Lebensdaten
1843 bis 1923
Geburtsort
Lipburg bei Müllheim (Baden)
Sterbeort
Halle/Saale
Beruf/Funktion
Zoologe
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 102647666 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Grenacher, Georg Hermann
  • Grenacher, Hermann
  • Grenacher, Georg Hermann
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Zitierweise

Grenacher, Hermann, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd102647666.html [21.10.2019].

CC0

  • Genealogie

    Väterl. Vorfahren in 6 Generationen Küfermeister in Badenweiler;
    V Joh. Gg. (1803–51), Landwirt u. Bgm. in L., S d. Stabhalters Joh. Gg. in L. u. d. Kath. Barbara Muser;
    M Katharina Barbara (1815–87), T d. Müllermeisters Bartholomäus Claiß in Müllheim u. d. Anna Maria Blankenhorn;
    Göttingen 1873 Luisa (1854–1903), T d. Carl Ruprecht (1821–98), Mitinhaber d. Verlags Vandenhoeck u. Ruprecht in Göttingen, u. d. Therese Blume (Schw d. Wilhelm v. Blume, 1919, Gen., Mil.schriftst., s. NDB II);
    1 S, 3 T, u. a. Else ( Paul Holdefleiß, 1865–1940, Prof. d. Landwirtsch. in Halle), Hedwig ( Karl Heldmann, 1869–1943, Prof. d. Gesch. in H).

  • Leben

    Nach anfänglichem Studium der Mathematik und Chemie an der TH Karlsruhe wandte sich G., durch E. A. Roßmäßler für die Zoologie gewonnen, dem Studium der Zoologie in Verbindung mit der Medizin zu, und zwar in Würzburg und in Göttingen, wo er 1867 bei A. Keferstein zum Dr. phil. promoviert wurde (Dissertation: Beiträge zur näheren Kenntnis der Muskulatur der Cyclostomen und Leptocardier). Er arbeitete dann als Prosektor bei A. Kölliker in Würzburg und habilitierte sich 1869 in Göttingen. 1871/72 unternahm er mit F. C. Noll im Auftrage der Rüppell-Stiftung eine Forschungsreise nach den Canarischen und Capverdischen Inseln. Nach nur einjähriger Professur an der Forstakademie Hannoversch-Münden wurde er 1873 als Ordinarius nach Rostock berufen, schließlich 1882 an die Universität Halle, wo er das neue Zoologische Institut am Domplatz modern einrichtete. 1909 ließ er sich infolge schon längerer Krankheit emeritieren. – G. war ein Meister auf dem Gebiete der mikroskopischen Technik, zum Beispiel führte er 1879 die Färbung mit Borax- und Alaunkarmin ein. Von Kölliker angeregt, entdeckte er den Zentralkörper der Heliozoen. Seine übrigen vorwiegend morphologischen und entwicklungsgeschichtlichen Untersuchungen betreffen vor allem die Augen der Arthropoden und Mollusken (besonders Cephalopoden). Sie wurden, auch in ihrer physiologischen Deutung, für die weitere Forschung grundlegend.

  • Werke

    Weitere W u. a. Zur Anatomie d. Gattung Gordius, in: Zs. f. wiss. Zool. 18, 1868, S. 322-44;
    Einige Beobachtungen üb. Räderthiere, ebd. 19, 1869, S. 483-98;
    Zur Entwicklungsgesch. d. Cephalopoden, ebd. 24, 1874, S. 419-98;
    Über Actinophrys Sol, in: Verhh. d. physikal.-med. Ges. zu Würzburg, NF 1, 1869, S. 168-78;
    Btrr. z. Anatomie u. Systematik d. Rhizostomeen, in: Abhh. d. Senckenberg. naturforsch. Ges. 10, 1876, S. 119-79 (mit F. C. Noll);
    Einige Notizen z. Tinctionstechnik, bes. z. Kernfärbung, in: Archiv f. mikroskop. Anatomie 16, 1879, S. 463-71;
    Unterss. üb. d. Sehorgan d. Arthropoden, insbes. d. Spinnen, Insecten u. Crustaceen, 1879;
    Abhh. z. vgl. Anatomie d. Auges, I. Die Retina d. Cephalopoden, in: Abhh. d. naturforsch. Ges. zu Halle 16, 1886, S. 207-56, II. Das Auge d. Heteropoden, geschildert an Pterotracea coronala Forsk, ebd. 17, 1892, S. 1-61.

  • Literatur

    Zoolog. Anz. 56, 1923, S. 240;
    Chronik d. Preuß. Vereinigten Friedrich-Univ. Halle-Wittenberg 1916–26, 1928, S. 66 f.;
    W. Harms, in: Hdwb. d. Naturwiss. V, 1934, S. 317 f.;
    CSP;
    Ahnenliste im Archiv d. Leopoldina, Halle/S.

  • Autor/in

    Rudolph Zaunick
  • Empfohlene Zitierweise

    Zaunick, Rudolph, "Grenacher, Hermann" in: Neue Deutsche Biographie 7 (1966), S. 46 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd102647666.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA