Dates of Life
1755 – 1807
Place of birth
Burg Tost
Place of death
Sztara (Ungarn)
Occupation
oberschlesischer Industrieller
Religious Denomination
katholisch
Authority Data
GND: 137373171 | OGND | VIAF: 81572727
Alternate Names
  • Colonna, Philipp Graf
  • Colonna, Philipp
  • Colonna, Philipp Graph
  • more

Objekt/Werk(nachweise)

Relations

The links to other persons were taken from the printed Index of NDB and ADB and additionally extracted by computational analysis and identification. The articles are linked in full-text version where possible. Otherwise the digital image is linked instead.

Places

Map Icons
Marker Geburtsort Place of birth
Marker Wirkungsort Place of activity
Marker Sterbeort Place of death
Marker Begräbnisort Place of interment

Localized places could be overlay each other depending on the zoo m level. In this case the shadow of the symbol is darker and the individual place symbols will fold up by clicking upon. A click on an individual place symbol opens a popup providing a link to search for other references to this place in the database.

Citation

Colonna, Philipp Graf, Index entry in: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd137373171.html [25.04.2024].

CC0

  • Genealogy

    Altes Tiroler Adelsgeschlecht, ursprünglicher Name Felss (Völs), Leonh. v. Felss erhielt v. dem römischen Admiral Arcus C. die Erlaubnis, wegen hervorragend geleisteter Kriegsdienste mit seinem Namen den des C. zu verbinden; während des 30jährigen Krieges kam das Geschl., das mit C. erlosch, nach Böhmen u. Schlesien;
    V Franz Karl, S des Carl Leopold Samuel;
    M Maria Anna Freiin v. Radetzky; ledig.

  • Biographical Presentation

    Frühzeitig Waise, wurde der junge C. von seinem Vormund, Franz von Harrassowski, an die Universitäten Halle und Göttingen geschickt, um Jura zu studieren. Nach seinem Studium erwarb er sich auf ausgedehnten Reisen Weitblick und wirtschaftliches Denken; die Eisenwerke im Harz hatte er ebenfalls bereist. Zurückgekehrt, wandte C. neben der Holzwirtschaft in seinem waldreichen nordoberschlesischen Besitztum sein Augenmerk dem Eisenhüttenwesen zu, nachdem Friedrich der Große 1779 die Einfuhr schwedischen Eisens verboten hatte. Schon aus alter Zeit bestanden in der Majoratsherrschaft Groß-Strehlitz mehrere Luppenfeuer und Eisenhämmer, die der Erneuerung bedurften. Das erste von C. selbst ins Leben gerufene Eisenwerk erhielt auf Verlangen der Arbeiter seinen Namen „Colonna-Hüttenwerk“. Zwischen 1782 und 1808 errichtete er 6 Hochöfen und 15 Frischfeuer mitten in dem fast undurchdringlichen Waldgebiet, invöllig unbewohnten Gegenden und unter schwierigsten Verhältnissen und sorgte zugleich für das Wohl seiner Arbeiter, denen er ein menschenfreundlicher Anwalt war. Mit rastlosem Tatendrang vervollkommnete er seine Industrieanlagen. Sein bedeutendstes Kulturwerk ist der Bau der Schleuse bei Malepartus und eines großen Kanals zur Speisung des Hochofenwerkes Collonowska. - C. war am Ende des 18. Jahrhunderts der größte private Eisenhüttenbesitzerin Oberschlesien, die Produktion seiner Werke betrug jährlich etwa 20 000 Zentner Roheisen und 16 000 Zentner Stabeisen. Die Erbschaft seines Besitzes trat etliche Jahre später Andreas Graf Renard an, der die Werke zu hoher Blüte brachte. Mit C. verlor die oberschlesische Eisenindustrie einen ihrer fähigsten und erfolgreichsten Industriellen.

  • Literature

    A. Nowack, Die Reichsgrafen C., 1902;
    ders., in: Schles. Lb. II, 1926, S. 119-22 (L);
    K. Tanzer, Wegbereiter d. Oberschles. Industrie, in: VDI-Btrr. 22, 1933;
    A. Perlick, Oberschles. Berg- u. Hüttenleute, 1953, S. 48 (L S. 238).

  • Author

    Herbert Dienwiebel
  • Citation

    Dienwiebel, Herbert, "Colonna, Philipp Graf" in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 330 [online version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd137373171.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA