Lebensdaten
1854 bis 1928
Geburtsort
Sprottau (Schlesien)
Sterbeort
Berlin
Beruf/Funktion
Chemiker
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 116760605 | OGND | VIAF: 32756731
Namensvarianten
  • Herzfeld, Alexander
  • Herzfeld, Alexander Leopold
  • Herzfeld, Alexander Leopoldus

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Zitierweise

Herzfeld, Alexander, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116760605.html [13.08.2020].

CC0

  • Genealogie

    V Ludwig (1819–1906, ev.), Justizrat, Advokat in S., dann Rechtsanwalt u. Notar in Halle/Saale, S d. Jakob Levisohn, seit 1815 Herzfeld (1789–1862), Rabbiner-S aus Gollub b. Thorn, Schnittwarenhändler in Guhrau, seit 1845 Kommissionswarenhändler in B., u. d. Liebchen Munk;
    M Marie, T d. Arztes Dr. med. Robert Wuesthoff u. d. Charlotte Thiele v. Thielenfeld;
    B Robert ( 1919), Architekt, Stadtbaurat in Metz;
    - 1885 Clara (1864–1926), T d. Julius Kieschke (1819–95), Dr. iur., Oberbgm. v. Königsberg/Pr. 1867–72, Vorsitzender d. Ver. d. Dt. Zuckerindustrie, u. d. Marie Funk;
    3 S, 2 T;
    N Hans (* 1892), Prof. d. Gesch., Frdr. Karl (* 1897), Chefredakteur d. Allg. Musikztg. u. Pressechef d. Berliner Philharmoniker.

  • Leben

    H. studierte Chemie und andere Naturwissenschaften in Halle und Berlin, wurde 1879 in Halle mit einer Arbeit über Maltodextrin zum Dr. phil. promoviert, legte 1882 die Prüfung pro facultate docendi ab, wurde 1883 als Assistent des Vereinslaboratoriums des „Vereins der Deutschen Zuckerindustrie“ nach Berlin berufen, habilitierte sich 1885 an der TH Berlin-Charlottenburg mit einer Arbeit über Maltose und wurde 1887 zum Leiter des Vereinslaboratoriums bestellt (1892 Professor). – Neben zahlreichen Untersuchungen über die Rübenzuckerfabrikation, die er in der von ihm geleiteten Zeitschrift des Vereins der Deutschen Zuckerindustrie 1888-1925 veröffentlichte, galt seine Hauptsorge der Umwandlung des den modernen Anforderungen der Zeit nicht mehr gewachsenen Vereinslaboratoriums in eine Lehranstalt der Rübenzuckerindustrie. Auf seine Bemühungen hin erwirkte der Verein der Deutschen Zuckerindustrie beim preußischen Staat schließlich den Bau des „Institutes für Zuckerindustrie“ in Berlin (1904 eingeweiht). Mit seinen Anlagen, seiner Versuchsfabrik und mit der reichhaltigen Fachbibliothek erwarb das Institut internationale Anerkennung.

    H. unternahm als Beauftragter der deutschen Regierung zahlreiche Reisen nach Frankreich, Belgien, Holland, Österreich, Rußland, den USA und Cuba. 1893 vertrat er die Interessen der deutschen Zuckertechnik und -forschung auf der Weltausstellung in Chikago, 1905 und 1912 stellte er in amtlichem Auftrag Verbindungen zur amerikanischen Zuckerindustrie her. In Deutschland erwarb er sich besondere Verdienste um die Frage der Reinigung der Abwässer der Zuckerfabriken und war Mitglied der damit betrauten staatlichen Kommission. H. bildete in seinem Institut mehrere Generationen von Zuckerchemikern heran.

  • Literatur

    H. Claassen, in: Cbl. f. d. Zuckerindustrie, 1928, S. 1019;
    ders., Der Ver. Dt. Zuckertechniker u. d. Fortschritte d. dt. Zuckertechnik 1890-1940, in: Festschr. 50 J. Ver. Dt. Zuckertechniker, 1941, S. 1 ff.;
    O. Spengler, in: Zs. d. Ver. d. Dt. Zuckerindustrie 78, allg. T., H. 865, Okt. 1928, S. 255 ff.;
    H. Hirschmüller, Überblick üb. d. Entstehung, Entwicklung u. jetzige Lage d. Inst. f. Zuckerindustrie, in: Zs. f. d. Zuckerindustrie, 1954, S. 241 ff.;
    F. Tödt, C. Neuberg u. A. Wüsthoff, ebd., S. 343 ff.;
    J. Baxa, in: Zucker v. 1.9.1954 (P).

  • Autor/in

    Jakob Baxa
  • Empfohlene Zitierweise

    Baxa, Jakob, "Herzfeld, Alexander" in: Neue Deutsche Biographie 8 (1969), S. 732-733 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116760605.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA