Lebensdaten
1511 – 1570
Beruf/Funktion
Bürgermeister von Kitzingen ; Politiker
Konfession
mehrkonfessionell
Normdaten
GND: 116137282 | OGND | VIAF: 20424046
Namensvarianten
  • Arctocopus (als Schriftsteller)
  • Bernbeck, Friedrich
  • Arctocopus (als Schriftsteller)
  • mehr

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Bernbeck, Friedrich, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116137282.html [29.05.2024].

CC0

  • Biographie

    Bernbeck: Friedrich B., geb. in Kitzingen 1511, daselbst 20. Juni 1570; Jugendgespiele des berühmten Theologen Paul Eber, bezog mit diesem das Gymnasium zu Nürnberg, sowie die Hochschule Wittenberg, wo er im freundschaftlichsten Verhältnisse mit Philipp Melanchthon und Joachim Camerarius Philosophie und Jurisprudenz studirte, in der Absicht einen Lehrstuhl zu besteigen; jedoch der Tod seiner Eltern, sowie die Wünsche seiner Verwandten riefen ihn in seine Vaterstadt, wo ein reiches Erbtheil seiner wartete. Er trat nun in den Rath; namentlich ward durch sein Eingreifen die Reformation seiner Vaterstadt durchgeführt; großes Verdienst hat er sich durch eigene von ihm ausgearbeitete Satzungen für die Schulen, durch Vermehrung der Lehrer an denselben und durch die Statuten des Hospitals erworben, die später den Städten Ansbach und Würzburg zum Muster dienten. Bereits in dem J. 1539 war er erster Bürgermeister, welches Wahlehrenamt er 1545, 1551, 1552 und 1562 wiederholt bekleidete, wobei er ununterbrochen mit Melanchthon im brieflichen Verkehre stand, sich dessen Rathes bedienend. Als Abgeordneter der Stadt Kitzingen kam er häufig mit den Würzburger Fürstbischöfen Melchior von Zobel und Friedrich von Wirsberg in Verkehr, bei welchen er die Interessen der Stadt Kitzingen besonders vertrat. Er war es, der die Grundlage des heute noch blühenden Kitzinger Weinhandels legte. Auch als Schriftsteller trat er unter dem graecisirten Namen Arctocopus auf und veröffentlichte „Historia populi judaici“. Vitebergae 1562.

    • Literatur

      Sixt, Dr. Paul Eber. Heidelberg 1843. S. 226.

  • Autor/in

    Ruland.
  • Zitierweise

    Ruland, Carl, "Bernbeck, Friedrich" in: Allgemeine Deutsche Biographie 2 (1875), S. 409-410 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116137282.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA