Lebensdaten
1880 bis 1962
Geburtsort
Worms
Sterbeort
Frankfurt/Main
Beruf/Funktion
Verleger
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 136083617 | OGND | VIAF: 80488194
Namensvarianten
  • Knapp, Fritz

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Zitierweise

Knapp, Fritz, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd136083617.html [01.03.2021].

CC0

  • Genealogie

    V Friedrich (ev.), Gärtner;
    M Maria Anser (kath.);
    B Max (1892–1972), Mitgründer d. Fritz Knapp Verlags (s. Wi.); - ledig.

  • Leben

    K. verbrachte seine „Lehrbuben“-Zeit in den Verlagen August Scherl in Berlin und Alexander Koch in Darmstadt. Der wichtigste Abschnitt seines beruflichen Werdegangs war seine Tätigkeit seit 1908 als Geschäftsführer des Verlags Bensheimer in Mannheim, der die „Neue Badische Landeszeitung“ verlegte, daneben aber auch eine umfangreiche wissenschaftliche Buchproduktion betrieb und, vor allem auf Juristisches konzentriert, Kommentare, Leitfäden, Grundrisse und Handbücher herausgab. Bensheimer und sein Verlag fielen der Rassengesetzgebung Hitlers zum Opfer. K. führte den Verlag unter dem Namen „Deutsches Druck- und Verlagshaus“ noch eine Zeitlang weiter und übernahm die Geschäftsführung der „Mannheimer Stadtreklame“. 1935 gründete er in Frankfurt einen eigenen Verlag „Naturkunde und Technik“. Entscheidend für die weitere Entwicklung wurde die Zusammenarbeit mit Walter Hofmann (1899–1961), der seit 1933 bei der Reichs-Kredit-Gesellschaft in Berlin angestellt war und seit 1953 dem Vorstand der Frankfurter Bank, seit 1960 auch der Frankfurter Börse angehörte. Als Herausgeber des 1935 erschienenen „Handbuchs für das gesamte Kreditwesen“ (71965) gab Hofmann der verlegerischen Arbeit K.s eine neue, endgültige Richtung. Nach einer vorübergehenden Tätigkeit als verlegerischer Berater der französischen Militärregierung in Baden-Baden, wo K. den „Drei Kreise Verlag“ gründete, der hauptsächlich den Vertrieb der „Nouvelle de France“ besorgte und zwei Publikumszeitschriften verlegte, eröffnete er 1949 seinen Verlag in Frankfurt am Main neu. Zusammen mit den späteren Inhabern des Verlags – seinem Bruder Max, Volkmar Muthesius und Alfons Binz – gründete er 1948 in Anlehnung an das genannte Handbuch die „Zeitschrift für das gesamte Kreditwesen“, die zum führenden wissenschaftlichen Organ des Geld- und Bankwesens wurde. 1962 brachte K. die erste Fach-Taschenbuchreihe heraus, die sich dem Geld-, Bank- und Börsenwesen widmet. Zu den bedeutendsten Unternehmungen des Verlages zählen die Herausgabe des 2bändigen „Enzyklopädischen Lexikons für das Geld-, Bank- und Börsenwesen“ (31967/68) sowie Schriftenreihen von Instituten der Universitäten Frankfurt, Köln, Berlin (FU) und München.

  • Literatur

    W. Klein, V. Muthesius u. E. Noether, Eine Freundesgabe f. F. K. zum 3.12.1955, 1955.

  • Autor/in

    Volkmar Muthesius
  • Empfohlene Zitierweise

    Muthesius, Volkmar, "Knapp, Fritz" in: Neue Deutsche Biographie 12 (1980), S. 154 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd136083617.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA