Lebensdaten
1879 bis 1949
Geburtsort
Oetz (Tirol)
Sterbeort
Bregenz, Kloster Mehrerau
Beruf/Funktion
Abt von Mehrerau
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 118700723 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Haid, Josef (Taufname)
  • Haid, Kassian
  • Haid, Josef (Taufname)
  • mehr

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Haid, Kassian, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118700723.html [31.05.2020].

CC0

  • Genealogie

    V Joh. Tobias, Postmeister u. Gastwirt in Oe., förderte d. Fremdenverkehr im Ötztal;
    M Agnes Jäger.

  • Leben

    H. trat 1897 in das Zisterzienserkloster Mehrerau (Bregenz) ein. Es folgten die Reifeprüfung am Staatsgymnasium Feldkirch 1900 und die theologischen Studien in Mehrerau (1903 Priesterweihe in Feldkirch). 1903-07 studierte er Geschichte und Geographie an der Universität Innsbruck. Nach Promotion und Lehramtsprüfung erhielt er 1908 ein Stipendium als ordentliches Mitglied des österreichischen historischen Institutes in Rom und weilte dort ein halbes Jahr. 1909-19 war er Direktor der vom Stifte geführten Schulen. 1917 wurde er zum Abte von Wettingen-Mehrerau gewählt. Im Ausbau der Schulen erwarb er das Öffentlichkeitsrecht für Gymnasium und Handelsschule und errichtete 1920 eine landwirtschaftliche Winterschule. 1919 wurde Birnau erworben und als Propstei unter Mehrerau eröffnet. 1920 wurde H. zum Generalabt des Ordens gewählt, blieb aber Abt von Mehrerau. Als 1927 die Kurie Residenz in Rom verlangte, resignierte er als Generalabt, um die Abtei nicht aufgeben zu müssen. 1938-45 weilte er aus politischen Gründen in der Schweiz, wo ihm als Abt-Präses 5 Frauenabteien unterstanden. Damals erreichte er die Wiedereröffnung der alten Zisterze Hauterive (Fribourg). Seit 1945 wieder in Mehrerau, wirkte er für die Wiedererrichtung der Schulen und Konsolidierung des klösterlichen Lebens der 1941 vom Staate aufgehobenen Abtei. Zu seinem ausgedehnten Freundeskreis zählten unter anderem Bischof Keppler, die Kardinäle Faulhaber und Pacelli, dieser auch als Pius XII. Den historischen Studien, zumal der Ordensgeschichte, galt stets sein besonderes Interesse.

  • Werke

    Die Besetzung d. Bistums Brixen in d. Zeit v. 1250 bis 1376, 1912;
    Heinrich, d. Kanzler Kaiser Heinrichs VII., in: Festgabe f. P. Gregor Müller, 1926, S. 51-70;
    Otto v. Freising, 1933, Sonderdr. aus Cistercienser Chronik 44 u. 45;
    Aus d. Aktenmappe d. Monsignore Francesco Boccapaduglio, Nuntius in d. Schweiz 1647–52, in: Zs. f. schweizer. KG 33, 1944, S. 121-53;
    Die Reihenfolge d. Äbtissinnen v. Rathausen 1245-1945, in: Gesch.freund d. V Orte 99, 1946, S. 193-229;
    Luzerner Merkwürdigkeiten aus d. Chronik v. Rathausen, in: Innerschweizer. Jb. f. Heimatkde. 9/12, 1947/48, S. 27-89. - Viele Artikel u. Rezensionen in Cistercienser Chronik 1906–47.

  • Literatur

    100 J. Zisterzienser in Mehrerau, 1854–1954, 1954 (P);
    B. Grießer, Dr. K. H., Abt v. Wettingen-Mehrerau, in: Festschr. f. Dr. Hans Gamper III, 1962, S. 195-232 (P), u. = Schlernschrr. 171, 1962 (W, L, P).

  • Autor/in

    Bruno Grießer , OCist
  • Empfohlene Zitierweise

    Griesser OCist, Bruno, "Haid, Kassian" in: Neue Deutsche Biographie 7 (1966), S. 517 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118700723.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA