Lebensdaten
1861 bis 1931
Geburtsort
Leipzig
Sterbeort
Vippach-Edelhausen bei Weimar
Beruf/Funktion
Landwirt ; Historiker der landwirtschaftlichen Literatur
Konfession
lutherisch
Normdaten
GND: 101162820 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Güntz, Heinrich Edmund Max

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Zitierweise

Güntz, Max, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/gnd101162820.html [23.09.2017].

CC0

  • Genealogie

    V Theobald (1830–1902), Dr. med., Hofrat, Bes. u. Dir. d. Nervenheilanstalt Thonberg b. Leipzig, S d. Steuerbeamten Justus Maxim, in Wurzen u. d. Friederike Wilh. Biedermann; M Thekla (1832–1916), T d. Eduard Wilh. Güntz (1800–80), 1830-50 Stadtbezirks- u. Gerichtsarzt in L., Gründer (1836) u. Leiter d. privaten Irrenheil- u. Pflegeanstalt in Thonberg (s. BLÄ), u. d. Amalia Auguste Müller; Weimar 1890 Elisabeth (1866–1941), T d. Sup. D. Constantin Elle (1819–89) in Berka u. d. Fanny Porsche; 3 T.

  • Leben

    G. studierte 1881-82 Theologie, wandte sich aber dann aus Neigung der Landwirtschaft zu. Er praktizierte in Dahlen bei Oschatz, studierte in Leipzig und Berlin und promovierte 1886 in Leipzig. Nach weiterer Praxis in Pommern, Posen und Schlesien erwarb er 1888 das Gut Vippach-Edelhausen bei Weimar, wo er bis zu seinem Tode lebte. Sein Hauptinteresse galt der landwirtschaftlichen Literatur und ihrer Geschichte, so bereiste er die wichtigsten landwirtschaftlichen Bibliotheken Deutschlands. Das Ergebnis dieser Sammel- und Sichtungstätigkeit war die Herausgabe des „Handbuchs der landwirtschaftlichen Literatur“ (3 Bände, 1894–1903) als seines Hauptwerks. 1899 wurde er aufgrund seines Ansehens und Überblicks über die landwirtschaftlichen Probleme zum Sekretär des Landwirtschaftlichen Hauptvereins in Weimar gewählt, 1907 zum Rat ernannt. Seit 1902 gab er die|„Landwirtschaftlich-Historischen Blätter“ als die erste agrargeschichtliche Zeitschrift Deutschlands heraus. 1904 gründete er in Eisenach die Gesellschaft für Geschichte und Literatur der Landwirtschaft, deren Geschäftsführung er bis zu seinem Tode behielt. Die Gesellschaft übernahm die „Blätter“ als ihr Organ (seit 1913 „Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte und Literatur der Landwirtschaft“). Nach dem Tode G. wurden Gesellschaft und Jahrbuch von W. Seedorf in Göttingen fortgeführt. Die 1953 nach einer Unterbrechung durch den 2. Weltkrieg wiederbegründete Gesellschaft für Geschichte des Landvolks und der Landwirtschaft setzt mit ihrer „Zeitschrift für Agrargeschichte und Agrarsoziologie“ die Tradition der G.schen Gründungen fort. Das Handbuch G. ist bis heute ein unentbehrliches Werkzeug der agrarhistorischen Arbeit.

  • Quellen

    Qu. Tagebücher (im Archiv d. Ges. f. Gesch. d. Landvolks u. d. Landwirtsch., Landwirtsch. Hochschule Hohenheim).

  • Literatur

    W. Seedorf, Zum Tode d. Begründers u. Führers unserer Ges., in: Jb. d. Ges. f. Gesch. u. Lit. d. Landwirtsch., 1931, S. 2 f. (P); ders., Zum 40. Jg. unserer Zs., Rückblick u. Ausblick, ebd. 1941; ders., 50 J. Ges. f. Gesch. u. Lit. d. Landwirtsch., in: Zs. f. Agrargesch. u. Agrarsoziol., 1954, H. 2; ders., M. G. z. 100. Wiederkehr s. Geb.tages, ebd. 1961, H. 1; W. A. Boelcke, M. G. Landwirt u. Publizist, ebd., 1961, H. 1.

  • Autor

    Heinz Haushofer
  • Empfohlene Zitierweise

    Haushofer, Heinz, "Güntz, Max" in: Neue Deutsche Biographie 7 (1966), S. 279 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/gnd101162820.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

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