Lebensdaten
1856 - 1929
Geburtsort
Labes (Pommern)
Sterbeort
Berlin-Dahlem
Beruf/Funktion
Architekt ; Städtebauer
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 119534797 | OGND | VIAF: 49491386
Namensvarianten
  • Genzmer, Felix August Helfgott
  • Genzmer, Felix
  • Genzmer, Felix August Helfgott

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Personen in der NDB Genealogie

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Genzmer, Felix, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd119534797.html [27.09.2021].

CC0

  • Genealogie

    V August (1816–86), Justizrat, Rechtsanwalt u. Notar, S d. Wilhelm (s. Gen.siehe Genealogie 1);
    M Elise (1832–1912), T d. Frdr. v. d. Osten, auf Witzmitz u. Jatzel, u. d. Friederike v. Schmidt;
    Vt Ewald (s. 1);
    1884 Else Grothe (1858–1947);
    1 S;
    N Felix (s. 3).

  • Leben

    Nach Studium an den Technischen Hochschulen Hannover und Stuttgart trat G. in den Dienst der Elsaß-Lothringischen Reichseisenbahn (Betriebs- und Wohnbauten, Bahnhof Saargemünd). 1887-91 war er in der Bauverwaltung der Stadt Köln tätig (vor allem Schulbauten), dann als Stadtbaumeister in Hagen (bis 1894) und Wiesbaden (Schulbauten, Häusergruppen, Park- und Platzgestaltungen, Stadtbebauungsplan, zahlreiche Privathäuser). Seit 1903 wirkte er als ordentlicher Professor an der TH Berlin, daneben auch Architekt der Königlichen Theater. Hier gründete er gemeinsam mit J. Brix 1907 das Seminar für Städtebau, die erste Einrichtung dieser Art. – Als Architekt lehnte sich G. zwar an historische Stilformen an, vermochte diese jedoch aus modernem Gestaltungswillen neu zu erfüllen; hervorzuheben sind sein Bestreben nach Einklang von Plastik und Architektur und seine Vorliebe für farbige Wirkungen (Höhere Töchterschule [1954 abgerissen] und Foyer des königlichen Theaters Wiesbaden). Bei eigenen Entwürfen von Möbeln, Leuchtern und anderem Gerät hat er schon 1883 das Prinzip der Materialgerechtigkeit vertreten. Im Städtebau entwarf er frühzeitig zusammenhängende Gebäudegruppen und durchgeführte Komplexe; dabei ließ er sich von neuen Gesichtspunkten leiten, indem er in bedeutendem Maße praktisch-hygienische Erfordernisse des modernen Stadtlebens zur Grundlage seiner Pläne machte.|

  • Auszeichnungen

    Geh. Hofbaurat.

  • Werke

    Weitere W u. a. Schrr.: Bade- u. Schwimmanstalten, = Hdb. d. Architektur 4. T., 5. Halbbd., H. 3, 1921;
    Wasch- u. Desinfektionsanstalten, = dass., H. 4, 1900;
    Städtebaul. Vorträge, 1908-15 (mit J. Brix);
    Aufss. in Fachzss. - Wiesbaden, Restaurant auf d. Neroberg u. sog. Römertor;
    Umbau d. Kgl. Schauspielhauses Berlin, 1904/05;
    Entwurf f. d. Kgl. Opernhaus Berlin, 1912;
    zahlr. Bebauungspläne, u. a. Grundplan f. Groß-Berlin (1. Preis, mit J. Brix u. d. Hochbahngesellschaft), Gartenstadt Frohnau b. Berlin (1. u. 3. Preis), Schloßplatz Mainz, Hirschberg/Schlesien, Hildesheim (mit Brix).

  • Literatur

    Wi. 1928;
    ThB;
    Vollmer V.

  • Autor/in

    Walther Genzmer
  • Empfohlene Zitierweise

    Genzmer, Walther, "Genzmer, Felix" in: Neue Deutsche Biographie 6 (1964), S. 195 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd119534797.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA