Lebensdaten
1883 bis 1945
Geburtsort
Straßburg (Elsaß)
Sterbeort
Berlin
Beruf/Funktion
Flugtechniker
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 139929967 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Hoff, Wilhelm
  • Hoff, C. Th. Wilhelm
  • Hoff, Carl Theodor Wilhelm
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Zitierweise

Hoff, Wilhelm, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd139929967.html [20.08.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Carl Ernst (1847-n. 1921), Kaufm. in St., S d. Carl ( 1891, s. Gen. 1);
    M Wilhelmine Becker;
    Schw Luise ( Ernst Breßlau, 1935, Zoologe, s. NDB II);
    Vt Ernst (s. 1);
    - 1913 Erna ( 1945), T d. Heinr. Wegener u. d. Marie Gantzel;
    2 S, 2 T.

  • Leben

    H. studierte an der Universität Straßburg (1902/03) und an der TH Berlin (1904–09), legte 1909 das Diplomexamen für Maschinenbau ab und wandte sich danach der noch in den ersten Anfängen steckenden Flugtechnik zu. Er war zunächst Ingenieur bei der Motorluftschiff-Studiengesellschaft in Berlin-Reinickendorf, dann Konstrukteur für Prall-Luftschiffe und Flugzeuge bei dem Luftschiffbauer A. von Parseval. Gleichzeitig ließ er sich zum Freiballon- und Flugzeugführer ausbilden und übernahm 1911 eine Assistentenstelle an der TH Aachen. Hier führte er als einer der ersten deutschen Ingenieure wissenschaftliche Messungen am fliegenden Flugzeug durch und promovierte mit einem Bericht über diese Versuche zum Dr.-Ingenieur 1913 trat er als Leiter der Flugzeugabteilung in die 1912 gegründete „Deutsche Versuchsanstalt für Luftfahrt“ (DVL) in Berlin-Adlershof ein. Im 1. Weltkrieg war H. zunächst Werftoffizier bei Fliegerabteilungen an der Westfront und später Führer der Flugzeugversuchsabteilung in der deutschen Flugzeugmeisterei. 1919 kehrte er zur DVL zurück und übernahm 1920 die Leitung dieser Anstalt, die er bis 1936 innehatte. Seit 1923 wirkte er als Professor für Luftfahrtwesen an der TH Berlin.

    H.s Hauptverdienst um die deutsche Flugforschung und Flugtechnik besteht darin, daß unter seiner Leitung die Deutsche Versuchsanstalt für Luftfahrt in Berlin-Adlershof 1924-30 trotz der zeitbedingten Schwierigkeiten einen ansehnlichen, besonders personellen Ausbau erfuhr, daß er zahlreiche tüchtige Ingenieure und Wissenschaftler in dieser Anstalt vereinigte, ihnen uneigennützig Anregungen zu wichtigen Forschungsarbeiten gab oder sie nach eigenem Ermessen forschen ließ. Viele der damaligen DVL- Assistenten haben später in der Industrie und an Universitäten und Hochschulen bedeutende Stellungen erlangt und zum Fortschritt ihres Fachgebietes wertvolle Beiträge geleistet. Mit großem Erfolg widmete sich H. der Unterrichtstätigkeit, für die er, ohne ein Vorbild zu haben, Stoffauswahl und Unterrichtsmethoden erst entwickeln mußte. In Fachkreisen war er als Herausgeber von Zeitschriften und Nachschlagewerken bekannt.|

  • Auszeichnungen

    Mitgl. d. Preuß. Ak. d. Bauwesens u. d. Dt. Ak. d. Luftfahrtforschung.

  • Werke

    Weitere W u. a. Versuche an Doppeldeckern z. Bestimmung ihrer Eigengeschwindigkeit u. Flugwinkel, 1913;
    Seilkraftmessungen, in: Techn. Ber. d. Flugzeugmeisterei 1, 1917;
    Theorie d. idealen Windkraftmaschine, in: Zs. f. Flugtechnik 11, 1920;
    Festigkeit dt. Flugzeuge, in: Berr. u. Abhh. d. wiss. Ges. f. Luftfahrt 8, 1922;
    Großflugboot, in: Jb. d. Dt. Versuchsanstalt f. Luftfahrt, 1928;
    Idealer Wirkungsgrad v. Schraubenpropellern, in: Luftfahrt-Forschung 18, 1941. -
    Hrsg.: Ringbuch d. Luftfahrttechnik, 5 Bde., 1936 ff. - Schriftleiter
    (mit L. Prandtl): Zs. f. Flugtechnik u. Motorluftschiffahrt 11-24, 1920-33.

  • Literatur

    H. Blenk, in: Luftfahrt-Forschung 20, 1943;
    Dt. Sportflieger 10, 1943 (P);
    Motortechn. Zs. 7, 1946;
    Pogg. VII a.

  • Literatur

    z. Gesamtfam.: O. Kauffmann, in: Alte Mannheimer Familien II, 1922, S. 31-41.

  • Autor/in

    Hermann Blenk
  • Empfohlene Zitierweise

    Blenk, Hermann, "Hoff, Wilhelm" in: Neue Deutsche Biographie 9 (1972), S. 383 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd139929967.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA