Lebensdaten
1701 bis 1786
Geburtsort
Porto bei Mailand
Sterbeort
Mainz
Beruf/Funktion
Maler
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 122184831 | OGND | VIAF: 8262580
Namensvarianten
  • Appiani, Giuseppe
  • Appiani, Joseph
  • Appiani, Giuseppe
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Zitierweise

Appiani, Joseph, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd122184831.html [03.03.2021].

CC0

  • Genealogie

    Mainz 18.7.1745 Apollonia Cronenberger (1702–1789).

  • Leben

    Unter den Künstlern, die im 18. Jahrhundert aus Italien nach Deutschland kamen, ist A. einer der letzten. Sein Weg führte ihn über Bayern, die Schweiz und Nassau-Saarbrücken nach Mainz, wo er um 1750 kurmainzischer Hofmaler, 1758 Akademiedirektor wurde. Seine erhaltenen Hauptwerke sind zartfarbige, temperamentvolle Fresken im Sinne des Rokoko, so Deckengemälde im Saal des Landgutes Schipf bei Zürich von 1732, in der Stiftskirche zu Lindau (1749), in Obermarchtal (1750/51), Schloß Seehof bei Bamberg (1750), in der Peterskirche in Mainz (1755/56), in der Schloßkirche in Altshausen bei Saulgau (1758), in Ariesheim bei Basel (1759/60) und im Treppenhaus sowie im Festsaal in Schloß Meersburg (1781–1762). A.s beste und umfangreichste Arbeit ist die Ausmalung der Wallfahrtskirche von Vierzehnheiligen. Seine späten Fresken in Würzburg (St. Michael, 1773), im Bolognaropalast in Höchst/Main (1774) und in der Pfarrkirche Camberg (Taunus) von 1779 zeigen den vergeblichen Versuch einer Umstellung auf den Stil Ludwigs XVI.

  • Literatur

    A. Feulner. Skulptur u. Malerei des 18. Jh.s in Dtld., 1929, S. 186;
    H. Leitmann, J. A., in: Mainzer Ztschr. 30.1935, S. 1-31;
    G. Dehio, Hdb. d. dt. Kunstdenkmäler. Bd. 3. 71937. Bd. 4a. 51937, Bd. 1. 61940;
    W. Böck. Ein Meisterwerk d. Rokokomalerei, in: Das Bodenseebuch 31.1944, S. 101-05;
    H. Tintelnot, Die barocke Frescomalerei Dtld.s. 1950, S. 169 f.;
    ThB; s. a.
    G. Wolff. Bücherkde. d. fränk. Gesch., H. 1.1937.

  • Autor/in

    Margarete Braun-Ronsdorf
  • Empfohlene Zitierweise

    Braun-Ronsdorf, Margarete, "Appiani, Joseph" in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 330 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd122184831.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA