Lebensdaten
1752 bis 1830
Geburtsort
Altdorf bei Weingarten
Sterbeort
Weißenhorn bei Ulm
Beruf/Funktion
Maler
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 118707442 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Huber, Conrad
  • Huber, Konrad
  • Huber, Conrad
  • mehr

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Verknüpfungen auf die Person andernorts

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Huber, Konrad, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118707442.html [31.05.2020].

CC0

  • Genealogie

    V Stephan (1725–77), Maler in A., S d. Bauern (?) Jörg in Ochsenhausen u. d. Maria Schwarzbauer;
    M Maria Barbara. T d. Malers Michael Heine in A. u. d. Maria Franziska Höß;
    B Karl Anton (1758–1827), Maler in A.;
    - 1) Weißenhorn 1773 Maria Anna Würth ( 1811), Wwe d. Malers Franz Kuen (1719–71, s. ADB 17; ThB), 2) 1812 Josepha, T d. Ökonomiebaumeisters Walter im Reichsstift Roggenburg zu Ingstetten; Schwager Joseph Walter, letzter Abt. d. Reichsstifts Obermarchtal; kinderlos;
    Stief-K, u. a. Martin Leonhard Kuen (1765–1800), Maler (s. ThB).

  • Leben

    H. erhielt, gefördert durch dasReichsstift Weingarten, seine Ausbildung bei Andreas Brugger in Salem und in Konstanz. Von dort aus reiste er in die Schweiz; dabei kam eine Begegnung mit Joseph Appiani der Kenntnis der Freskotechnik zugute. Nachdem H. seit etwa 1768 bei Franz Kuen in Weißenhorn gearbeitet hatte, durfte er als Stipendiat des Stifts Weingarten etwa 1770-73 noch an der Kunstakademie in Stuttgart studieren. 1773 erhielt er in Weißenhorn durch Heirat Bürger- und Meisterrecht. Hoch angesehen, entfaltete er 1774-1820 eine fruchtbare Tätigkeit, besonders als kirchlicher Freskomaler. Die Schaffensorte, etwa 40, liegen dicht beieinander im östlichen und benachbarten westlichen Schwaben. Aber auch in Würzburg (Stiftskirche Sankt Stephan 1789, 1945 zerstört) und in Amorbach hat H. bedeutende Fresken geschaffen. Das Weltgeschichtsbild der spätbarocken Klosterkultur repräsentieren noch die Fresken der Bibliotheksäle von Roggenburg bei Ulm (1780), Amorbach (1790) und Ursberg bei Krumbach (1796). In der kirchlichen Freskomalerei führt H., angeregt von Januarius Zick, die Deckenbildkunst vom Louis-XVI-Stil ohne Bruch in einen selbständigen, überzeugend und sympathisch frommen Frühklassizismus weiter. Beste, auch im Raumzusammenhang gelungene Leistungen enthalten in Schwaben die Dorfkirchen von Ingstetten bei Ulm (1791) und Breitental bei Krumbach (1796). Daneben schuf er sehr viele Altarbilder und religiöse Einzeltafeln (Datierungen 1770-1830). In den von H. gemalten Bildnissen lernen wir den Bekanntenkreis des Künstlers kennen, zu welchem die Grafen Fugger, Beamte und Geistliche (auch Christoph Schmid und Johann Michael Feneberg) gehört haben.

  • Werke

    Weitere W Gem. u. Zeichnungen im Mus. Weißenhorn.

  • Literatur

    NND VIII;
    Mitt. d. Mus.ver. Weißenhorn, 1908 ff., bes. A. Feulner, ebd. 1930, Nr. 6, N. Lieb, ebd. 1935, Nr. 5, 7/10, 1936, Nr. 8/9;
    M. Schefold, C. H. v. Weißenhorn, in: Das Schwäb. Mus. 6, 1930, S. 161-83;
    N. Lieb, in: Lb. a. d. Bayer. Schwaben V, 1956, S. 281-306 (L, P);
    Kat. d. Ausstellung „Die Hohe Carlsschule“, Stuttgart 1959/60, S. 201;
    Bayer. Kunstdenkmale IV, 1959, 23, 1966, 24, 1966, 27, 1967, 29, 1969, 30, 1970;
    ThB (auch f. Fam.).

  • Portraits

    Selbstbildnis (Kohlezeichnung), 1780/90 (Privatbes.);
    Schabstich v. F. Vogel nach Zeichnung v. M. L. Kuen (Stief-S), etwa 1795, Abb. b. N. Lieb, s. L;
    2 Selbstbildnisse (Ölgem.), etwa 1810-15 (Neu-Ulm, Privatbes., u. Mus. Weißenhorn).

  • Autor/in

    Norbert Lieb
  • Empfohlene Zitierweise

    Lieb, Norbert, "Huber, Konrad" in: Neue Deutsche Biographie 9 (1972), S. 697 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118707442.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA