Flemming, Carl Georg Friedrich Graf von
- Lebensdaten
- 1705 – 1767
- Geburtsort
- Iven (Vorpommern)
- Sterbeort
- Dresden
- Beruf/Funktion
- kursächsischer Minister ; Minister ; Politiker ; General
- Konfession
- lutherisch
- Normdaten
- GND: 135894239 | OGND | VIAF: 80333116
- Namensvarianten
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- Flemming, Karl Georg Friedrich Graf von
- Flemming, Carl Georg Friedrich Graf von
- Flemming, Karl Georg Friedrich Graf von
- Flemming, Karl Georg Friedrich von
- Flemming, Karl Georg Fridrich von
- Flemming, Carolus Georgius Friedericus a
- Flemming, Carl Georg Friedrich von
- Flemming, Carl Georg Fridrich von
- Flemming, Karolus Georgius Friedericus a
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Flemming, Carl Georg Friedrich Graf von
kursächsischer Minister, * 17.11.1705 Iven (Vorpommern), † 19.8.1767 Dresden. (lutherisch)
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Genealogie
V Felix Frdr. (Reichsgf. 1721, 1661-1739), preuß. GR, pomm. Landmarschall, S d. Felix Paris, pomm. Oberstwachtmeister (S d. Hans Heinr., s. Einl.), u. d. Cath. Sabine v. Schwerin;
M Dorothea Sophie v. Flemming (1675–1754);
B →Gg. Detlev (1699–1771), poln. Gen. d. Inf., Großschatzmeister v. Litauen, Groß-Woiwod v. Pommerellen (Schwieger-S d. Michael Fürst Czartoryski, Großkanzler v. Litauen), →Ernst Bogislav (1704–64), preuß. Gen.-Major (s. Priesdorff I, S. 413);
⚭ 1745 Henriette Charl. (1720–82, kath.), T d. Jak. Alex. Fürst Lubomirski, poln. WGR, u. d. Sophie Prn. Ostrogska;
1 S, 6 T, u. a. →Joh. Heinr. Jos. Gg. (1752–1830), poln. GR u. Kron-Groß-Schwertträger;
N Isabella (1744–1835, ⚭ →Adam Fürst Czartoryski, 1734–1823, k.k. FM, Förderer d. Wiss., s. Wurzbach III);
E Karl (1783–1866), preuß. Reg.präs. in Erfurt, →Frdr. Aug. (1785–1827), preuß. Gesandter in Rio de Janeiro;
Urur-E Irene Forbes-Mosse († 1946), Dichterin (s. NDB V). -
Biographie
F. trat frühzeitig in sächsische Hof- und Kriegsdienste. Die entscheidende Wende seines Lebens war der Eintritt in den diplomatischen Dienst, Ende 1740 wurde er zum sächsischen Gesandten in Turin ernannt (bis November 1742). Im Dezember 1742 ging er als Gesandter nach London, um Vorteile für Sachsen aus dem Krieg gegen Österreich auszuhandeln und einen Subsidienvertrag mit England vorzubereiten. Verschiedene Reisen in diplomatischer Mission führten ihn in diesen Jahren auch nach Hannover und dem Haag. Bald nach Abschluß des Subsidienvertrages mit England (1751) verließ F. London und begab sich im Juli 1752 auf den für ihn längst vorgesehenen wichtigen Posten des sächsischen Gesandten am Wiener Hof (bis 1763). Hier vertrat er besonders während des 7jährigen Krieges mit Eifer die sächsischen Interessen und verstand, sich das Wohlwollen und das Vertrauen der kaiserlichen Familie und des Grafen Kaunitz zu erwerben. Nach dem Tode König Augusts und dem Rücktritt Brühls berief ihn Kurfürst Friedrich Christian – wohl auf Anraten seiner Gattin Maria Antonia, die sich eine Beförderung ihrer Pläne für die sächsische Kandidatur auf den polnischen Thron versprach – als Kabinettsminister der auswärtigen und Militärangelegenheiten nach Dresden. Dieses Amt behielt er auch nach dem Tode Friedrich Christians unter der Administration des Prinzen Xaver. Die schwierige Lage Sachsens nach dem Hubertusburger Frieden gab ihm keine Gelegenheit, besondere Erfolge zu erringen. Daß die Bemühungen Sachsens um den polnischen Thron erfolglos blieben, ist nicht seine Schuld, die freundschaftlichen Beziehungen zum Wiener Hof wurden unter ihm auch weiterhin gepflegt.
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Literatur
ADB VII;
W. Lippert, Kaiserin →Maria Theresia u. Kfn. Maria Antonia v. Sachsen, Briefwechsel 1747–72, 1908, S. 175-95 (Einl.);
M. Schröpfer, Friedrich d. Gr. u. Kursachsen n. d. Siebenj. Kriege 1763–66, 1913, S. 41-44, 60 f. -
Quellen
Qu.: Sächs. Landeshauptarchiv Dresden.
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Autor/in
Günter Meinert -
Zitierweise
Meinert, Günther, "Flemming, Carl Georg Friedrich Graf von" in: Neue Deutsche Biographie 5 (1961), S. 240 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd135894239.html#ndbcontent