Lebensdaten
1814 bis 1900
Geburtsort
Bremen
Sterbeort
Bremen
Beruf/Funktion
Ornithologe
Konfession
evangelische Familie
Normdaten
GND: 116491035 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Hartlaub, Carl Johann Gustav
  • Hartlaub, Gustav
  • Hartlaub, Carl Johann Gustav

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Zitierweise

Hartlaub, Gustav, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116491035.html [13.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Karl Frdr. Ludw. (1792–1874), Großkaufm. u. Senator in B., S d. Kaufm. Joh. Christoph in Ellrich u. B. (aus Schweinfurter Ratsfam.) u. d. Dor. Elisabeth Tielemann;
    M Johanna (1786–1867), T d. Pastors Phil. Ludw. Buch in B. u. d. Dorothea Schneider; Vorfahre Hermann Hartlaub (1512–67), Reichsvogt in Schweinfurt;
    Ov Wilhelm (1804–85), Pfarrer, Schriftsteller, Freund Mörikes;
    Schw Caroline ( Wilh. v. Eisendecher, 1803–80, oldenburg. WGR, Bundestagsgesandter);
    - Bremen 1844 Caroline Henr. (1824–1900), T d. Dr. med. Carl Aug. Ludw. Stachow u. d. Meta Henr. Stavenüter;
    S Carl (s. Gen. 1), Clemens (1858–1928), Zoologe, Leiter d. Zoolog. Abt. d. Preuß. Biolog. Anstalt auf Helgoland (s. L);
    N Karl v. Eisendecher (1841–1934), kaiserl. WGR, Gesandter u. Vizeadmiral;
    Ur-E Felix (s. 1).

  • Leben

    H., in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts Deutschlands glänzendster Vertreter auf dem Gebiet der gesamten Ornithologie, studierte Medizin in Bonn, Berlin und in Göttingen, wo er 1838 promoviert wurde. Reisen führten ihn nach Österreich (Karpathen), Frankreich, in die Niederlande und nach Großbritannien. Anschließend ließ er sich als Arzt in Bremen nieder, widmete sich aber, da finanziell unabhängig, hinfort vorwiegend seinen zoologischen Neigungen, unter denen die Pflege der exotischen Ornithologie obenan stand. Auf eigene Kosten vermehrte er seit 1840 die Vogelsammlung des Bremer naturhistorischen Vereins „Museum“ so beträchtlich, daß sie schon nach wenigen Jahren internationale Bedeutung erlangte. H.s wichtigste Veröffentlichungen betreffen die Vögel Afrikas und Polynesiens (System der Ornithologie Westafricas, 1857; Die Vögel Madagascars und der benachbarten Inselgruppen, 1877). Gemeinsam mit O. Finsch, dem er 1864 eine Stelle als Konservator an den naturgeschichtlichen und ethnographischen Sammlungen der Museumsgesellschaft vermittelte,|bearbeitete er „Die Vögel Ostafrikas“ (1870) und die durch das Handelshaus Godeffroy aus der Südsee eingebrachten Sammlungen unter anderem in der „Ornithologie der Viti-, Samoa- und Tonga-Inseln“ (1867). Viele deutsche Forschungsreisende, zuletzt Emin Pascha, sind von ihm zu ornithologischer Betätigung in Übersee angeregt worden, andere, unter ihnen G. Rohlfs, verdankten seiner Fürsprache Unterstützungen zu ersten Forschungsreisen. Von H.s eminenter Literaturkenntnis und seinem sicheren Urteil zeugen die „Jahresberichte über die Leistungen in der Naturgeschichte der Vögel“, die er 1846-71 für Troschels „Archiv für Naturgeschichte“ erstattete.

  • Werke

    W-Verz. Schrr.-Verz. v. Dr. G. H., 1894;
    bis 1900 erg. v. P. Leverkühn, s. L.

  • Literatur

    P. Leverkühn, in: Journal f. Ornithol. 49, 1901, S. 337-59 (W-Verz);
    E. Stresemann. Die Entwicklung d. Ornithol., 1951, S. 219-24 (P);
    W. Wolkenhauer, in: BJ V, S. 74-76;
    L. Gebhardt, Die Ornithologen Mitteleuropas, 1964 (auch f. S Clemens). - G. F. Hartlaub, Zur Fam.gesch. d. Hartlaub, in: Mercksche Fam.-Zs. 13, 1934, S. 79-86.

  • Autor/in

    Erwin Stresemann
  • Empfohlene Zitierweise

    Stresemann, Erwin, "Hartlaub, Gustav" in: Neue Deutsche Biographie 7 (1966), S. 719-720 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116491035.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA