Lebensdaten
1878 bis 1938
Geburtsort
Madelungen bei Eisenach
Sterbeort
Berlin
Beruf/Funktion
Physiker
Konfession
lutherisch
Normdaten
GND: 117011223 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Hort, Wilhelm
  • Hort, W.
  • Hort, Wilhelm Karl Konrad Siegmund Adam

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Zitierweise

Hort, Wilhelm, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd117011223.html [20.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Friedrich (1851–1920), Pfarrer in M., S d. Schmiedemeisters Conrad in Creuzburg/Werra u. d. Christiane Wagner;
    M Anna (* 1853), T d. Gutsbes. Karl Georgi in Hausbreitenbach u. d. Cath. Elisabetha Schellhas;
    1922 Margarethe Reiche;
    2 S.

  • Leben

    H. studierte Mathematik und Physik in Jena, Maschinenbau und Elektrotechnik in Braunschweig (Diplom-Ingenieur 1902); seine Studien schloß er 1904 in Göttingen mit der Promotion in Physik als Schüler von H. Lorenz ab. Anschließend arbeitete er teils freiberuflich, teils in Industriestellungen, habilitierte sich 1917 an der TH Berlin und wurde 1923 dort Titularprofessor. 1928 trat er als Leiter der Abteilung Mechanik ins Heinrich-Hertz-Institut für Schwingungsforschung in Berlin ein. H. war das Musterbeispiel eines „technischen Physikers“. Seine Arbeitsgebiete umfaßten Eisenbahnbrücken, Gasmaschinen, Schiffsmaschinen, Dampfturbinen, Elektromaschinen, Thermittechnik, elektrische Trocknung, Metallographie, Scheinwerfer, technische Optik, Regelungstechnik. Mit G. Gehlhoff gehörte er zu den Gründern der Gesellschaft für technische Physik (1919). Mit seinem Namen eng verbunden ist die Entwicklung der technischen Schwingungslehre zu einem eigenständigen Fach. Sein Lehrbuch „Technische Schwingungslehre“ (1910, 21922 stark erweitert) war durch drei Jahrzehnte das Hauptwerk dieses Gebietes. Auf den 1931 geschaffenen ersten deutschen Lehrstuhl für Mechanische Schwingungslehre an der TH Berlin wurde H. berufen.

  • Werke

    Weitere W u. a. Entwicklung d. Problems d. stetigen Kraftmaschinenregelung nebst e. Versuch d. Theorie unstetiger Regelungsvorgänge, in: Zs. f. Math. u. Physik 50, 1904;
    Die Differentialgleichungen d. Ing., 1914, 21925 (mit W. Birnbaum u. K. Lachmann);
    Ermüdungsfestigkeit b. hohen Beanspruchungsfrequenzen, in: Zs. f. techn. Physik 5, 1924;
    Energieumsetzungen in d. Kolbenkraftmaschinen, in: Hdb. d. physikal. u. techn. Mechanik 6, 1928;
    Statik u. stationäre Bewegung d. Fäden, Ketten, Seile, Bänder, Riemen, Drähte, ebd. 1, 1929 (mit P. Stephan);
    Reibung fester Körper, ebd. (mit dems.);
    Mechanik d. starren Körper, in: Müller-Pouillets Lehrb. d. Physik, 111929. -
    Mithrsg.: Zs. f. techn. Physik, 1920-38;
    Hdb. d. physikal. u. techn. Mechanik, 7 Bde., 1925-31.

  • Literatur

    H. Rukop, Zum 60. Geb.tag, in: Zs. f. techn. Physik 19, 1938, S. 89-91 (P);
    Nekr., ebd., S. 185;
    J. Krönert, in: VDI-Zs. 82, 1938;
    E. Lübcke, in: Elektrotechn. Zs. 59, 1938;
    Zs. f. angew.Math. u. Mechanik 18, 1938;
    Rhdb. (P);
    Pogg. VI, VII a.

  • Autor/in

    Karl Klotter
  • Empfohlene Zitierweise

    Klotter, Karl, "Hort, Wilhelm" in: Neue Deutsche Biographie 9 (1972), S. 646 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd117011223.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA