Lebensdaten
1539 – 1603
Sterbeort
Nürnberg
Beruf/Funktion
Goldschmied ; Eisengraber ; Plakettenkünstler
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 124215718 | OGND | VIAF: 295449404
Namensvarianten
  • Gamitzer, Hans
  • Jamitzer, Hans
  • Gamnitzer, Hans
  • mehr

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Zitierweise

Jamnitzer, Hans, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd124215718.html [07.02.2023].

CC0

  • Genealogie

    V Wenzel (s. 3);
    Nürnberg 14.1.1562 Susanne Wagner;
    6 S, 1 T, u. a. Christoph (s. 1), Wenzel (1580–1618), Goldschmied, gibt 1611 d. Nürnberger Bürgerrecht auf, Susanne ( 1] Nicolaus Emmerling, Goldschmied in N., s. ThB, 2] Eustachius Hohmann, Goldschmied in N., s. ThB).

  • Biographie

    J. wird bereits 1558 vom Vater mit unbekanntem Auftrag an den Hof des Herzogs von Ferrara geschickt. Er wird 1563 Meister. Als Goldschmiedearbeit mit seiner Meistermarke läßt sich bislang nur eine Prunkkassette in Stuttgart nachweisen, ein Werk, das von allen erhaltenen Jamnitzer-Kassetten – einer Spezialität der Familie – die bescheidenste Ausgestaltung zeigt. Sein Schaffen, das sich zunächst im Werktstattbereich und im Schatten des Vaters entwickelte, liegt vor allem auf einem Seitengebiet der Goldschmiedekunst, der getriebenen figürlichen Reliefdarstellung: der Plakette, dem Schalenboden und dem Patenpfennig. Die Reihe der über zwanzig Plaketten, die z. T. mit dem von O. v. Falke überzeugend aufgelösten Monogramm HG (Hans Gamnitzer) versehen sind, setzt um 1565 ein. Wie kaum ein anderer Meister in der 2. Hälfte des 16. Jh. vertritt er diese Kleinkunst, deren Darstellungen Themen aus der Mythologie wie aus dem Alten Testament umfassen und z. T. graphischen Vorlagen verpflichtet sind. Die Abgrenzung gegen andere süddeutsche Plakettenmeister, deren Arbeiten er weitgehend bestimmt haben dürfte, bedarf noch der Diskussion. Seine Modellstücke sind bereits frühzeitig Werkstattgut süd- wie norddeutscher, aber auch Londoner Goldschmiede und Krakauer Glockengießer. Die monumentalste Reliefarbeit J.s stellt das Bronzeepitaph für seinen Vater auf dem St. Johannisfriedhof dar.

  • Literatur

    K. Pechstein, Neuentdeckte Arbb, v. H. J., in: Berliner Museen, Berr. a. d. Staatl. Museen d. Preuß. Kulturbes., NF 20, 1970; s. a. L z. Gesamtfam.

  • Autor/in

    Klaus Pechstein
  • Zitierweise

    Pechstein, Klaus, "Jamnitzer, Hans" in: Neue Deutsche Biographie 10 (1974), S. 329 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd124215718.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA