Lebensdaten
1821 bis 1885
Geburtsort
Prag
Sterbeort
Goldegg (Niederösterreich)
Beruf/Funktion
österreichischer Staatsmann ; Ministerpräsident
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 135916887 | OGND | VIAF: 80351557
Namensvarianten
  • Auersperg, Adolf Carl Daniel Fürst von
  • Auersperg, Herzog von Gottschee, Adolf Fürst von
  • Auersperg, Adolf Fürst von
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Zitierweise

Auersperg, Adolf Fürst von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd135916887.html [09.08.2020].

CC0

  • Genealogie

    V Wilhelm Fürst von Auersperg, Herzog von Gottschee (1781–1827), kaiserlich königlicher Oberstleutnant;
    M Friederike Luise Henriette ( 1860), T des Karl Levin Otto von Lenthe, Landschaftsdirektor des Fürstentums Lüneburg, und der Sabine Sophie (1769–1850), T des Levin August Gottlieb Graf von Bennigsen (1745–1826), russischer Feldherr;
    1) 25.10.1845 Aloise ( 1849), T des Adalbert Freiherr Mladota Solopisk und der Franziska Freiin von Schirnding, 2) 6.10.1857 Johanna ( 1884), T des Ernst Graf Festetics von Tolna und der Johanne Freiin Kotz von Dobrsch;
    S aus 2) Karl Maria Alexander von Auersperg (s. 8).

  • Leben

    A. diente nach Beendigung des Studiums der Rechtswissenschaften 14 Jahre aktiv als Kavallerieoffizier (Feldzug 1859) und wurde 1860 vom verfassungstreuen Großgrundbesitz in den böhmischen Landtag gewählt. 1867 zum Oberstlandmarschall von Böhmen ernannt, wurde er am 20.1.1869 lebenslängliches Mitglied des Herrenhauses. – 1870 berief ihn der Kaiser als Landespräsidenten nach Salzburg, ernannte ihn jedoch bereits 1871, nach dem Sturz des Ministeriums Graf F. J. Hohenwart zum österreichischen Ministerpräsidenten, in welcher Stellung er sich bis 1879 hielt. Von den bürgerlichen Ministern J. von Lasser, Unger, Stremayr u. a. unterstützt, führte er die Wahlreform im liberalen Geiste durch, der damals die Monarchie beherrschte. 1873 trat der erste direkt gewählte Reichsrat der österreichischen Reichshälfte zusammen. Wie schwierig sich schon von allem Anfang die gesetzgeberische Arbeit des österreichischen Parlaments gestaltete, bezeugte die vom Ministerium A. nur mit Mühe erreichte Annahme des Ausgleichs mit Ungarn im Jahre 1878. Vor allem setzte dieses Ministerium zahlreiche liberale Forderungen auf dem Gebiete des Rechts-, Unterrichts- und Kulturwesens durch. – Durch die Okkupation Bosniens und der Herzegovina 1878 entstanden inner- und außerpolitisch Schwierigkeiten in einem solchen Maß, daß das Ministerium und das von ihm vertretene liberale System diesen neuen Aufgaben nicht mehr gewachsen waren. 1879 wurde er dann zum Präsidenten des obersten Rechnungshofes ernannt.

  • Werke

    Polit. Reden u. Schrr., hrsg. v. S. Hock, in: Schrr. d. literar. Ver. Wien 5, 1906.

  • Literatur

    F. F. v. Beust, Aus drei Vierteljahrhunderten, 2 Bde., 1887;
    A. Schäffle, Aus meinem Leben, 1905;
    C. v. Auersperg, Erinnerungen an meinen Vater, Wien 1906;
    E. v. Plener, Erinnerungen, 3 Bde., 1911–21;
    P. Molisch, Briefe z. dt. Politik in Österr. v. 1848-1918, Wien 1934;
    Fürst A. A. im Feldzug 1859, in: MIÖG 51, 1937;
    Meyers dt. Hdb., Jg. 1, 1872, S. 92, 95;
    Wurzbach 23, 28.

  • Portraits

    Graph. Slg. München.

  • Autor/in

    Gustav Adolf Metnitz
  • Empfohlene Zitierweise

    Metnitz, Gustav Adolf, "Auersperg, Adolf Fürst von" in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 436 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd135916887.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA