Lebensdaten
erwähnt 1603, gestorben 1624
Sterbeort
Aachen
Beruf/Funktion
Geschichtsschreiber ; Kanonikus ; Propst des St. Adalbertstiftes zu Aachen
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 124809804 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Beeck, Peter a
  • Beeck, Peter von
  • Beeck, Peter a
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Zitierweise

Beeck, Peter von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd124809804.html [09.07.2020].

CC0

  • Genealogie

    V Adam von Beeck ( 25.9.1611), Schöffe und Bürgermeister von Jülich, aus jülischer Schöffenfamilie vom Hof Beeck bei Erkelenz;
    M Maria ( 29.8.1616), T des jülischen Schöffen Caspar Sengels und der Cath. Harpers;
    Gvv Adam von Beeck, Statthalter und Vogt des Aachener Münsterstifts zu Erkelenz; 10 K, u. a. Caspar von Beeck, Dechant zu Münstereifel, Adam von Beeck, Kanonikus in Zülpich, Maria, Äbtissin zu Wenau.

  • Leben

    B., zuerst 1603 als Student der Universität Herborn (gegründet 1584) nachweisbar, erhielt bereits 1604 ein Kanonikat am Aachener Münsterstift, wurde aber erst 1612 zum Subdiakon geweiht; bis 1622 Inhaber der Michaelskapelle am genannten Münster, wurde er 1617 auch Propst des Adalbertstiftes zu Aachen. B. hat als erster eine auf Quellen fußende, kritische Geschichte der Reichs- und Krönungsstadt Aachen in lateinischer Sprache unter dem Titel „Aquisgranum“ verfaßt, die 1620 erschien und dem Pfalzgrafen Wolfang Wilhelm gewidmet war; stark umgearbeitet und erweitert wurde sie 1632 von Johann Noppius in deutscher Sprache neu herausgegeben. Seine ansehnliche Büchersammlung vermachte B. dem Aachener Jesuitenkloster, dessen Bibliothek freilich 1776 nach Aufhebung des Klosters verkauft und zerstreut worden ist.

  • Werke

    Petri a Beeck imperialium ecclesiarum in Aquis b. Mariae Canonici ad D. Adalbertum Praepositi AQUISGRANUM, Aachen 1620, dt. Übers, v. P. St. Käntzeler, 1874.

  • Literatur

    ADB II;
    E. v. Oidtman, Das Geschlecht B., in: Ztschr. d. Aachener Gesch.ver. 1, 1879, S. 227-34;
    H. Savelsberg, Aachener Gelehrte in älterer u. neuerer Zeit, Progr. Aachen 1906, S. 11, Nr. 52;
    E. Pauls, Kleinere Btrr., in: Aus Aachens Vorzeit 19, 1906, S. 31-41, 20, 1907, S. 143-47;
    A. Huyskens, Aachener Heimatgesch., 1924, S. 299 bis 301;
    Dictionnaire d’Histoire et de Géographie Ecclésiastiques VII, 1934, Sp. 416.

  • Autor/in

    Walter Kaemmerer
  • Empfohlene Zitierweise

    Kaemmerer, Walter, "Beeck, Peter von" in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 731 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd124809804.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

  • Leben

    Beeck: Peter a B., Canonicus der Krönungskirche und Propst des S. Adalbertsstistes zu Achen, 1624, gab im Jahre 1620 in lateinischer Sprache eine Geschichte Achens heraus unter dem Titel: „Aquisgranum sive historica Narratio de regiae S. R. J. et coronationis regum Rom. sedis Aquensis civitatis origine ac processu“. Das Werk enthält weniger eine fortlaufende Erzählung als verschiedene von großer Gelehrsamkeit zeugende Abhandlungen über Namen, Gründung, Kirchen, Klöster und Spitäler der Stadt, über Karl den Großen, Concilien, Reichstage, den Krönungs-Ritus der in Achen gekrönten Könige, über Bäder u. s. w.|Auch verbreitet er sich über die Verfassung der Stadt, über die bürgerlichen Unruhen des 15. und über die religiösen Bewegungen des 16. und 17. Jahrhunderts; über die letzteren mit ziemlicher Ausführlichkeit, wobei er die durch den Stadtbrand vom Jahre 1656 zu Grunde gegangenen Rathsprotocolle des Achener Stadtsecretärs Balthasar Münster zu Grunde gelegt hat. Durch seine Stellung war er in der Lage, die besten Quellen und die Archive der beiden Stiftskirchen, an welchen er fungirte, zu benutzen. Für manche Dinge, z. B. für die Mosaik- und andere karolingische Ausstattungen der Krönungskirche, die er ausführlich und mit Sachkenntniß beschreibt, ist er die Hauptquelle. Sein verdienstliches aber wegen der eigenthümlichen Latinität schwer verständliches Werk hat an dem zeitigen Achener Archivar P. St. Käntzeler einen gewandten und kundigen Uebersetzer gefunden. Die Uebersetzung ist noch ungedruckt.

  • Autor/in

    Haagen.
  • Empfohlene Zitierweise

    Haagen, Friedrich, "Beeck, Peter von" in: Allgemeine Deutsche Biographie 2 (1875), S. 243-244 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd124809804.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA