Dates of Life
1843 bis 1909
Place of birth
Altenkirchen (Pfalz)
Place of death
München
Occupation
Pathologe
Religious Denomination
evangelisch
Authority Data
GND: 116236566 | OGND | VIAF
Alternate Names
  • Bollinger, Otto von
  • Bollinger
  • Bollinger, O.

Objects/Works

Relations

Outbound Links from this Person

Life description (NDB)

The links to other persons were taken from the printed Index of NDB and ADB and additionally extracted by computational analysis and identification. The articles are linked in full-text version where possible. Otherwise the digital image is linked instead.

Places

Map Icons
Marker Geburtsort Place of birth
Marker Wirkungsort Place of activity
Marker Sterbeort Place of death
Marker Begräbnisort Place of interment

Localized places could be overlay each other depending on the zoo m level. In this case the shadow of the symbol is darker and the individual place symbols will fold up by clicking upon. A click on an individual place symbol opens a popup providing a link to search for other references to this place in the database.

Citation

Bollinger, Otto von, Index entry in: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116236566.html [23.04.2019].

CC0

  • Genealogy

    V Heinrich (1806–62), Pfarrer in Altenkirchen, S des Friedrich Paul, Pfarrer zu Nünschweiler, und der Christiana Carolina Vollmar;
    M Anna Maria, T des Georg Michael Conrad und der Anna Maria Koch;
    Berleburg 1874 Hedwig ( 1922), T des Wilhelm Usener und der Luise Jeanette Trainer; 2 T.

  • Life

    B. studierte in München Naturwissenschaften und Medizin, wurde noch während seiner Studienzeit 1865 Assistent bei dem Pathologen Ludwig von Buhl und erhielt ein Staatsstipendium, um sich 1868/69 durch eine Studienreise nach Berlin und Wien weiterzubilden. Er habilitierte sich 1870 in München für das Fach der vergleichenden Pathologie und Veterinärmedizin. Den Krieg 1870/71 machte er als Bataillonsarzt in einem Hauptfeldspital mit. 1871 nahm er einen Ruf an die Tierarzneischule in Zürich an. Gleichzeitig war er an der Züricher Universität Privatdozent für vergleichende Pathologie und las am Polytechnikum über Zoologie der land- und forstwirtschaftlich wichtigen Tiere. 1874 wurde er an die Münchener Tierarzneischule als ordentlicher Professor für Pathologie und gleichzeitig an die Universität als außerordentlicher Professor für vergleichende Pathologie berufen. Hier übernahm er 1880 als Nachfolger seines Lehrers Buhl die Leitung des Pathologischen Instituts. Aus dem Lebensweg wird verständlich, daß er zu den Schöpfern der vergleichenden Pathologie zählt. Ihr gehörte ein Großteil seiner wissenschaftlichen Arbeit: die Erkennung der Strahlenpilzkrankheit, der Herkunft der Kuhpocken aus der menschlichen Schutzpockenimpfung, der Einheit von tierischer Perlsucht und menschlicher Tuberkulose, der mykotischen Natur der Fleischvergiftung. Eine Studie über die idiopathische Herzhypertrophie („Das Münchner Bierherz“ genannt) und seine Rektoratsrede 1908 lassen erkennen, wie wichtig ihm die engste Verbindung der pathologischen Anatomie mit der praktischen ärztlichen Tätigkeit war.

  • Works

    Zoonosen, in: Ziemssen's Hdb. d. speziellen Pathol. u. Therapie, 21876;
    Atlas u. Grundriß d. pathol. Anatomie, 2 Bde., 21901 (ins Engl. u. Französ. übers.).

  • Literature

    Pagel, 1901 (W, P);
    R. Rößle, in: Zbl. f. allg. Pathol. u. pathol. Anatomie, Jg. 20, 1909, S. 961-66;
    Fischer I, 1932 (W, L, P);
    BJ XIV (Totenliste 1909, L);
    s. a. Münchener Med. Wschr., Bd. 56, 1909, R. 2062.

  • Portraits

    Im Pathol. Inst. d. Univ. München.

  • Author

    Werner Hueck
  • Citation

    Hueck, Werner, "Bollinger, Otto von" in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 432 f. [online version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116236566.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA