Adalbero

Lebensdaten
erwähnt 887, gestorben 909
Geburtsort
Dillingen a.d. Donau
Beruf/Funktion
Bischof von Augsburg ; Bischof ; Erzieher
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 102417946 | OGND | VIAF: 2858574
Namensvarianten

  • Adelbero
  • Adelbero von Augsburg
  • Adalbero von Augsburg
  • Adalbero
  • Adelbero
  • Adelbero von Augsburg
  • Adalbero von Augsburg
  • Adalbero, Augustanus
  • Adalbero, Bischof
  • Adelbero, von Augsburg
  • Adalbero, Seliger
  • Adalpero, von Augsburg
  • Adalbéron, de Dillingen
  • Adalbéron, Abbé
  • Adalbéron, Evêque
  • Adalbéron, d'Ellwangen
  • Adhalbero, Augustanus
  • Athalbero, Augustanus
  • Augustanus, Adalbero
  • Adalbero, Bischoph

Vernetzte Angebote

Verknüpfungen

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Adalbero, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd102417946.html [23.01.2026].

CC0

  • Adalbero (Adelbero)

    Bischof von Augsburg (seit 887), 28.4.909 (begraben Sankt Afra in Augsburg).

  • Biographie

    A. war edler Abstammung; nicht zu erweisen ist, daß er aus dem Geschlecht der (späteren) Grafen von Dillingen stammte, ein Onkel des heiligen Udalrich, Bischofs von Augsburg, und in seiner vorbischöflichen Zeit Kommendatarabt des Stifts Ellwangen war.

    A. war einer der nächsten Ratgeber König Arnulfs, den er im Herbst 895 zur Kaiserkrönung nach Rom begleitete. Auf dessen Veranlassung stellte er in der Abtei Lorsch, die ihm für diesen Zweck übertragen war, die Zucht wieder her. Unter Ludwig dem Kinde, den er getauft und erzogen hatte, stieg sein Einfluß auf die Reichsgeschäfte noch weiter, und er wurde geradezu als die rechte Hand des Königs angesehen. Wir finden ihn daher von 900-909 fast ständig in seiner Umgebung. Ludwig selbst gedenkt A.s in den Urkunden in den ehrendsten Worten („getreuester Erzieher“, „geliebter Lehrer“, „geistlicher Vater“). Seine besondere Gunst schenkte A. dem Kloster St. Gallen, dem er mehrmals königliche Hulderweise zuwandte. Zeitgenössische Quellen (Regino von Prüm, Gerhard von Augsburg) heben seine Klugheit, seine wissenschaftliche Bildung und seine musikalische Begabung hervor. Über seine Tätigkeit als Bischof ist nichts bekannt.

  • Literatur

    ADB I (unter Adelbero);
    P. Braun, Gesch. d. Bischöfe v. Augsburg I, 1813, S. 151-72;
    Vita v. Abt Uodalscalc v. St. Ulrich u. Afra in Augsburg, hrsg. v. Ph. Jaffé, in: A. v. Steichele, Arch. f. d.|Gesch. d. Bistums Augsburg 3, 1860, S. 1-9 (dazu Wattenbach - Holtzmann I, S. 258 f.);
    E. Dümmler, Gesch. d. ostfränk. Reiches III, ²1888, S. 498 f. u. ö.;
    A. Schröder, in: HJb. 22, S. 279;
    Hauck II, S. 807 u. ö.;
    H. J. Wetzer - B. Welte I, ²1882;
    Bibl. hagiographica latina I, 1898;
    Dictionnaire d’Histoire et de Géographie Ecclésiastiques I, 1912;
    LThK.

  • Autor/in

    Friedrich Zoepfl
  • Zitierweise

    Zoepfl, Friedrich, "Adalbero (Adelbero)" in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 39-40 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd102417946.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA