Dates of Life
1837 bis 1909
Place of birth
Goch (Rheinland)
Place of death
Steyl (Holland)
Occupation
Stifter und Generaloberer der Steyler Mission
Religious Denomination
katholisch
Authority Data
GND: 118557017 | OGND | VIAF
Alternate Names
  • Janssen, Arnold
  • Janssen, Arnoldus

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Citation

Janssen, Arnold, Index entry in: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118557017.html [18.09.2019].

CC0

  • Genealogy

    V Gerhard Johann (1801–71), Landwirt u. Fuhrmann in G.;
    M Anna Kath. Wellesen (1809–91).

  • Life

    Nach dem Abitur studierte J. Mathematik und Naturwissenschaften in Münster und Bonn (1855–59) und Theologie in Münster (1859–61; 1861 Priesterweihe). 1861-73 war er Lehrer und Konrektor an der höheren Bürgerschule in Bocholt und seit 1869 auch Direktor des Gebetsapostolates in der Diözese Münster. Im Dienste dieses Apostolates verfaßte er 1866-84 eine Reihe von religiösen Kleinschriften, welche eine weite Verbreitung fanden. Um sich ganz den Interessen der Kirche im eigenen Lande (Gebets-, Presse-, Laienapostolat und Wiedervereinigung im Glauben) und in Übersee (Heidenmission, Auswandererseelsorge) widmen zu können, entsagte er 1873 dem Lehrberuf. Zur Förderung der genannten Zwecke rief er 1874 die Zeitschrift „Kleiner Herz-Jesu-Bote“|ins Leben. 1875 gründete er in Steyl (Holland) – wegen des Kulturkampfes war eine Gründung in Deutschland nicht möglich – das Seminar St. Michael für die auswärtigen Missionen, das der Ausgangspunkt der ersten deutschen (bald internationalen) Missionsgesellschaft wurde mit dem Namen „Gesellschaft des Göttlichen Wortes“ („Steyler Missionare“). J. wurde 1885 Generaloberer auf Lebenszeit. Die Gesellschaft sollte folgenden Zwecken dienen: Verbreitung des Glaubens in den Heidenländern und Bewahrung des Glaubens unter den Auswanderern (Deutsche, Italiener, Polen) in Lateinamerika. 1901 erhielt die Gesellschaft die päpstl. Genehmigung, 1905 die vorläufige und 1910 die endgültige Approbation der Konstitutionen. In Steyl errichtete J. schon 1876 eine Missionsdruckerei, wodurch er seinem Werk eine gesicherte pekuniäre Grundlage schuf und zugleich die kath. Volksliteratur (Monatszeitschrift „Stadt Gottes“) in Deutschland wirksam förderte. 1888 gründete er ein Kolleg in Rom für höhere Studien, 1889 das Zentralscholastikat St. Gabriel (Philosophie, Theologie) in Mödling bei Wien, ferner die Missionsgymnasien Heiligkreuz bei Neisse, Schlesien (1892), St. Wendel, Saar (1898), St. Rupert, Bischofshofen bei Salzburg (1904), St. Mary's, Techny, Illinois, USA (1909).

    Für die gleichen Zwecke gründete J. 1889 in Steyl auch einen weiblichen Zweig, die „Dienerinnen des Heiligen Geistes“ (Steyler Missionsschwestern), der seit 1896 zwei Abteilungen umfaßte: die Missionsschwestern und die Klausurschwestern. Für seine Gründungen übernahm er folgende Missionsgebiete: Südschantung in China (1882), Togo (1892), Kaiser Wilhelmsland – jetzt Territory of New Guinea – (1896), die Provinz Akita in Japan (1905) und die Provinz Abra im Norden der Philippinen. Zahlreiche Patres, Brüder und Schwestern sandte J. nach Argentinien (seit 1889), Brasilien (seit 1895), Chile (seit 1900) und in die Vereinigten Staaten (seit 1895). – Bei seinem Tode 1909 zählte die „Gesellschaft des Göttlichen Wortes“ 420 Priester und über 700 Brüder, 460 Missionsschwestern und 35 Klausurschwestern.

  • Literature

    H. Fischer, A. J., Gründer d. Steyler Missionswerkes, 1919 (mehr o. weniger gekürzt in versch. Sprachen übers., auch ins Chines. u. in Hindi);
    F. Heines, Le Pére A. J., 1939;
    E. Edwards, Herald of the Word, 1951;
    A. Volpert, P. A. J., Gründer d. Steyler Missionswerkes, 1954;
    H. Hümmeler, P. A. J., 1957;
    S. Kasbauer, Ein Mensch unter Gottes Meißel, 21959 (P);
    A. Kuyle u. H. Hopster, A. J., 31969;
    F. Bornemann, A. J., d. Gründer d. Steyler Missionswerkes, 1969.

  • Author

    Heinrich Kroes SVD
  • Citation

    Kroes SVD, Heinrich, "Janssen, Arnold" in: Neue Deutsche Biographie 10 (1974), S. 341 f. [online version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118557017.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA