried in Merseburg;
    M Louise Henriette (1798–1866), T d. Jagdsekr. Traugott Benjamin Löwe (1764–1845) in Dresden u. d. Aimée Friederike Bassenge;
    Ur-Gvm Charles Frédéric Bassenge (1748–1829), Handschuhfabr., Freund Schillers u. Körners;
    Groß-Om Heinrich Bassenge (1776–1840), Bankier in Dresden;
    Groß-Tante-m Pauline Bassenge ( Philipp Otto Runge, 1810, Maler);
    B Moritz Heinrich (1823–95), Kaufm. u. Stadtrat in L., Max Augustin (1838–79), Spinnereibes. in Lunzenau u. Nossen; Halbschwester(n) Agnes Friederike ( Ludwig Hirzel, 1801–41, Prof. d. Theol. in Zürich, Hebraist, s. ADB XII).

  • Leben

    Über L.s Jugend und seine Ausbildung ist nichts bekannt. Seit 1855 war er in Paris ansässig und arbeitete zunächst bei dem Verleger und Buchhändler Charles Reinwald an dessen „Catalogue annuel de la librairie française“ (1858-69) mit. 1861 erwarb er die franz. Staatsbürgerschaft und eröffnete eine eigene Kommissionsbuchhandlung am Boulevard de Sébastopol. Nach schwierigen und kostspieligen Vorbereitungen begann 1867 in Lieferungen sein „Catalogue général de la librairie française“ zu erscheinen, der im Anschluß an die Bibliographien von Jacques-Charles Brunet und Joseph-Marie Quérard die französischsprachige Buchproduktion der Jahre 1840-85 erfaßt. Der Berichtszeitraum wurde ständig erweitert und das Material durch Sachregister erschlossen. L. betreute die Redaktion der ersten elf Bände und verkaufte das Unternehmen 1889 an K. Nilsson. Unter Beibehaltung des Namens seines Begründers wurde es von verschiedenen Herausgebern bis 1945 fortgeführt. Anschließend an Reinwalds Werk erschien L.s „Catalogue annuel de la librairie française“ 1876. Als Fortsetzung dazu veröffentlichte er den „Catalogue mensuel de la librairie française“ (7 Bde., 1877–83), den Nilsson 1884 ebenfalls|übernahm. 1888 zog sich L. aus dem Geschäftsleben zurück. Seine bibliographischen Veröffentlichungen sind von grundlegender Bedeutung für den Aufbau des modernen franz. Buchhandels. Neben Bernard Quaritch (1819–99) und Nikolaus Trübner (1817–84), die sich beide 1842 in London niederließen, ist L. der dritte große deutschstämmige Bibliograph und Buchhändler jener Zeit, der im Ausland zu Ansehen gelangte.

  • Literatur

    Nachrr. aus d. Buchhandel u. d. verwandten Geschäftszweigen f. Buchhändler u. Bücherfreunde, Nr. 77 v. 2.4.1895, S. 646;
    Vorwort zu: Cat. général de la librairie française 1-11, 1867-88 (Nachdr. 1966);
    Vorwort zu: Cat. annuel de la librairie française pour 1876, 1877;
    Vorwort zu: Cat. mensuel de la librairie française, Années 1877 à 1883, 1877-83.

  • Autor/in

    Dietrich Briesemeister
  • Empfohlene Zitierweise

    Briesemeister, Dietrich, "Lorenz, Otto" in: Neue Deutsche Biographie 15 (1987), S. 178 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd137872291.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA