Lebensdaten
1714 bis 1790
Sterbeort
Wien
Beruf/Funktion
k. k. Feldmarschall ; Mäzen
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 118931474 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Esterházy von Galántha, Nikolaus Joseph Fürst
  • Esterházy von Galántha, Miklós Fürst
  • Eszterhazy, Nikolaus Joseph Fürst (in der ADB)
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Zitierweise

Esterházy von Galántha, Nikolaus Fürst, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118931474.html [19.06.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Jos. Anton Fürst E. v. Galántha (1688–1721), Obergespan des Somogyer u. Ödenburger Komitats, S des Paul s. (4);
    M Maria Octavia (1689–1762), T des Gg. Julius Frhr. v. Gilleis u. der Christina Sabina Gfn. v. Starhemberg;
    B Paul Anton (I.) Fürst E. v. Galántha (1711–62), k.k. FM u. kaiserlicher Gesandter am Hof zu Neapel;
    1737 Maria Elis. (1718–90), T des Ferd. Bonaventura Gf. Ungnad v. Weißenwolff u. der Maria Theresia Gfn. v. Starhemberg;
    2 S, u. a. Paul Anton (II.) (s. Genealogie 3), 1 T;
    E Nikolaus s. (3).

  • Leben

    Bereits 1744 war E. Oberst und Regimentskommandant der Ghilányi-Husaren, die 1741-45 in Böhmen und Bayern, 1746 in den Niederlanden fochten. 1747 zum Generalfeldwachtmeister befördert und 1753 Inhaber eines Infanterieregiments, stand er bei Ausbruch des 7jährigen Krieges bei der Armee in Böhmen und zeichnete sich bei Kolin so aus, daß er eines der ersten Maria Theresien-Kreuze erhielt, das ihm 1765 in ein Kommandeurkreuz umgewandelt wurde. 1757 erhielt er den Rang eines Feldmarschalleutnants, 1763 die Würde eines Geheimen Rates, 1764 wurde er Feldzeugmeister und 1770 Feldmarschall. 1762-87 war er Kapitän der ungarischen adeligen Leibgarde. Bei der Wahl des Erzherzogs Joseph zum römischen König vertrat er die Stelle des ersten kurböhmischen Wahl- und Krönungsbotschafters. Den Beinamen „der Prächtige“ rechtfertigte er auch durch die Art, in der er 1766/69 seinen Besitz Esterháza zu einer glänzenden Residenz ausbaute. Als ein großzügiger Förderer der Künste sah er sich allerdings auch gelegentlich den Klagen seiner Gläubiger ausgesetzt. Für Joseph Haydn aber, der an seinem Hofe Kapellmeister war, blieb er bis zu seinem Tode dessen „gütiger und großmüthiger Herr“;|durch die Förderung der vorzüglichen Kapelle, den Bau eines Theaters und ungewöhnlich großes Entgegenkommen schuf er ideale Voraussetzungen für das Schaffen des Komponisten.

  • Literatur

    S. Meller, Az E. képtár története, Budapest 1915, S. XXVII-XXXVI (P).

  • Portraits

    Kupf. v. Ch. Pechwell nach L. Guttenbrunn, 1770 (Wien, Nat.bibl.).

  • Autor/in

    Johann Christoph Allmayer-Beck
  • Empfohlene Zitierweise

    Allmayer-Beck, Johann Christoph, "Esterházy von Galántha, Nikolaus Fürst" in: Neue Deutsche Biographie 4 (1959), S. 661 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118931474.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

  • Leben

    Eszterhazy: Nikolaus Joseph E. von Gálántha, Fürst, österreichischer Feldmarschall, geb. den 18. Decbr. 1714, war schon mit 30 Jahren Oberst eines Husarenregiments. Als solcher zeichnete er sich bei Striegau und Trautenau, sowie später in den Niederlanden aus. 1747 wurde E. Generalmajor, in welcher Eigenschaft seiner rühmlichst in der Schlacht bei Kollin erwähnt wird, wo er im ersten Treffen eine Infanteriebrigade mit besonderer Bravour befehligte und von Daun besonders rühmend erwähnt wurde, welches ehrenvolle Zeugniß durch die dem Fürsten unmittelbar nach der Schlacht ertheilte Beförderung zum Feldmarschall-Lieutenant und in der ersten Promotion zu Theil gewordene Verleihung des Maria-Theresien-Ordens außer Zweifel gesetzt ward. Der Verfolg des Krieges gab E. noch manche Gelegenheit zur Auszeichnung und die Kaiserin belohnte seine Verdienste durch die im J. 1762 erfolgte Ernennung zum Capitain der ungarischen Leibgarde, 1764 zum Feldzeugmeister, Ritter des goldenen Vließes und aus Josephs II. eigenem Antriebe zum Commandeur des Theresien-Ordens. 1768 wurde E. zum Feldmarschall ernannt und ein Diplom von 1783 verlieh die bis dahin nur auf den Erstgeborenen beschränkte fürstliche Würde fortan allen männlichen und weiblichen Nachkommen des Fürsten Nikolaus, als einen Beweis, wie hoch Joseph II. die Verdienste desselben zu schätzen wußte. E. am 28. Septbr. 1790 zu Wien. Schon im J. 1747 hatte er das erste Exercier-Reglement für Husaren geschrieben.

    • Literatur

      Hirtenfeld, D. Milit. Mar.-Theres.-Orden.

  • Autor/in

    v. Janko.
  • Empfohlene Zitierweise

    Janko, Wilhelm Edler von, "Esterházy von Galántha, Nikolaus Fürst" in: Allgemeine Deutsche Biographie 6 (1877), S. 387 unter Eszterhazy [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118931474.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA