Lebensdaten
um 1380 bis 1445
Geburtsort
wohl in Büren bei Paderborn
Sterbeort
Köln
Beruf/Funktion
Dombaumeister in Köln ; Architekt ; Steinmetz
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 136490859 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Büren, Nikolaus von
  • Bueren, Nyyclais van
  • Bueren, Clais van
  • mehr

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Zitierweise

Bueren, Nikolaus van, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd136490859.html [19.08.2019].

CC0

  • Genealogie

    Aleid; kinderlos;
    N Johann s. (1).

  • Leben

    Erster nachweisbarer Meister einer Kölner Steinmetzenfamilie des 15. Jahrhunderts, ist B. zuerst 1413 in Köln als meyster und lapicida bezeugt und war vielleicht damals schon 7. Dombaumeister von Köln, 1424 als werckmeister vamme doyme mit besonderen Vergünstigungen bei der Zunft. 1433 erwarb er ein Haus in der Trankgasse, das er bis zu seinem Tode bewohnte. - Welche Teile des Dombaus in den 3 Jahrzehnten unter seiner Leitung entstanden, ist nicht sicher überliefert. Man hat ihm früher den mittelalterlichen Aufbau des Südturms zugewiesen, in den ab 1437 die Glocken aufgehängt wurden. Den Formen nach gehört der Südturm aber noch ganz dem 14. Jahrhundert an, während der Unterbau des Nordturms frühestens der Mitte des 15. Jahrhunderts zuzuweisen ist. Die jüngsten Grabungen machen es wahrscheinlich, daß in die Zeit B.s der Abbruch der bis dahin noch bestehenden Westhälfte des karolingischen Doms und der Beginn des neuen Langhausbaus fällt, und zwar zunächst mit Pfeilern und Mauern der beiden Südschiffe.

  • Literatur

    ADB III;
    M. Hasak, Der Dom zu Köln, 1911, S. 105 ff.;
    O. Isphording, Zur Kölner Plastik d. 15. Jh., 1912, S. 97 ff.;
    E. Renard, Köln, 21923, S. 85;
    H. Rosenau, Der Kölner Dom, 1931, S. 83 f., 150 ff.;
    H. Appel, in: Wallraf-Richartz-Jb. 10, 1938, S. 98 ff.;
    G. André, in: Marburger Jb. f. Kunstwiss. 11/12, 1938/39, S. 215 ff.;
    P. Clemen, Der Dom zu Köln, in: Die Kunstdenkmäler d. Rheinprov. VI/3, 21938, S. 62 f., 288;
    H. Kauffmann, in: Der Kölner Dom, Festschr. z. 700-Jahrfeier, 1948, bes. S. 122 (zur Datierung);
    H. Vogts, Köln im Spiegel seiner Kunst, 1950, S. 148, 185;
    E. Kühnemann, in: Kölner Dombl. 6/7, 1952, S. 43 ff.;
    ThB (L).

  • Autor/in

    Albert Verbeek
  • Empfohlene Zitierweise

    Verbeek, Albert, "Bueren, Nikolaus van" in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 743 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd136490859.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

  • Leben

    Büren: Nicolaus v. B., Dombaumeister, 1445. Im J. 1424 erwarb er das städtische Bürgerrecht. In den Acten des Amtleutegerichts der Jahre 1433 und 1436 erscheint „Allheit“ als „uxor magistri fabricae ynme doem des Meisters in summo“. In einem Schiedesvotum von 1433 wird er „Claiws von Buere Werkmeister zerzyt zome doyme in Coelne“ genannt. In diesem Jahre heirathete er; die Ehe blieb kinderlos; es scheint, daß sie auch unglücklich war: in dem Testamente seiner Frau wurde er nicht bedacht; er selbst verfügte über sein Vermögen zu Gunsten eines Vetters Johann und einer Nichte v. B. In dem für die Steinmetzen und Zimmerleute ausgestellten Zunftbriefe von 1443 findet sich die Bestimmung, daß die Lehrgesellen am „doyme su ihrem ingange“, wenn sie an das Amt kommen, dem Domwerkmeister Clais einen rheinischen Gülden, und wenn sie sich selbst als Meister setzen, einen Gülden zahlen sollen. Von allen andern Steinmetzen konnte das Amt nur mit zwei Gülden gewonnen werden. Es ist höchst wahrscheinlich, daß die herrlichen Sculpturen am Parterre des südlichen Domthurmes entweder von Nicolaus v. B. oder von seinem Nachfolger in der Leitung des Dombaues, dem Konrad Kuyn, der schon vorher, ehe ihm diese wichtige Stelle anvertraut wurde, sich als einen hervorragenden Bildhauer bewährt hatte, ausgeführt worden sind.

  • Autor/in

    Ennen.
  • Empfohlene Zitierweise

    Ennen, Leonhard, "Bueren, Nikolaus van" in: Allgemeine Deutsche Biographie 3 (1876), S. 586 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd136490859.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA