Adalbero
- Lebensdaten
- erwähnt 887, gestorben 909
- Geburtsort
- Dillingen a.d. Donau
- Beruf/Funktion
- Bischof von Augsburg ; Bischof ; Erzieher
- Konfession
- katholisch
- Normdaten
- GND: 102417946 | OGND | VIAF: 2858574
- Namensvarianten
-
- Adelbero
- Adelbero von Augsburg
- Adalbero von Augsburg
- Adalbero
- Adelbero
- Adelbero von Augsburg
- Adalbero von Augsburg
- Adalbero, Augustanus
- Adalbero, Bischof
- Adelbero, von Augsburg
- Adalbero, Seliger
- Adalpero, von Augsburg
- Adalbéron, de Dillingen
- Adalbéron, Abbé
- Adalbéron, Evêque
- Adalbéron, d'Ellwangen
- Adhalbero, Augustanus
- Athalbero, Augustanus
- Augustanus, Adalbero
- Adalbero, Bischoph
Vernetzte Angebote
- * Bayerisches Musikerlexikon Online (BMLO) [2005-]
- * Neue Deutsche Biographie (NDB) [1953] Autor/in: Zoepfl, Friedrich (1953)
- * Allgemeine Deutsche Biographie (ADB) [1875-1912] Autor/in: Steichele (1875)
- * Personen in bayerischen historischen biographischen Lexika. Baader / Lipowsky. 1821 ff. [1804-1825]
- Deutsche Digitale Bibliothek
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-
Adalbero (Adelbero)
Bischof von Augsburg (seit 887), † 28.4.909 (begraben Sankt Afra in Augsburg).
-
Biographie
A. war edler Abstammung; nicht zu erweisen ist, daß er aus dem Geschlecht der (späteren) Grafen von Dillingen stammte, ein Onkel des heiligen Udalrich, Bischofs von Augsburg, und in seiner vorbischöflichen Zeit Kommendatarabt des Stifts Ellwangen¶ war.
A. war einer der nächsten Ratgeber König Arnulfs, den er im Herbst 895 zur Kaiserkrönung nach Rom begleitete. Auf dessen Veranlassung stellte er in der Abtei Lorsch¶, die ihm für diesen Zweck übertragen war, die Zucht wieder her. Unter Ludwig dem Kinde, den er getauft und erzogen hatte, stieg sein Einfluß auf die Reichsgeschäfte noch weiter, und er wurde geradezu als die rechte Hand des Königs angesehen. Wir finden ihn daher von 900-909 fast ständig in seiner Umgebung. Ludwig selbst gedenkt A.s in den Urkunden in den ehrendsten Worten („getreuester Erzieher“, „geliebter Lehrer“, „geistlicher Vater“). Seine besondere Gunst schenkte A. dem Kloster St. Gallen¶, dem er mehrmals königliche Hulderweise zuwandte. Zeitgenössische Quellen (Regino von Prüm, Gerhard von Augsburg) heben seine Klugheit, seine wissenschaftliche Bildung und seine musikalische Begabung hervor. Über seine Tätigkeit als Bischof ist nichts bekannt.
-
Literatur
ADB I (unter Adelbero);
P. Braun, Gesch. d. Bischöfe v. Augsburg I, 1813, S. 151-72;
Vita v. Abt Uodalscalc v. St. Ulrich u. Afra in Augsburg, hrsg. v. Ph. Jaffé, in: A. v. Steichele, Arch. f. d.|Gesch. d. Bistums Augsburg 3, 1860, S. 1-9 (dazu Wattenbach - Holtzmann I, S. 258 f.);
E. Dümmler, Gesch. d. ostfränk. Reiches III, ²1888, S. 498 f. u. ö.;
A. Schröder, in: HJb. 22, S. 279;
Hauck II, S. 807 u. ö.;
H. J. Wetzer - B. Welte I, ²1882;
Bibl. hagiographica latina I, 1898;
Dictionnaire d’Histoire et de Géographie Ecclésiastiques I, 1912;
LThK. -
Autor/in
Friedrich Zoepfl -
Zitierweise
Zoepfl, Friedrich, "Adalbero (Adelbero)" in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 39-40 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd102417946.html#ndbcontent