Lebensdaten
1841 bis 1919
Geburtsort
Mengede (Westfalen)
Sterbeort
Karlsruhe
Beruf/Funktion
Industrieller ; Fabrikant von Signalanlagen
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 135906466 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Henning, Theodor Wilhelm Julius Joseph Hubertus
  • Henning, Theodor
  • Henning, Theodor Wilhelm Julius Joseph Hubertus

Orte

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Zitierweise

Henning, Theodor, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd135906466.html [19.08.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Theodor ( n. 1874), Gutsbes.;
    M Friderica Walther;
    Karlsruhe 1874 Therese (1850–1940), T d. Oberstlt. Jul. v. Stern u. d. Adelheid Oberle;
    K.

  • Leben

    H. war Schüler F. Redtenbachers am Polytechnikum in Karlsruhe und ging dann zur Kölnischen Maschinenfabrik in Bayenthal, die den|ersten „Zentralapparat“ zur Weichen- und Signalstellung in Deutschland gebaut hat. H. wurde zur Montage der beiden ersten Anlagen nach Börßum und Stettin gesandt. Da das Stettiner Stellwerk seiner erheblichen Mängel wegen der weiteren Einführung der sogenannten zentralen Weichen- und Signalstellerei im Wege stand, gab die Kölnische Maschinenfabrik den Signalbau wieder auf; weitere Stellwerke wurden vorerst von der englisch Firma Saxby & Farmer bezogen. H. war aber von der Zukunft des Signalwesens überzeugt und gründete nach einer Studienreise durch England am 1.6.1869 in Bruchsal, dem damaligen süddeutschen Eisenbahnknotenpunkt, zusammen mit A. Schnabel die Signalbauanstalt von Schnabel & Henning. Nach einigen wenig erfolgreichen Jahren entwickelte sich das Bruchsaler Werk zum führenden Unternehmen seines Fachgebiets weit über die Grenzen Süddeutschlands hinaus. Es blieb selbständig bis 1917, als sich der Zusammenschluß der deutschen Signalindustrie zu den späteren Vereinigten Signalwerken (später in der Siemens & Halske AG aufgegangen) anbahnte.

    H. war der führende Techniker seines Werks, in dem viele wichtige Einzelheiten des bald zu hoher Blüte entwickelten Eisenbahn-Sicherungswesens erstmals erdacht und ausgeführt worden sind, so der Weichenspitzenverschluß, die Aufschneidbarkeit des Weichenantriebs, die Handfallensteuerung der Verschlußelemente, der Doppeldrahtzug, der Fahrstraßenhebel und die Hubkurve am Signalantrieb. Besondere Verbreitung fanden die Bruchsaler Stellwerke G, H und I, wovon über 7 000 Anlagen mit über 75 000 Hebeln ausgeführt worden sind. Daneben seien noch genannt die Fahrstraßenreihenfolge, der mechanische Bahnhofsblock und das elektrisch gesteuerte Druckluftstellwerk.|

  • Auszeichnungen

    KR, Dr.-Ing. E. h. (Karlsruhe).

  • Literatur

    O. Amman, in: Verkehrstechn. Woche, 1919, S. 73-75;
    VDI-Zs. 63, 1919, S. 301;
    E. Born, Die Bruchsaler Signalindustrie u. ihr Betr. z. Entwicklung d. Eisenbahn-Signalwesens, in: Festschr. z. 200-J.feier d. Schönborn-Gymnasiums Bruchsal, 1955, S. 83-105;
    DBJ II (Tl. 1919, L).

  • Autor/in

    Erhard Born
  • Empfohlene Zitierweise

    Born, Erhard, "Henning, Theodor" in: Neue Deutsche Biographie 8 (1969), S. 547 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd135906466.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA