Lebensdaten
1762 bis 1805
Geburtsort
Merklin (Böhmen)
Sterbeort
Berlin
Beruf/Funktion
Sänger ; Komponist
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 12393091X | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Hurka, Friedrich Franz
  • Hurka, F. F.
  • Hurka, Franciscus Wenceslaus
  • mehr

Orte

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Zitierweise

Hurka, Friedrich Franz, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd12393091X.html [19.10.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Schulmeister.

  • Leben

    H. erhielt als Chorknabe des Kreuzherrenstifts in Prag durch Blasius Campagnari seine erste musikalische Ausbildung. 1784 war er vorübergehend in der Bondinischen Theatertruppe in Leipzig und anschließend als Kammersänger in Schwedt/Oder und Dresden tätig, bis er 1789 als Sänger mit hohem Gehalt in Berlin verpflichtet wurde. Er gehörte zu den gefeierten Gesangsvirtuosen seiner Zeit. Gerühmt wurde sein großer|Stimmumfang und seine Ausdruckskraft als Liedsänger. Er selbst komponierte zahlreiche Balladen und sentimentale Lieder im Volkston, die seit 1787 im Druck erschienen und weite Verbreitung fanden. Trotz frischer musikantischer Züge überragen sie jedoch kaum das oft bescheidene Niveau der übrigen Kompositionen der Berliner Liederschule und gerieten deshalb im frühen 19. Jh. bald in Vergessenheit.

  • Werke

    Verz. d. Kompp. s. MGG.

  • Literatur

    ADB 13;
    M. Friedlaender, Das dt. Lied im 18. Jh., 1902;
    L. Gelber, Die Liederkomponisten A. Harder, F. H. Himmel, F. F. H., C. G. Hering, Ein Btr. z. Gesch. d. musikal Liedes z. Anfang d. 19. Jh., Diss. Berlin 1930;
    MGG VI (W, L).

  • Autor/in

    Lothar Hoffmann-Erbrecht
  • Empfohlene Zitierweise

    Hoffmann-Erbrecht, Lothar, "Hurka, Friedrich Franz" in: Neue Deutsche Biographie 10 (1974), S. 76 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd12393091X.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

  • Leben

    Hurka: Friedrich Franz H., einer der bedeutendsten Sänger seiner Zeit, der zugleich Componist war — unter den Sängern von Fach eine äußerste Seltenheit. Er war den 23. Februar 1762 in Merklin in Böhmen geboren, bildete seine Stimme bei Biaggio in Prag aus, war anfänglich Altist, später Tenorist. Trat 1784 zum ersten Male auf der Leipziger Bühne auf, 1788 ging er an den Hof nach Schwedt, bald darauf nach Dresden und ward 1789 mit einem Jahresgehalte von 1000 Thalern an der königlichen Hofbühne in Berlin engagirt. Hier wirkte er bis zu seinem Tode, der in der Nacht vom 9. auf den 10. December 1805 eintrat. Die Zeitgenossen wissen seinen Gesang nicht genug zu loben: sie stellen ihn als das Schönste hin, was wol ein Mensch zu leisten vermöge. H. wirkte aber auch als Dirigent, als Gesanglehrer, trat 1791 der in Berlin durch Fasch gegründeten Singakademie bei und componirte sehr Viele Lieder, die sich einst des größten Beifalls erfreuten und sehr verbreitet waren. Größere Gesangwerke, wie z. B. die Composition der Glocke von Schiller, waren Aufgaben, die seine Kräfte überstiegen.

  • Autor/in

    Rob. Eitner.
  • Empfohlene Zitierweise

    Eitner, Robert, "Hurka, Friedrich Franz" in: Allgemeine Deutsche Biographie 13 (1881), S. 429 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd12393091X.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA