Lebensdaten
erwähnt angeblich 1430 , gestorben 1507
Geburtsort
Glogau
Sterbeort
Krakau
Beruf/Funktion
Mathematiker ; Philosoph
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 104130911 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Johann
  • Johann von Glogau
  • Johann
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Zitierweise

Johann von Glogau, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd104130911.html [18.11.2018].

CC0

  • Leben

    J. schloß seine Studien durch Erlangung der Magisterwürde in Krakau ab (angeblich schon 1430). Er wirkte dort als Lehrer der Philosophie und Mathematik so erfolgreich, daß die Universität durch ihn Aufschwung nahm. Er verfaßte Kommentare zu vielen Schriften von Aristoteles, außerdem „Introductio in tractatum sphaerae Johannis de Sacrobusto“, „Tractatus in iudiciis astrorum“ und ein „Exercitium novae logicae“; er übersetzte auch mehrere Bücher der Bibel in slawische Sprachen. Mit einiger Wahrscheinlichkeit ist zu vermuten, daß Copernicus 1491-94 als Student in Krakau mit J. in Berührung gekommen ist; genaue Einzelheiten sind nicht bekannt, indirekte Hinweise liegen insofern vor, als in den Werken von Copernicus an einigen Stellen Formulierungen auftreten, die entsprechenden Textstellen bei J. ähnlich sind.

  • Literatur

    ADB 14;
    Starovolscius, Scriptorum Polonicorum ἑϰατοντάς, 1627;
    K. Prantl, Gesch. d. Logik IV, 1885;
    L. A. Birkenmajer, Stromata Copernicana, 1924, dt. Ausg. v. Bassmann, 1942.

  • Autor/in

    Felix Schmeidler
  • Empfohlene Zitierweise

    Schmeidler, Felix, "Johann von Glogau" in: Neue Deutsche Biographie 10 (1974), S. 552 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd104130911.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

  • Leben

    Johann von Glogau, geb. in Großglogau in Schlesien, am 11. Febr. 1507 in Krakau, wo er seine Studien durch Erlangung der Magisterwürde abgeschlossen hatte (angeblich schon im J. 1430) und alsbald als Lehrer der Philosophie und Mathematik so erfolgreich wirkte, daß durch ihn die Universität Krakau einen höheren Aufschwung nahm. Mit großen Geldopfern erbaute er auch ein Convict für seine Schüler. Er verfaßte eine erklärende Ausgabe des Donatus, Commentare fast zu sämmtlichen Schriften des Aristoteles, ferner „Notae in computum ecclesiasticum", „Computus chirometralis", „Introductorium in tractatum sphaerae Johannis de Sacrobusto", „Introductorium astronomiae in ephemerides“, „Tractatus in iudiciis astrorum“, und ein „Exercitium novae logicae“, worin er einen Eklekticismus der sogen, alten und neuen Logik vertrat; auch übersetzte er mehrere Bücher der Bibel in das Slavische.

    • Literatur

      Starovolscius, Scriptorum Polonicorum ἑκατοντάς (1627), S. 101 (meine Gesch. der Logik, Bd. IV. S. 291).

  • Autor/in

    Prantl.
  • Empfohlene Zitierweise

    Prantl, Carl von, "Johann von Glogau" in: Allgemeine Deutsche Biographie 14 (1881), S. 456 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd104130911.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA