Dates of Life
1844 – 1922
Place of birth
Kleve
Place of death
Kiel
Occupation
Meteorologe in Hamburg ; Dozent in Tokio ; Meteorologe
Religious Denomination
evangelisch
Authority Data
GND: 11752459X | OGND | VIAF: 173544600
Alternate Names
  • Knipping, Erwin
  • Knipping, E.
  • Knipping, Erwin R.
  • more

Objekt/Werk(nachweise)

Relations

Outbound Links from this Person

Genealogical Section (NDB)

The links to other persons were taken from the printed Index of NDB and ADB and additionally extracted by computational analysis and identification. The articles are linked in full-text version where possible. Otherwise the digital image is linked instead.

Places

Map Icons
Marker Geburtsort Place of birth
Marker Wirkungsort Place of activity
Marker Sterbeort Place of death
Marker Begräbnisort Place of interment

Localized places could be overlay each other depending on the zoo m level. In this case the shadow of the symbol is darker and the individual place symbols will fold up by clicking upon. A click on an individual place symbol opens a popup providing a link to search for other references to this place in the database.

Citation

Knipping, Erwin, Index entry in: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd11752459X.html [22.05.2024].

CC0

  • Genealogy

    N. N. ( vor 1915);
    2 S, u. a. Paul (* 1881), Schiffs-Ing.

  • Biographical Presentation

    K. ging nach dem Abitur zur See. Nach einer Reihe von Segelschiffreisen besuchte er 1864 die Steuermannsschule in Amsterdam und erwarb dort das Steuermannszeugnis für Handelsschiffe. 1865 trat er in die preußische Marine ein, machte Fahrten mit der „Gefion“ und auf dem Kadettenschulschiff „Niobe“ eine Reise nach den Kapverdischen Inseln. 1866 als Unterleutnant der Seewehr entlassen, ging er 1867 als 2. Steuermann auf dem Dampfer „Courier“ auf eine längere Reise nach China und Japan. 1868 auf dem gleichen Schiff zum 1. Steuermann befördert, blieb er in dieser Stellung bis 1871. Aus dieser Zeit stammen seine ersten maritim-meteorologischen Beobachtungen, die er der Norddeutschen Seewarte, der Vorgängerin der Deutschen Senwarte in Hamburg, zur Verfügung stellte. Im Mai 1871 trat er als Lehrer an der „Hauptschule für Fremde Wissenschaften“, der späteren Universität Tokio, in die Dienste der japanischen Regierung. 1876-81 war er Prüfer für Kapitäne und Steuerleute der japanischen Handelsmarine und als Mitglied des Seeamtes für die Untersuchung von Schiffsunfällen tätig. Eigene meteorologische Beobachtungen nach der Anleitung des Preußischen Meteorologischen Instituts in Berlin begannen 1871 und endeten 1876 nach der Einrichtung des Meteorologischen Zentralobservatoriums in Tokio. K. widmete sich in der Folge vor allem dem Studium der Taifune und Wirbelstürme. In dieser Zeit entwarf er eine Karte der Postanstalten des japanischen Reiches, die auch die Grundlage für die Hassensteinsche Karte von Japan wurde. Auf Grund seiner Studien über Wirbelstürme legte er 1881 den Plan für einen Sturmwarnungsdienst vor. Schon 1883 konnte die erste Sturmwarnung ausgegeben werden. K. kehrte 1891 wieder nach Deutschland zurück und trat in den Dienst der Deutschen Seewarte in Hamburg, wo er sich in den folgenden Jahren außer mit Wirbelstürmen insbesondere mit der meteorologischen Navigation und mit Segelhandbüchern beschäftigte. 1909 trat er in den Ruhestand, lebte bis 1912 in Kleve und zuletzt in Kiel.

  • Works

    Weitere W u. a. Justus Perthes Seeatlas, 1884/85, ⁵1901;
    Segelhdb. f. d. Stillen Ozean, Kap. 7-12, 1897. -
    Aufsätze in: Nachrr. d. Dt. Ges. f. Natur- u. Völkerkde. Ostasiens;
    Taifun- u. Trop. Orkanbeobachtungen, in: Meteorolog. Zs. 3-21, 1884-1904;
    Petermanns Geograph. Mitt. 24-30, 1878-84;
    Archiv d. Dt. Seewarte 16-19, 1893-96;
    Ann. d. Hydrogr. u. maritimen Meteorol. 8-35, 1880-1907;
    Darst. d. Boden- u. Höhenwindverhältnisse in Japan, in: Nova Acta Leopoldina 61, 1894, Nr. 3.

  • Literature

    J. Krauß, in: Ann. d. Hydrogr. 51, 1923;
    W. Köppen, in: Meteorolog. Zs. 40, 1923;
    Pogg. III, IV, VI.

  • Author

    Karl Keil
  • Citation

    Keil, Karl, "Knipping, Erwin" in: Neue Deutsche Biographie 12 (1980), S. 188 [online version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd11752459X.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA