Lebensdaten
vor 1611 – 1666
Geburtsort
Au
Sterbeort
Au
Beruf/Funktion
Baumeister ; Künstler
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 118657879 | OGND | VIAF: 30330539
Namensvarianten
  • Bär, Michael
  • Behr, Michael
  • Bähr, Michael
  • mehr

Quellen(nachweise)

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Personen in der NDB Genealogie

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Beer, Michael, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118657879.html [13.06.2024].

CC0

  • Genealogie

    E Johann Michael Beer (s. 4).

  • Biographie

    B. lernte das Maurerhandwerk in Pogsdorf (Niederösterreich) und entfaltete von 1651 an von seiner Heimat aus eine umfangreiche Tätigkeit, die ihn auch nach der Schweiz und nach Bayern führte. Er begründete die Auer Zunft 1657 in der endgültigen Form und ist der „Anfänger der Laadt“. Sein Name steht an der Spitze des erwähnten Meisterverzeichnisses. Bei der Stiftskirche St. Lorenz in Kempten ist zum ersten Male im südwestdeutschen Barock eine Kombination von Longitudinal- und Zentralbau versucht, aber nicht überzeugend gelöst worden. B. verstand es, bei seinen Kirchen-, Kloster- und Schloßbauten aus der Not der Zeit eine Tugend zu machen und unter Verwendung einiger weniger handwerklich einfach durchgebildeter Baumotive eigenartige, charaktervolle Bauwerke zu gestalten. Diese Eigenart hat im Äußeren am schönsten die Wallfahrtskirche in Rankweil (Vorarlberg), im Innern das Augustinerinnenkloster Inzigkofen bei Sigmaringen bewahrt. B.s Bauweise ist von den Vorarlberger Baumeistern lange beibehalten worden. Er verunglückte auf der Heimreise von der Grundsteinlegung des Jesuitenklosters Ebersberg in Oberbayern in Au beim Übersetzen mit dem Pferde über die angeschwollene Aach tödlich.

  • Werke

    Pfarrkirche Bludesch in Vorarlberg, 1651–52; Fürstäbtl. Residenz u. Stiftskirche St. Lorenz in Kempten, 1651-53 (vollendet v. Johann Serro);
    Benediktinerpriorat Friedrichshafen, 1654–61;
    Benediktinerkloster Isny. 1656–57;
    Wallfahrtskirche Rankweil, 1657–58;
    Schloß Sigmaringen, Ostteil, 1658–59;
    Augustinerinnenkloster Inzigkofen, 1659–1660;
    Josefskapelle Sigmaringen, 1660;
    Reichsgotteshaus Rottenmünster, 1661–69;
    Schloß Haigerloch, 1662;
    Jesuitenkolleg Rottenburg, 1662–1665;
    Augustinerchorherrenkloster Kreuzlingen (Schweiz), 1665–68;
    Jesuitenkolleg Landshut, 1665–1670;
    Jesuitenkloster Ebersberg, 1666–68;
    Rottenmünster, Kreuzlingen, Landshut u. Ebersberg v. anderen Vorarlberger Meistern fertiggestellt.

  • Literatur

    M. Roediger, Die Stiftskirche St. Lorenz in Kempten, Ein Btr. z. Gesch. d. süddt. Barockarchitektur, 1938;
    H. Schnell, Die Fürstäbtl. Residenz in Kempten u. ihre Prunkräume, 1947;
    W. Genzmer, Das Lebenswerk d. Vorarlberger Baumeisters M. B., in: Das Münster, Jg. 5, 1952, H. 3/4.

  • Autor/in

    Walther Genzmer
  • Zitierweise

    Genzmer, Walther, "Beer, Michael" in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 733 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118657879.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA