Lebensdaten
1481 – 1529
Geburtsort
Hochstädt/Donau
Sterbeort
Augsburg
Beruf/Funktion
Humanist ; Benediktiner ; Mathematiker
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 116186038 | OGND | VIAF: 42582972
Namensvarianten
  • Bild, Vitus
  • Acropolitanus (nannte sich meist nach Höchstädt/Donau)
  • Bild, Veit
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Objekt/Werk(nachweise)

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Zitierweise

Bild, Veit, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116186038.html [29.05.2024].

CC0

  • Biographie

    B. stammte aus einfachen Verhältnissen. Als seine Lehrer an der Universität Ingolstadt, an der er sich 1499 immatrikulierte, rühmte er besonders den Humanisten Jakob Locher (Philomusus) und den Historiographen Johann Stabius. Nach einer Stellung als Pfarrschreiber bei St. Ulrich in Augsburg und Benefiziat in Wiesensteig trat er nach Empfang der Diakonatsweihe 1503 nach einem nach seinem Urteil nicht einwandfreien Leben, bestimmt durch einen Traum und Krankheit, in das Benediktinerkloster St. Ulrich in Augsburg ein. Dort ist er, abgesehen von einem Aufenthalt im Kloster Melk, 1511 zum Studium der dortigen Reformbewegung, vielfach kränklich, bis zu seinem Tode geblieben. In dem Augsburger Humanistenkreise nahm er eine bedeutende Stellung ein. Er bemühte sich besonders um die Kenntnis von Latein, Griechisch und Hebräisch. Daneben beschäftigten ihn Arbeiten über Musik, Historiographie, Philosophie, Mathematik, besonders in der Form von Astronomie, auch Astrologie. Er stellte Kalendarien her und galt als bedeutender Konstrukteur von Sonnenuhren, von denen er 1518 während des Reichstags von Augsburg 16 für den Kurfürsten Friedrich von Sachsen fertigte. Dabei unterhielt er einen ausgedehnten Briefwechsel, hauptsächlich über humanistische und zeitgeschichtliche Fragen, der ihn in Verbindung zeigt mit Bernhard Adelmann von Adelmannsfelden, Konrad Peutinger, Jakob Locher, Otmar Nachtgall, Nikolaus Ellenbog, Georg Spalatin, Willibald Pirckheimer, Johannes Ökolampadius u. a. Seine theologischen Abhandlungen sind liturgischer, hagiographischer, homiletischer Natur. Der Reformationsbewegung brachte er anfänglich warme Sympathie entgegen, wie zwei Briefe an Luther und sein freundschaftliches Verhältnis zu Ökolampadius bezeugen. Doch wandelte sie sich durch die innere Entwicklung der neuen Lehre, besonders der Abendmahlsfrage, und die Ereignisse des Bauernkrieges seit 1525 zur völligen Ablehnung. B. hat die Mehrzahl seiner Abhandlungen und seine ca. 400 Briefe, die er geschrieben, eigenhändig in zwei Quartbände mit Papierblättern eingetragen und in einem dritten einige weitere Stücke und die ca. 170 an ihn gerichteten Briefe meist von anderer Hand nachtragen lassen und diese Niederschrift als Conscriptio bezeichnet.

  • Literatur

    P. Braun, Notitia historico literaria, 1793;
    A. Schröder, Der Humanist V. B., in: Zs. d. Hist. Ver. f. Schwaben u. Neuburg 20, 1893, S.178-227 (mit Regg. u. z. T. Wortlaut v. 318 Briefen);
    A. Bigelmair, Ökolampadius im Kloster Altomünster, in: Festgabe Schlecht, 1917, S. 14-44;
    ders., Der Briefwechsel v. Ökolampadius mit V. B., in: Ref.gesch. Stud. u. Texte 40, 1922, S. 117-35;
    E. König, K. Peutingers Briefwechsel, 1923;
    Luthers Werke (Weimarana), Briefwechsel I, 1930, Nr. 95, II, 1931, Nr. 279;
    B. Kraft, Die Hss. d. Ordinariatsbibl. in Augsburg, 1935, S. 47;
    A. Bigelmair-F. Zoepfl, Nik. Ellenbog, Briefwechsel, 1938;
    Schottenloher I;
    LThK.

  • Autor/in

    Andreas Bigelmair
  • Zitierweise

    Bigelmair, Andreas, "Bild, Veit" in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 235 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116186038.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA