Lebensdaten
1829 bis 1886
Geburtsort
Zürich
Sterbeort
Winterthur
Beruf/Funktion
Politiker ; Journalist
Konfession
reformiert
Normdaten
GND: 135549485 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Bleuler, Salomon

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Zitierweise

Bleuler, Salomon, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd135549485.html [15.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Johannes (1783–1858), Kaufmann und Salzfaktor in Zürich, S des Salomon, Küster in Zürich;
    M Joh. Maria, T des Johann Heinrich Halder, Kaufmann in Lenzburg (Kanton Aargau);
    Ov Salomon (1778–1832), Oberst in französischen Diensten;
    1854 Elisabeth Antonie, T des Wilhelm Hausheer, Arzt in Wollishofen-Zürich, und der Antoinette Maurer; kinderlos.

  • Leben

    B. studierte in Zürich und auswärts Theologie und war 1853-59 Pfarrer in Glattfelden (Kanton Zürich). Er beteiligte sich führend an der Gründung der radikalen schweizerischen "Männerhelvetia“ (1858). Ende 1860 übernahm er die Redaktion des „Landboten“ in Winterthur, den er bald mit dem zugehörigen Verlag erwarb. Er trat zunächst als Sozialpolitiker hervor, schloß sich 1863 dem schweizerischen Grütliverein an, dessen Organ er 1872-77 redigierte, und gründete 1865 in Töss bei Winterthur einen Arbeiterverein. Allmählich machte er sich die Forderung nach direkter Volksgesetzgebung zu eigen und wurde zum Mittelpunkt der demokratischen Bewegung des Kantons Zürich, die den Sieg der direkten Demokratie in der Schweiz entschied (1868/69). Als Mitredaktor stand ihm 1866-70 sein Freund F. A. Lange zur Seite. B. wirkte 1865-79 im Zürcher Kantonsparlament, 1868 im Zürcher Verfassungsrat und 1869-84 im Nationalrat. 1875-77 war er Stadtpräsident von Winterthur. Der Fehlschlag des von B. erst nach Widerstreben unterstützten Nationalbahnunternehmens und die Ablehnung seiner Sozialpolitik veranlaßten ihn, sich aus der Politik zurückzuziehen.

  • Literatur

    F. Scheuchzer, S. B., Bülach 1887 (P);
    H. Rutishauser, Liberalismus u. Sozialpolitik in d. Schweiz, Lachen 1935, S. 82 f. u. ö.;
    G. Guggenbühl, Der Landbote, Winterthur 1936, S. 125-275 (P);
    R. Hunziker, Nachtrag z. Winterthurer Theatergesch. 1860–70, in: Jb. d. Lit. Vereinigung Winterthur, 1945, S. 163 ff.;
    P. Gilg, Die Entstehung d. demokrat. Bewegung u. d. soziale Frage, Affoltern a. A. 1951, S. 58 ff. u. ö.;
    HBLS II (P).

  • Portraits

    Büste in Stein (Stadtbibl. Winterthur).

  • Literatur

    zum Gesamtartikel: Manfred Ziermer (Ps. s. Eugen B.), Geneal. Stud. üb. d. Vererbung geist. Eigenschaften, in: Archiv f. Rassen- u. Gesellschafts-Biol., Jg. 5, 1908, H. 2 (die B. figurieren unter d. Namen Tanner, d. Gemeinde Zollikon als Waldau).

  • Autor/in

    Peter Gilg
  • Empfohlene Zitierweise

    Gilg, Peter, "Bleuler, Salomon" in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 301 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd135549485.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA