Lebensdaten
1736 bis 1807
Geburtsort
Böhmisch-Leipa
Sterbeort
Wien
Beruf/Funktion
Maler
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 119409976 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Hickel, Joseph
  • Hickel, Giuseppe
  • Hickel, J.
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Zitierweise

Hickel, Joseph, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd119409976.html [18.10.2019].

CC0

  • Genealogie

    B Anton (s. 1);
    - Wien 1770 Margarethe Josepha (1753–1831), T d. Franz Engelbert Wutka, k.k. Pulver- u. Salniter-Hofkommissions-Buchhalter; kinderlos.

  • Leben

    H. lernte bei seinem Vater. 1756 trat er in die Wiener Akademie ein, wo er nach eigener Aussage 10 Jahre lang arbeitete. 1768 ging er im Auftrag der Kaiserin Maria Theresia nach Italien, um in Mailand, Parma und Florenz zahlreiche Bildnisse hoher Persönlichkeiten zu malen. 1772 wurde H. zum Adjunkten der kaiserlichen Gemäldegalerie mit einem Jahresgehalt von 700 Gulden bestellt und 1776 zum kaiserlich und königlichen Kammermaler ernannt. Im gleichen Jahr nahm ihn die Wiener Akademie unter ihre Mitglieder auf, und stellte auch verschiedene seiner Werke aus. H.s Reformvorschläge von 1782 für den Akademieunterricht verschafften ihm jedoch nicht den angestrebten Posten des Akademiedirektors. In den 80er Jahren scheint H. auf der Höhe seines Ruhmes gewesen zu sein. Er lebte bis zu seinem Tode in Wien, wo er auch Hausbesitz erwarb; über seine Tätigkeit im einzelnen ist jedoch kaum etwas bekannt. Nur wenige seiner Werke sind in öffentlichem Besitz, viele nur durch Stiche von L. Bentely, W. F. Gmelin, J. E. Mansfeld, J. Pichler und anderen überliefert, obschon er über 3000 Porträts geschaffen haben soll. Sie umfassen Bildnisse von Mitgliedern des Erzhauses (darunter mindestens 5 Porträts Josephs II.), des Papstes Pius VI. (1782), des|neapolitanischen Herrscherpaares, des hohen Adels und des Bürgertums und von Schauspielern des Hofburgtheaters und stehen auf dem Boden der in Wien durch Martin van Meytens vertretenen spätbarocken Tradition.|

  • Auszeichnungen

    Mitgl. d. Ak. Florenz (1769).

  • Werke

    Gem. in Wien, Prag, Stockholm, Hermannstadt.

  • Portraits

    Selbstbildnis, 1769 (Florenz, Uffizien).

  • Literatur

    z. Gesamtart.: ADB XII (nur f. Jos.);
    J. Neuwirth, Zur Gesch. d. Kammermaler Joseph u. Anton H. aus Böhm. Leipa, 1927;
    P. Toman, Nový Slovník Československých výtvarných Umělců I, 1947, S. 330;
    Wurzbach IX;
    ThB. -
    Akten im Haus-, Hof- u. Staatsarchiv Wien.

  • Autor/in

    Liselotte Popelka
  • Empfohlene Zitierweise

    Popelka, Liselotte, "Hickel, Joseph" in: Neue Deutsche Biographie 9 (1972), S. 105 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd119409976.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

  • Leben

    Hickel: Josef H., Maler, geb. im J. 1736 zu Böhmisch-Leipa, am 28. März 1807 in Wien. Derselbe erhielt seinen ersten Kunstunterricht von seinem Vater, welcher in seinem Geburtsorte als Maler lebte und machte solche Fortschritte, daß er schon in einem Alter von zwölf Jahren Bilder in Oel und in seinem 15. Jahre ein großes Altarbild für die Stadtkirche zu Hirschberg ausführte. In Folge seines ungewöhnlichen Talentes schickte ihn sein Vater nach Wien an die Akademie der bildenden Künste zu seiner weiteren Ausbildung, wo er unter der Leitung des Martin v. Meytens sich dem Porträtfache widmete. Seine Arbeiten lenkten bald die Aufmerksamkeit der Kunstfreunde auf sich. Kaiserin Maria Theresia gab ihm im J. 1768 zu einer Reise nach Italien die Mittel, wo er zu Mailand, Parma und Florenz viele Porträts hoher Personen anfertigte. Er vergaß jedoch darüber nicht seine Studien an den Werken großer Meister fortzusetzen. Wie er selbst in einem Briefe bekennt, wurde er früher durch Schmeicheleien verdorben und erst durch die Kritik von Kennern auf die richtige Bahn geleitet. Nach mehrjährigem Aufenthalt in Italien kehrte H. wieder nach Wien zurück, bald darauf zum k. k. Kammermaler und im J. 1776 zum Mitglied der k. k. Akademie der bildenden Künste ernannt. Seit dieser Zeit lebte der Künstler ununterbrochen in Wien und wurde einer der gesuchtesten und berühmtesten Porträtmaler. Zu seinen bedeutendsten Bildern zählen: „Kaiser Josef II.“ in Lebensgrüße, im Besitz der Gemeinde Wien. Außerdem malte er „Kaiserin Maria Theresia“. „König Ferdinand von Neapel und seine Gemahlin“, „Herzog Albert von Teschen und Erzherzogin Christine“, „Kaiser Leopold II.“, „Kaiser Franz“, „Kaiserin Marie Antoinette“. „Papst Pius VI.“, „Fürst Kaunitz“. „General Baron Lascy“, „Fürst Kinsky“, „Graf Saurau“, den Wiener Hanswurst Prehauser, die Schauspieler Brokmann, Lange, die Schauspielerinnen Jaquet, Adamberger etc. Bei seiner raschen Productivität sind zwar nicht alle Bilder von erheblichem künstlerischen Werth; einzelne zeichnen sich aber durch ihre tadellose Auffassung, ihren großen geistigen Ausdruck und die sprechende Aehnlichkeit der Personen aus.

    • Literatur

      Vgl. Wurzbach, Biogr. Lerikon IX, 3.

  • Autor/in

    K. W.
  • Empfohlene Zitierweise

    W., K., "Hickel, Joseph" in: Allgemeine Deutsche Biographie 12 (1880), S. 385 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd119409976.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA