Lebensdaten
1842 bis 1899
Geburtsort
Stralsund
Sterbeort
Berlin
Beruf/Funktion
Gärungschemiker
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 117508691 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Hayduck, Max

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Zitierweise

Hayduck, Max, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd117508691.html [16.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Oberstlt.;
    Mutter N. N.; ledig;
    N Fritz (s. 1).

  • Leben

    H. studierte in Greifswald Pharmazie, dann Chemie (Promotion als Schüler von H. Limpricht und H. Schwanert 1873). Danach arbeitete er als Assistent im organischen Laboratorium der Gewerbe-Akademie in Berlin, später als Lehrer in Landsberg/Warthe und in Potsdam. 1879 trat er in die Versuchsanstalt des Vereins der Spiritusfabrikanten ein,|die später mit der 1883 gegründeten Versuchs- und Lehranstalt für Brauerei das Institut für Gärungsgewerbe in Berlin bildete. An diesem leitete H. das technisch-wissenschaftliche Laboratorium sowie den Chemie- und Physikunterricht bis zu seinem Tode. – Es ist H.s Verdienst, für das Gärungsgewerbe theoretisch-wissenschaftliche Grundlagen der Chemie und Biochemie erarbeitet und diese auf die Praxis übertragen und dort überprüft zu haben. Er wies den engen Zusammenhang zwischen Gärkraft und Stickstoffgehalt, das heißt Eiweißgehalt der Hefe nach. Er hat als erster systematische Ernährungsversuche mit Hefe durchgeführt und durch Abänderung der Ernährung Hefezellen von bestimmter chemischer Zusammensetzung gezüchtet. Er beschäftigte sich mit dem Einfluß von Säuren und Alkohol auf Entwicklung und Gärtätigkeit der Hefe und mit den Ursachen ihres Degenerierens. Seine bekannte Methode der Heferegenerierung fand weitverbreitete Anwendung in der Preßhefefabrikation, ebenso sein Apparat zur Messung der Gärkraft. Der Unterscheidung von Brenn- und Braugerste galten H.s grundlegende Arbeiten über den Diastasegehalt des Malzes. Seine Studien über die Harze und den Gerbstoff des Hopfens brachten wesentliche Fortschritte für die Bierkonservierung.

  • Werke

    u. a. Über d. Entwicklung d. Hefe in Nährlösungen v. versch. Stickstoffgehalt, in: Zs. f. Spiritusindustrie 4, 1881, S. 173-79;
    Über d. Einfluß d. Alkohols auf d. Entwicklung d. Hefe, ebd. 5, 1882, S. 183-87;
    Die Prüfung d. Preßhefe auf Gärkraft, ebd., S. 226-28;
    Noch e. Verfahren d. Heferegenerierung, in: Wschr. f. Brauerei 4, 1887, S. 877 f.;
    Der Apparat z. Prüfung d. Hefe auf Gärkraft, ebd., S. 1032;
    Über d. Einfluß d. Hopfenharze auf d. Biergärung, ebd. 9, 1892, S. 617-19;
    Über d. Hopfengerbstoff, ebd. 11, 1894, S. 409-15.

  • Literatur

    M. Delbrück, in: Zs. f. Spiritusindustrie 22, 1899, S. 375 (P: S. 403);
    ders., in: Wschr. f. Brauerei 16, 1899, S. 529 f.;
    ders., in: Brauerei-Lex., 1910, S. 345 (P);
    Pogg. IV.

  • Autor/in

    Bruno Drews
  • Empfohlene Zitierweise

    Drews, Bruno, "Hayduck, Max" in: Neue Deutsche Biographie 8 (1969), S. 150 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd117508691.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA