Lebensdaten
1870 bis 1954
Geburtsort
Frankfurt/Main
Sterbeort
Jossa bei Schlüchtern
Beruf/Funktion
Unternehmer ; Schriftgießer ; Mäzen
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 137126530 | OGND | VIAF: 81360913
Namensvarianten
  • Hartmann, Johann Georg
  • Hartmann, Georg
  • Hartmann, Johann Georg
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Zitierweise

Hartmann, Georg, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd137126530.html [12.08.2020].

CC0

  • Genealogie

    Aus Frankfurter Metzger- u. Brauerfam.;
    V Carl Gottlob (1842–1925), Metzgermeister, S d. Metzgermeisters Joh. Georg u. d. Anna Maria Hartmann;
    M Sus. Charl. Margaretha (1850–1906), T d. Joh. Phil. Bauer, Handelsmann, später Hauptsteueramts-Assistent in F., u. d. Cath. Margarete Zöllner;
    Ur-Groß-Om Phil. Jak. Bauer (1792–1838), Landschaftsmaler (s. ThB);
    Groß-Om Joh. Gottlieb Bauer (1822–82), Maler;
    - Frankfurt/M. 1894 Maria Marg. Henr. (1871–1950), T d. Steindeckermeisters Peter Franz Eschenbach in F. u. d. Elise Rupp;
    3 K.

  • Leben

    Nach kaufmännischer Lehre in der Vaterstadt war H. als Handlungsgehilfe in England und Frankreich und anschließend an verantwortlicher Stelle in einem süddeutschen Industrieunternehmen tätig. 1898 kehrte er nach Frankfurt zurück und übernahm hier eine seit 1837 bestehende Schriftgießerei. Er hat diese rasch zu einem der führenden Unternehmen in Deutschland entwickelt. Schon vor 1914 unterhielt er eine Filiale in Barcelona. Von dort aus konnte er 1927 auch in New York einen Zweigbetrieb aufbauen. Auf diesem Wege gelang es H., den deutschen Schrifttypen den Weltmarkt zu eröffnen. Er hat sich dazu der Mitarbeit der bedeutendsten Schriftkünstler seiner Zeit versichert, insbesondere verband ihn eine enge Freundschaft mit Emil Rudolf Weiß und F. H. Ernst Schneidler. Mit seiner Hausdruckerei wies er der Typographie neue Wege. Auch mit dem Aufbau einer Spezialfabrik für zahnärztliche Apparate erwies sich H. als Pionier und erfolgreicher Unternehmer.

    Sein Herz gehörte jedoch der Kunst. Mit Max Beckmann und Renée Sintenis verband ihn echte Freundschaft. Er sammelte vor allem Plastiken und besaß neben bedeutenden Werken vergangener Epochen auch wichtige Arbeiten von Rodin und Despiau. Die Museen und Kulturinstitute von Frankfurt hat H. vielfach gefördert. Über 20 Jahre gehörte er der Administration des Städelschen Kunstinstitutes an. Noch im 2. Weltkrieg finanzierte er eine photographische Bestandsaufnahme der 1944 völlig zerstörten Frankfurter Altstadt. Zusammen mit E. Beutler hat H. als Vorsitzender des Freien Deutschen Hochstiftes sofort nach 1945 den Wiederaufbau des Frankfurter Goethehauses mit Tatkraft und Energie betrieben und bei dessen Einweihung 1951 den Sinn dieser Arbeit mit dem „Mut zur Treue“ gerechtfertigt.|

  • Auszeichnungen

    Ehrenbürger v. Frankfurt.

  • Werke

    Alt-Frankfurt - ein Vermächtnis, 1950.

  • Literatur

    G. H. zur Vollendung seines 75. Lebensjahres, 1945;
    W. Emrich, Bildnisse Frankfurter Demokraten, 1956, S. 51 ff. (P);
    F. Lerner, Adreßbuch d. Stadt Frankfurt, 1960, S. 24 (P).

  • Autor/in

    Franz Lerner
  • Empfohlene Zitierweise

    Lerner, Franz, "Hartmann, Georg" in: Neue Deutsche Biographie 7 (1966), S. 742-743 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd137126530.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA