Lebensdaten
1878 bis 1956
Geburtsort
Stuttgart
Sterbeort
Gotha
Beruf/Funktion
Verleger
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 116235292 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Klotz, Leopold

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Zitierweise

Klotz, Leopold, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116235292.html [16.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    Aus e. bis ins 16. Jh. zurückzuverfolgenden Fam. v. Handwerkern u. Juristen, die seit 3 Generationen in Württemberg beheimatet war. - V Gustav Ehrenfried (1831–83), Revisor, S d. Oberjustizprokurators Christian Maximilian Leopold in Tübingen u. d. Dorothea Friederike Ernestine Seeger;
    M Marie (1847–1928), T d. Apothekers Wilhelm Immendörfer in Oberndorf/Neckar u. d. Therese Mutschler;
    ⚭ Frida (1879–1952), T d. Fabr. Hermann Theodor Schenk (1841–1918) u. d. Louise Gasedow;
    S Ehrenfried (* 1915), gründete 1949 in Stuttgart d. Ehrenfried Klotz Verlag, dessen Schwergewicht auf d. Gebiet d. Prakt. Theol., speziell d. Homiletik liegt. Da er seine eigtl. Lebensaufgabe aber in d. Leitung d. med. Hippokrates-Verlages sieht, übergab er d. Ehrenfried Klotz Verlag 1971 in d. Obhut d. Verlages Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen, wo er seitdem v. Arndt u. Dietrich Ruprecht mit gleicher Zielsetzung fortgeführt wird.

  • Leben

    Auf eine buchhändlerische Ausbildung in Stuttgart und Berlin folgten erste Berufsjahre bei B. G. Teubner in Leipzig. 1914 wurde K. Direktor des Verlages Friedrich Andreas Perthes, der 1922 mit der Deutschen Verlagsanstalt in Stuttgart vereinigt wurde. 1925 erfolgte die Gründung des Leopold Klotz Verlages durch Übernahme der theologischen und religiösen Verlagsgruppe des Perthesverlages. Seit 1937 leitete K. auch den J. C. Hinrichs Verlag, Leipzig. – K. setzte sich vor allem für die liberale Theologie ein, wie sie in Martin Rades Zeitschrift „Die Christliche Welt“ und in der „Bücherei der Christlichen Welt“ ihren Ausdruck fand. Fortgeführt wurden altangesehene wissenschaftliche Organe wie die „Theologischen Studien und Kritiken“ und die später vom Verlag W. Kohlhammer übernommene „Zeitschrift für Kirchengeschichte“. Von den ersten Anfängen an unterstützte K. die ökumenische Bewegung und in gleicher Weise die Friedensbewegung. Er war der Verleger Friedrich Siegmund-Schulzes und brachte dessen Zeitschrift „Die Eiche“ heraus. Die von Kurt Aland herausgegebene Lutherausgabe „Luther Deutsch“ verdankt dem unermüdlichen Bestreben K. ihre Verwirklichung in den schweren Jahren nach 1945.|

  • Auszeichnungen

    D.|theol. (Marburg 1953); Goldene Leibniz-Medaille d. Preuß. Ak. d. Wiss. (1944).

  • Werke

    Hrsg.: Dt. Dichter-Kriegsgabe, 1914;
    Dt. Weihnachtsbüchlein, 1914;
    Ermatinger Tagebuch, 1932;
    Die Kirche u. d. Dritte Reich, 1932;
    Ströme d. Liebe, Ein Briefwechsel (Hedwig Heyl-Eugen Vinnai), 1936.

  • Autor/in

    Otto Hauser
  • Empfohlene Zitierweise

    Hauser, Otto, "Klotz, Leopold" in: Neue Deutsche Biographie 12 (1979), S. 127 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116235292.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA