Lebensdaten
1866 bis 1924
Geburtsort
Iserlohn (Westfalen)
Sterbeort
Berlin-Wilmersdorf
Beruf/Funktion
technologischer Chemiker
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 116769300 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Hesse, Albert
  • Hesse, A.
  • Hesse, Albert Friedrich

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Zitierweise

Hesse, Albert, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116769300.html [27.05.2020].

CC0

  • Genealogie

    V Friedrich (* ca. 1805), Schneidermeister;
    M Louise (* 1824), T d. Schreiners Anton Betten in I. u. d. Elisabeth Brandhoff; 14 Geschw.;
    1895 Maria Kiecker;
    S.

  • Leben

    H. studierte Mathematik und Naturwissenschaften mit Chemie als Hauptfach in Münster, Berlin und in Göttingen, wo er 1891|unter O. Wallach mit der Dissertation „Beitrag zur Kenntnis der Terpene“ promovierte und 1893 als Privatassistent an dessen bahnbrechenden Arbeiten über die Terpene mitwirkte. 1893-1902 gab ihm eine Stellung als Riechstoffchemiker bei der Firma Heine und Co. in Leipzig Gelegenheit, die wissenschaftlichen Erkenntnisse und Untersuchungsmethoden Wallachs auf technische Verfahren zu übertragen, wobei er in glücklicher Weise wissenschaftliche Methodik mit technischen Erfordernissen verband. Grundlegend sind seine Arbeiten über Isomerien, über die den Duft erzeugenden Prinzipien des Jasmins und die Herstellung synthetischen Camphers. Noch während seiner Tätigkeit bei Heine, 1895, übernahm er die Referierung am Chemischen Zentralblatt. Er wurde bald zur rechten Hand des Herausgebers R. Arendt, und 1897, nach Übergang des Zentralblattes in den Besitz der Deutschen Chemischen Gesellschaft, wurde er zunächst im Nebenamt stellvertretender Redakteur. Nach dem Tode von Arendt, 1902, übernahm er die Leitung. Er siedelte nach Berlin über, wo er im Laboratorium des Hauses der Deutschen Chemischen Gesellschaft eigene wissenschaftliche Arbeiten weiterverfolgen konnte. Der mustergültige Ausbau des Zentralblattes, dieses für den Chemiker bedeutungsvollsten Nachschlagewerks, und besonders die Berichterstattung über Patente des In- und Auslandes sind H.s größtes Verdienst (1912 Professortitel). Sie wurden vorbildlich für chemische Referatewerke der ganzen Welt. Besonders hoch zu werten ist schließlich H.s soziales Wirken, als er zum treuen Vermittler zwischen Leitern und Chemikern der chemischen Großbetriebe wurde.

  • Werke

    Weitere W u. a. Aether. Jasminblüthenöl, in: Berr. d. Dt. Chem. Ges. 32-34, 1899-1901 (mit F. Müller);
    Das äther. Tuberosenblütenöl, ebd. 36, 1903;
    Orangeblüthenöl, in: Journal f. prakt. Chemie 64 u. 66, 1901/02;
    Entwicklung d. Industrie d. äther. Öle in d. letzten 25 J., in: Festschr. O. Wallach, 1909;
    Englands Handelskrieg u. d. chem. Industrie (mit H. Grossmann) = Slg. chem. u. chem.-techn. Vorträge 22, 1916;
    dass., (mit dems. u. W. A. Roth), ebd. 25, 1919;
    Campher, in: Enz. d. techn. Chemie, hrsg. v. F. Ullmann, 3, 1916 (mit A. Ellmer);
    Riechstoffe, ebd. 9, 1921 (mit dems. u. R. Haarmann).

  • Literatur

    M. Pflücke, in: Berr. d. Dt. Chem. Ges. 57 A, 1924 (P);
    P. Alexander, in: Zs. f. angew. Chemie 37, 1924 (W, P);
    Pogg. IV-VI.

  • Autor/in

    Wilhelm Treibs
  • Empfohlene Zitierweise

    Treibs, Wilhelm, "Hesse, Albert" in: Neue Deutsche Biographie 9 (1972), S. 15 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116769300.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA