Lebensdaten
1872 – 1954
Geburtsort
Stuttgart
Sterbeort
Kandel bei Jockgrim (Pfalz)
Beruf/Funktion
Maler ; Künstler ; Grafiker
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 119178346 | OGND | VIAF: 52493472
Namensvarianten
  • Haueisen, Carl Albert
  • Haueisen, Albert
  • Haueisen, Carl Albert
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Zitierweise

Haueisen, Albert, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd119178346.html [20.05.2022].

CC0

  • Genealogie

    V Eugen (1845–1925), Oberingenieur u. Architekt b. d. Bad. Anilin- u. Sodafabrik in Ludwigshafen, S d. Werkmeisters Ernst Heinrich in Leonberg u. d. Carol. Katharine Fiess;
    M Regina (1844–1925), T d. Peter Simon Conrath in Jockgrim u. d. Eva Maria Schloß;
    1) Heidelberg 1902 Johanna (1870–1927), T d. Ferd. Langer (1839–1905), Hofkapellmeister u. Dirigent in Mannheim (s. Bad. Biogr. VI, 1935), u. d. Louise Frotrel, 2) Ludwigshafen 1943 Hedwig (* 1908), T d. Dr. Karl Rußwurm (1871–1932), Chemiker, u. d. Hedwig Haueisen;
    1 S, 2 T aus 1), u. a. Hans (Berufsname Hans René Conrath, * 1907), Bühnenbildner, Filmarchitekt, Rundfunkredakteur.

  • Biographische Darstellung

    Leben und Werk H.s sind aufs engste mit der Pfalz und mit Baden verbunden. In Ludwigshafen wuchs er auf; als 15jähriger ging er nach Karlsruhe, um dort zunächst die Kunstgewerbeschule und anschließend die Kunstakademie zu besuchen. Nach weiteren Ausbildungsjahren in München unter Knirr und Hackl, denen sich im Herbst und Winter 1893/94 eine Italienreise anschloß, und einem erneuten einjährigen Aufenthalt in München kehrte H. 1895 in seine Heimat zurück, die er, abgesehen von verschiedenen Reisen und einem Aufenthalt in Frankfurt/M. zwischen 1914 und 1918, nicht mehr verließ. Von Ludwigshafen und seinem seit 1900 ständigen Wohnsitz Jockgrim aus, der Heimat seiner Mutter, war er mehrere Winter in Karlruhe Meisterschüler von L. von Kalckreuth und Hans Thoma. Verehrung und Freundschaft zu Thoma, dem H. eine weitere Festigung im Handwerklichen verdankt, veranlaßten ihn, sich im folgenden Jahrzehnt häufig mit diesem zusammen und auch allein in dessen Schwarzwaldheimat Bernau aufzuhalten. Eine 1904 unternommene Reise nach Paris brachte H. die Begegnung mit den Impressionisten und eröffnete ihm den Weg zu einer farbig komplementären Malerei, die|fortan seine Kunst bestimmen sollte: in den der heimatlichen Landschaft und Bernau gewidmeten Landschaftsgemälden, den Selbstbildnissen und Familienbildern, in den übrigen Porträts, Stilleben, Interieurs und freien Schöpfungen. Der allmählich in Deutschland bekannt werdende Künstler erhielt 1905 eine Titular-Professur an der Karlsruher Akademie; die Berufung zum Lehramt dort erfolgte jedoch erst 1919. Bis 1933 unterrichtete H. in Karlsruhe, der Akademie zeitweilig als Direktor vorstehend; mit Max Laeuger und Hermann Billing gelang es ihm, die Kunstgewerbeschule und die Akademie zu einer Landeskunstschule zusammenzufassen, ein damals neuer Gedanke. In dieser Zeit malte H. die Wandbilder in der Mensa der TH Karlsruhe (1924) und 1925-29 die großen Wandbilder der Passion Christi in der Peter-und-Pauls-Kirche zu Karlsruhe-Mühlburg (beide Werke im letzten Krieg zerstört). Die gleichzeitig ausgeführten Wandbilder für die Kassenhalle der Deutschen Bank in Karlsruhe wurden 1961 entfernt und befinden sich heute in Karlsruher Privatbesitz. – Nachdem er 1933 sein Amt an der Akademie freiwillig niedergelegt hatte, lebte H. als freischaffender Künstler in Jockgrim. Er war auch als Graphiker tätig.|

  • Ehrungen, Auszeichnungen und Mitgliedschaften

    Dr.-Ing. E.h. (TH Karlsruhe 1925).

  • Werke

    in: Kaiserslautern, Pfalzgal.;
    Karlsruhe, Staatl. Kunsthalle;
    Mannheim, Kunsthalle;
    Speyer, Hist. Mus. d. Pfalz;
    Wiesbaden, Städt. Mus.

  • Literatur

    A. Beringer, Bad. Malerei im 19. Jh., 1922;
    A. H. Festschr. z. 80. Geb.tag, überreicht v. Freunden, 1952;
    A. Gängel, A. H. Leben u. Werk, 1959 (P);
    ThB;
    Vollmer;
    Rhdb. (P).

  • Porträts

    Selbstbildnis (Öl) (Kaiserslautern, Pfalzgal.), Abb. b. Gäneel (s. L).

  • Autor/in

    Werner Zimmermann
  • Zitierweise

    Zimmermann, Werner, "Haueisen, Albert" in: Neue Deutsche Biographie 8 (1969), S. 80-81 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd119178346.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA