Lebensdaten
1893 bis 1964
Geburtsort
Tandjong-Morawa (Sumatra)
Sterbeort
München
Beruf/Funktion
Mathematiker
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 120894866 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Loebell, Frank
  • Löbell, Frank
  • Loebell, Frank
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Zitierweise

Löbell, Frank, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd120894866.html [22.09.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Eduard (1864–98), Dr. med., Arzt, S d. Eduard (1825–89), Dr. med., Arzt in Niederländ.-Indien, u. d. Adriane Caroline van Swieten;
    M Elisabet (1875–1952), T d. Pfarrers Hermann Ziegele u. d. Marie Preu;
    Ur-Gvv Sigismund (1792–1869), Prof. d. Rechte in Marburg (s. ADB 19);
    - Bempflingen 1924 Marta (1900–84, Cousine 2. Grades), T d. Pfarrers Paul Ziegele u. d. Berta v. Jan;
    3 S, 1 T, u. a. Dietrich (* 1928), Dr. rer. nat., Dir. in Fa. Siemens, Maria ( Thomas Eisner, * 1928, Prof. d. Biol. in Boston).

  • Leben

    Die Schulzeit verbrachte L. in Ludwigsburg und in Straßburg. Hier begann er 1912 das Studium der Mathematik und Physik bei F. Braun (Physik) und G. Faber, R. v. Mises, F. Schur, H. Weber und J. Wellstein. Nach längerer Unterbrechung durch Krankheit und Krieg konnte er 1918/19 sein Studium in Freiburg, danach in Tübingen bei G. Hessenberg und R. König fortsetzen und 1920/21 mit den Dienstprüfungen für das höhere Lehramt in Württemberg abschließen. Nach kurzem Schuldienst war er seit 1922 als Assistent für Höhere Mathematik bei W. Kutta an der TH Stuttgart tätig. 1926 wurde er mit der Arbeit „Die überall regulären unbegrenzten Flächen fester Krümmung“ in Tübingen bei K. Kommerell und G. Hessenberg promoviert. Dem Themenkreis seiner Dissertation widmete er sich weiterhin, später gewann er auf diesem Gebiet wichtige neue Ergebnisse, so in seiner Habilitationsarbeit (1928) über Probleme der geodätischen Linien auf den Clifford-Kleinschen Flächen (TH Stuttgart). 1930 folgte dort ein Lehrauftrag für Geometrie der Kurven und Flächen, Höhere Algebra und Funktionentheorie, und schon 1931 berief man ihn, nach kurzer Vertretung, auf das Ordinariat für Darstellende Geometrie. 1934 wurde er o. Professor und Direktor des Instituts für Geometrie an der TH München (Emeritierung 1959). 1946/47 war er Dekan, 1947/48 Prodekan der Fakultät für Allgemeine Wissenschaften, 1948-50 Prorektor. – L.s wissenschaftliche Arbeiten befruchteten nahezu das Gesamtgebiet der Geometrie, so z. B. die Darstellende (Konstruktive) Geometrie durch neue Lehrmethoden, die Nichteuklidische Geometrie durch Einführung eines vektorähnlichen Kalküls, die Differentialgeometrie durch konsequente Verwendung der damals neuen Vektordarstellung zusammen mit der kinematischen („natürlichen“) Methode, die Flächenabbildungen und Kartenprojektionen durch Ausarbeitung und Einführung der exakten differentialgeometrischen Beziehungen.|

  • Auszeichnungen

    Mitgl. d. Bayer. Ak. d. Wiss. (1947), Ehrenmitgl. d. Keplerges. Weil der Stadt (1960).

  • Literatur

    J. Lense, in: Jb. d. Bayer. Ak. d. Wiss. 1964, S. 201-07 (P);
    O. Baier u. H. Lenz, in: Jb. d. Dt. Math.-Ver. 70, 1967, S. 1-15 (W-Verz.);
    Pogg. VI, VII a.

  • Autor/in

    Gottlob Kirschmer
  • Empfohlene Zitierweise

    Kirschmer, Gottlob, "Löbell, Frank" in: Neue Deutsche Biographie 15 (1987), S. 21 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd120894866.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA